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Bier-Quest – Advents Special

In der Vorweihnachtszeit begebe ich mich auf eine spezielle Etappe meiner Bier-Quest.

Bier Quest

Episode X – Advents Special

Advent, Advent die Lampe brennt. Oder so.
Beim letzten Besuch im Getränkefachmarkt stieß ich auf den Bier-Adventskalender von Kalea. Kalea ist ein Unternehmen, die Biere kleinerer Brauereinen vermarktet und sie zum Beispiel eben als einen solchen Adventskalenders auf den Markt bringt. Oder in Form von Craft-Bier-Boxen und so weiter. Die meisten kennen den klassischen Bier-Adventskalender so: Man nehme einen 24er-Kasten, nagle ihn an die Wand und klebe Goldfoliensternchen auf die Kronkorken, die dann mit Nummern von eins bis vierundzwanzig beschriftete werden.
Nicht so bei diesem Kalender. Die Biere stammen von 24 kleineren deutschen Brauereien, die in handwerklicher Tradition brauen. Dazu kommen ein Tasting-Glas und eine kleine Tasting-Anleitung mit einer Tabelle, in der man seine Bewertungen eintragen kann. Für Digital-Natives gibt es natürlich eine passende App. Mit der App, aus der auch die Screenshots im Artikel stammen, lässt sich das Etikett der Flasche scannen, und schon werden Informationen zum Biertyp angezeigt. Einige der Biere sind Sondereditionen, teils extra für den Kalender abgefüllt.

bieradventskalender

Dem Trinkpensum von einem Bier pro Tag hänge ich im Verhältnis eins zu zwei hinterher. Ich habe die Hoffnung, an den Wochenenden aufzuholen.
Als Abenteurer auf der Bier-Quest sehe ich es natürlich als Pflicht Weiterlesen

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Bier-Quest: Episode 7: Dolden Sud

Auf der Queste nach dem Biergenuss fürs Abenteuer reisen meine Geschmacksknospen heute über die britischen Handelsrouten nach Indien und zurück.
Dort treffen sie auf das India Pale Ale Dolden Sud aus dem Riedenburger Brauhaus.

Bier Quest

Bier-Quest: Episode 7: Dolden Sud

dolden-sud

India Pale Ale (IPA) entstanden im 19. Jahrhundert. Die Briten wollten ihr Bier nach Indien transportieren. Unterwegs wurde es leider schlecht. So fassten sie den Plan, den Alkoholgehalt zu erhöhen, um es länger haltbar zu machen. Die Idee war, das ganze am Bestimmungsort dann zu verdünnen und als normales Bier zu verkaufen. Aber pff, dachten sich da die Briten, das schmeckt doch auch so! Daher hat das Dolden Sud einen Alkoholgehalt von 6,5 % vol. Das Bio-Bier ist mit Aromahopfen gebraut und verströmt beim Einschenken bereits einen fruchtigen Duft. Im Mund kommen angenehme Herbheit und Frucht zusammen. Der Geschmack ist gut abgemischt. Es wird nicht zu obstig und auch nicht zu herb.
Für mich passt Dolden Sud gut zu einem Abenteuer. Es erfrischt und kitzelt den Gaumen. Besonders an einem warmen Abend könnte dies ein guter Begleiter auf einer Reise durch tiefe Wälder und über lichte Höhen sein. Auch mehrere Flaschen dürfen es am Abend sein. Dabei sollten sich Nachwuchs-Abenteurer allerdings nicht überschätzen. Trotz des leichten Geschmacks geht der höhere Alkoholgehalt schnell in die Beine.

Bier-Rating

Von mir bekommt Dolden Sud vier Questmarker.
Denkt bitte dran: Die Wertung beruht ganz auf meinen persönlichen Vorlieben. Falls ihr eine andere Meinung zu dem Bier habt, diskutiert gerne in den Kommentaren. Ich nehme auch gerne Vorschläge für Biere, die es zu entdecken gilt, an.

Die Brauerei hat übrigens das Bioland-Zertifikat und braut mit Wasser aus dem eigenen Brunnen. Gefunden habe ich das Bier in einem Alnatura-Laden

Link: Riedenburger Brauhaus (externer Link in neuem Tab)

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Bier-Quest: Episode 4 – Schwarzer Abt

Es ist Freitg, die Kehle ist ausgedörrt von der Arbeitswoche – endlich kann es wieder losgehen zur:
Bier Quest

Episode 4: Schwarzer Abt

SchwarzerAbt

Beim Stöbern im Supermarkt stieß ich auf ein Bier, das auf den Namen „Schwarzer Abt“ getauft war.
Ich dachte mir: Hoppla, da trinkt Edgar Wallace. Wer jetzt auf dem Schlauch steht: Bitte klicken sie hier und folgen dem externen Link im neuen Tab zu YouTube.

Aber zurück aus den schwarz/weißen 60ern und hinein ins spritzige Vergnügen eines modernen Brauprodukts. Das Bier stammt aus der Klosterbrauerei Neuzelle. Vorgelegt wird es in einer 0,5 l Longneckflasche und hat milde 3,9 %.
Es handelt sich, wie der Name schon verrät, um ein Schwarzbier. Der Schaum ist fest, wie beim Guiness, seine Farbe kräftig dunkel, das Bier liegt schwer und cremig im Mund.
Auf der Zunge kommt es ungewohnt süß daher. Vor allem auf der Zungenspitze schmecke ich karamellige Noten. Das Fehlen des Bier-typischen herben Abgangs im hinteren Zungenbereich ist sehr ungewohnt und verwirrend. Es stellt sich das Gefühl ein, als habe der Brauer einfach die Hälfte der Aromen vergessen.
Großer Kritikpunkt ist für mich auch, dass dem Getränk Invertzuckersirup zugefügt wurde.

Das Fehlen der herben Note, die für mich das erfrischende des Bieres ausmacht, lässt den Schwarzen Abt leider zu einem One-Shot werden. Für jemanden, der eher etwas naschen möchte, kann sich eine Probe von dem Klosterbrauereiprodukt allerdings lohnen.
Als Bier zum Abenteuer sehe ich es eher nicht, dafür fehlt die herbe Frische und es schmeckt mir doch zu untypisch, um es mehr als einmal zu genießen.

bierquestrating_2
Daher vergebe ich diesmal nur zwei Questmarker.
Denkt bitte dran: Die Wertung beruht ganz auf meinen persönlichen Vorlieben. Falls ihr eine andere Meinung zu dem Bier habt, diskutiert gerne in den Kommentaren. Ich nehme auch gerne Vorschläge für Biere, die es zu entdecken gilt, an.

Link: Klosterbrauerei Neuzelle (externer Link in neuem Tab)

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Bier-Quest: Episode 3: Peter, Pale and Mary

Es ist Freitag, Zeit für eine Erfrischung für den Abenteurer – heute etwas fruchtiger.
Bier Quest

Episode 3: Peter, Pale and Mary

Peter, Pale and Mary
Mein Abenteuer führte mich erstmal zum Craft-Bier-Regal im örtlichen Superma… ääh, zum Item- und Zaubertrankhändler. Dort sprach mich das bunte Etikett von Peter, Pale and Mary an. Irgendwie erinnert mich der Name an meinen Englischunterricht…
Nachdem ich dem Händler zweieinhalb Silberstücke dagelassen hatte, verstaute ich die Flasche in meinem Inventar, um sie abends genüsslich zu trinken.

Dieses Bier ist zwar etwas teurer, dafür wird es aber auch nicht in den üblichen Stückzahlen produziert.
Gebraut wurde es vom Kopenhagener Mikkel Borg Bjergsø in der belgischen Brauerei „Proef Brouwerji“. Die Brauerei ist ein Dienstleister für Bierbrauer, die in kleinen Mengen ihre eigenen Rezepte produzieren lassen wollen.
Das Bier ist ein Pale Ale aus Wasser, Gerstenmalz, Hopfen, Hefe und Haferflocken – die sollen, so habe ich gehört, den Schaum schön stabil machen.

Beim Einlassen der 0,33 l Flüssigkeit mit einem Alkoholgehalt von 4,6 % vol verbreitet sich ein fruchtiger Geruch, der stark an Mango erinnert.
Auf der Zunge ist das Gebräu fruchtig süß, ohne nach Obstsalat zu schmecken, obwohl sich auch hier die Mango gut bemerkbar macht.
Der Abgang ist angenehm frisch und bitter. Ich würde es als Sommerbier oder „Ein Proseco unter den Bieren“ bezeichnen, ohne dass es seine Bier-Charakteristik aufgeben muss. Ein sehr angenehmer Geschmack.

Ist es ein Bier zum Abenteuer?
Naja, wenn man es gerne fruchtig mag, dann ja. Sonst ist es vielleicht etwas zu fruchtig, ist eher was zum ganz bewusst genießen.

bierquestrating_3
Peter, Pale and Mary erhält von meinen Geschmacksknospen drei Questmarker.

Denkt bitte dran: Die Wertung beruht ganz auf meinen persönlichen Vorlieben. Falls ihr eine andere Meinung zu dem Bier habt, diskutiert gerne in den Kommentaren. Ich nehme auch gerne Vorschläge für Biere, die es zu entdecken gilt, an.

Links:
Link zu Mikken
Link zur Brauerei

(alle extern, in neuen Tabs)

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Bier-Quest: Episode 2 – Bärtig Bräu

Pünktlich zum Wochenende begebe ich mir erneut auf die Suche nach einem guten Schluck Bier. Los geht’s mit dem zweiten Teil meiner:

Bier Quest

Episode 2: Bärtig Bräu

Bärtig Bräu

Bärtig Bräu wird von der Liebharts Privatbrauerei für das Hutmacher in Wuppertal gebraut.

Das Bio-Pils mit angenehmen 4,8 % vol. hat eine erfrischende Fruchtnote.
Ich find’s vom Geschmack her sehr sommerlich. Die Fruchtnote ist nicht so stark, wie bei anderen Craft-Bieren. Daher kann man von diesem Bier auch mehr als eine Flasche trinken, ohne, dass der eigenwillige Geschmack in die Genuss-Strecke grätscht. Insgesamt schmeckt das Bier leicht, spielt also in einer anderen Liga als das kräftige Clan von der letzten Quest.
Wie es sich für ein Pils gehört, hat es auch eine schöne Schaumkrone.

Nun die wichtige Frage: Ist dies ein Con-Bier oder nicht?
Ich sage: Ja! Aber mit Einschränkungen. Das Bier schmeckt bestimmt nicht so gut, wenn es ungekühlt ist. Auch ist es zu schade, um es so zwischendurch zu trinken. Aber wenn der Tag zu Ende geht und das Bier eine angenehme Temperatur hat und die letzten Sonnenstrahlen über die Wiese kitzeln, dann kann Bärtig Bräu ein schönes Con-Bier sein.
Auch bei einer sommerlichen Spielrunde hat es eine ausgemachte Berechtigung. Wenn die Tage aber länger werden und der Spiele-Zirkel sich bei warmer Heizung zusammen kuschelt, dann könnte die Fruchtnote etwas deplatziert wirken.

Bier-Rating

Das Bärtig Bräu ehällt vier von fünf Quest-Marker auf meiner persönlichen Geschmacksskala.
Denkt bitte dran: Die Wertung beruht ganz auf meinen persönlichen Vorlieben. Falls ihr eine andere Meinung zu dem Bier habt, diskutiert gerne in den Kommentaren. Ich nehme auch gerne Vorschläge für Biere, die es zu entdecken gilt, an.

Das Bräu ist eigentlich nur im Hutmacher erhältlich, wird aber auch in der ein oder anderen Kneipe in Wuppertal ausgeschenkt.
Das Hutmacher ist Teil der Utopiastadt, einem Kreativ-Projekt im Mirker Bahnhof in Wuppertal. Das Projekt ist sehr vielfältig. Wer mehr wissen will, sollte deren Homepage besuchen. Das Hutmacher kann ich nur empfehlen. Tolle Athmosphäre, gute Getränke und direkt an der Nordbahntrasse gelegen. Von der kommt man sehr entspannt zu Fuß, mit Inliner oder per Rad zum Bärtig Bräu.

Links:
Bärtig Bräu
Liebharts Privatbrauerei
Utopiastadt
Nordbahntrasse
(alle Links sind extern und öffnen in neuen Tabs)

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Bier-Quest: Episode 1 – Clan

Seit Urzeiten berauscht sich der Mensch nicht nur am Spiel und der Geselligkeit, nein auch Vergorenes stimuliert und berauscht ihn seit jeher.
Und irgendwann kam Charlie Mops daher und schmiss die richtigen Zutaten in einen Kessel, rührte kräftig um heraus kam eines der wohl leckersten und am weitesten verbreiteten Getränke im erforschten Teil des Universums: Bier!
Gut, der Held des irischen Folksliedes hat das Bier nicht erfunden. Die Kulturgeschichte des Getränks begann bereist bei den alten Sumerern (ca. 4000. v.Chr.).

Auch in der Welt der Fiktion kommt nur selten eine Heldin oder ein Held durch ein Abenteuer, ohne sich Mal ordentlich volllaufen zu lassen, oder es zumindest zu versuchen.
Und so findet sich dieses Getränk auch an den Tischen ausgewachsener Rollenspieler, auf Liverollenspiel-Veranstaltungen oder einfach bei einer gemütlichen Brett- und Kartenspielrunde.
Nun könnte man sich jetzt einfach das nächstbeste Bier aus dem Supermarkt greifen, doch wo bleibt da das Abenteuer? Wie lässt sich so das schmackhafteste Bier für den Abend oder das LARP finden? Deshalb begibt sich der Autor dieses Blogs auf eine Reise zu den entlegensten Orte der Kühltruhe oder des Getränkehandels, um mit seinem Gaumen neue Geschmackswelten aus dem Reich des Bieres zu entdecken und das ultimative, leckerste und schönste Bier für fantastische Aktivitäten zu finden. Er begibt sich auf die:

Bier Quest

Episode 1: Clan

Bier-Quest Clan

Clan, ein Scotch Ale, gebraut vom Braufactum Geschäftsführer Dr. Marc Rauschmann (perfekter Name, finde ich).

Ein Ale ist ein obergäriges Bier. Scotch Ale sind kräftiger als ein normales Ale und erhalten durch die Malzröstung ihre besondere Karamell-Note. Das Malz wird dabei in einem Kupferkessel über offener Flamme erhitzt, dadurch karamellisiert es und die Farbe des Biers wird dunkler.
Scotch Ale ist zudem ein Marketing-Begriff geworden, der wohl besonders in den USA Käufer zum Griff nach dem Getränk aus Schottland verführen soll. Was in der Heimat noch als normales Ale verkauft wird, erhält für den Export teilweise die Bezeichnung Scotch Ale.

Das Bier mit einem Alkoholanteil von 6,4 % ist ein kräftiger Schluck herber Aromen. Erfrischend bitter liegt es schwer hinten auf der Zunge und entfaltet Aromen von Karamell, Kandis und Lakritz.
Das dunkle Bier dürfte nicht jedermanns Geschmack sein. Es ist ein Bier für Typen, die lieber zu einem Jever oder kräftigen Altbier als zu einem Kölsch greifen und nun etwas Besonderes suchen.

Als Con-Bier würde ich es nicht einpacken, dafür ist es einfach zu speziell. Sehr gut kann ich es mir aber zu kräftigen Speisen vorstellen.
Mit einem Preis von über 2 € pro Flache ist mir das auch zu teuer, um es auf einem Con zu saufen.Bei einer abendlichen Spielrunde würde ich es vorbehaltlos genießen.

Bier-Rating

Clan erhält von mir 4 von 5 Punkten auf der Bier-Quest-Skala.

Ich find’s übrigens interessant, sich seinen Geschmack zu bilden, und dann hinterher zu lesen, was die Profis da raus schmecken.

Link: Braufactum (externer Link in neuem Tab)

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