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In Essen spielt man – Messerückblick Teil 3

Und der dritte und letzt Teil meines SPIEL ’16 Rückblicks.

Teil 1 und 2 findet ihr hier und hier.

Alles in allem fand ich das Wochenende der SPIEL großartig. Es war zwar voll aber es gab tolle Spiele zu sehen. Einiges an Zeit habe ich natürlich bei meinen Freunden und Kollegen am Stand vom Verlag Martin Ellermeier (externer Link in neuem Tab) gelassen. Dort wurde zusammen mit Hawk Wargmes Dropzone Commander und Dropfleet Commander präsentiert. Natürlich gab es auch den aktuellen Tabletop-Insider und die Mephisto zu kaufen. In beiden sind übrigens Artikel von mir drin. 😉

Was mich ein wenig störte war, dass es einige Verlage gab, die ihren Stand nur nutzten, um Werbung für laufende oder kommende Kickstarterkampagnen zu machen. Es gab also nichts zu kaufen und die Tester wurden auf das Crowdfunding verwiesen. Das bedeutet, dass sich potenzielle Käufer erstens nicht sicher sein können, ob das Projekt überhaupt erfolgreich sein wird, dann ist es zweitens nicht unüblich, dass sich der angepeilte Liefertermin nach hinten verschiebt und dann kommen drittens nochmal Versandgebühren oben drauf. Gerade das Porto aus den USA legt zum Teil eine ordentliche Schippe auf den Preis des Spiels drauf.
Ein Beispiel dafür ist das Conan-Brettspiel von Monolith. 2014 haben wir auf der Messe den Prototypen angespielt (link zum Artikel). Die Boxen wurde diese Woche in Deutschland ausgeliefert. Angepeilt war eigentlich Oktober 2015. O.K., zur Verteidigung: Das Warten hat sich dafür gelohnt. Der Inhalt sieht super aus und die beiden Schachteln des King Pledges sind beide groß und schwer.

Dass es auch andersherum geht, zeigte das Team von Totenstadt (externer Link in neuem Tab). Nach einem gescheiterten Kickstarter haben sie das Zombie-Survival-Kartenspiel trotzdem produziert und es erfolgreich auf der Messe vorgestellt. Das Team war super nett und hatte die Illustratorin des Spiels, Kristina Reigber aka Kaydee, mit am Stand, die Samstag und Sonntag Zombie-Schnappschüsse zeichnete.

Es gab wieder natürlich wieder viele Tabletop-Stände. Sowohl von Weiterlesen

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In Essen spielt man – Messerückblick Teil 2

Weiter geht es mit dem Rückblick zur SPIEL ’16.

Nicht nur die Besucherzahlen waren auf Rekordniveau, auch die Zahl der Aussteller und Neuerscheinungen. Laut Veranstalter zeigten 1.021 Aussteller aus 50 Nationen mehr als 1.200 Spieleneuheiten. Dabei war alles vom Kinderspiel über Tabletop bis hin zum Abendfüllenden Aufbau-Strategiespiel dabei. Mit sechs Hallen und der Galeria war dies auch Flächenmäßig die größte SPIEL. Leider schrumpften die Veranstalter die ComicAction sehr zusammen. Die Zeichnerallee bekam sehr wenig Raum und wurde täglich nur von rund acht Künstlern besetzt. Neben Panini, an dessen Stand auch Signierrunden stattfanden, gab es noch ein paar Illustratoren, die Papier- und Leinwanddrucke verkauften, wenige Comichändler und Shops mit Popkultur-Merchandise wie T-Shirts und Actionfiguren. Auch LARP war kaum vertreten. Mytholon war mit dem üblichen großen Stand vor Ort, ein paar kleine Stände mit Accessoires und Methändler.
Die paar Unannehmlichkeiten hielten mich natürlich nicht davon ab, weiter Spiele anzuschauen.
Zu Teil 1 geht es hier.

Kill Doktor Lucky hat von Truant Spiele eine schicke Neuauflage spendiert bekommen. Der Klassiker des Weiterlesen

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In Essen spielt man

Die SPIEL ’16 ist vorbei, jetzt kommt mein Nachbericht – in mehreren Teilen.

Update 18.10.: Links zu den Verlagen am Ende des Beitrags

Zwei Tage Internationale Spieletage SPIEL ’16 liegen hinter mir. Am Samstag und Sonntag begab ich mich nach Essen im Ruhrgebiet und habe mir ausgiebig Neuheiten angeschaut, Freunde und Bekannte getroffen sowie mir tüchtig die Füße platt gelaufen.
Dieses Jahr ging die Veranstaltung mit einem Besucherrekord zu Ende. 174.000 Spielefans strömten zu den Hallen am Grugapark, so dass die Veranstalter die Tore jeden Tag vor offiziellem Einlass öffnen mussten, um die Foyers zu entlasten. Von den über tausend Neuheiten konnte ich natürlich nur einen Bruchteil sehen. Meine überschaubare Auswahl will ich euch in den kommenden Tagen vorstellen.

Direkt zu Beginn ließ ich mir Weiterlesen

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Spiel 2014 Rückblick: Smash Up

Das Kartenspiel Smash Up ist nicht brandneu aber es kommt immer wieder etwas dazu, zuletzt die Geek Edition. Für mich ein Grund das Spiel endlich mal in die Finger zu bekommen.

Smash Up ist ein Spiel für Geeks. Das Spielziel ist simpel: Mit euren Handkarten, die aus Kreaturen und Aktionen bestehen, greift ihr Stationen an und fügt diesen Schaden zu, bis ihr Basis-Wert erreicht ist. Dann gilt die Basis als zerstört und die drei Spieler, die am meisten Stärkepunkte an der Basis versammelt haben, bekommen vom ersten in absteigender Reihenfolge die Punkte, die auf der Basis vermerkt sind.
Kreaturen bringen die Muskelpower auf und Aktionen können Kreaturen verstärken, andere Kreaturen zerstören oder an andere Basen versetzen oder sonstige Dinge verursachen, die einem selber helfen und die anderen nerven. Kreaturen bringen auch selber noch Sonderfähigkeiten mit ins Spiel und auch die Basen beeinflussen das Spielgeschehen.

Spiel_2014_SmashUp

Smash Up AEG-Version

Klingt erstmal schon gut aber das Beste kommt noch:
Jeder Spieler sucht sich zwei Völker aus dem extrem geekigen Sortiement an Völkern aus. Und dank insgesamt einem Grundspiel und vier Erweiterungen (bisher) gibt es unglaublich viele Völker.
Zum Beispiel: Vampire, Roboter, Dinosaurier (mit Kanonen), Killerpflanzen, Zeitreisende, Untote, Ninjas, Geheimagenten, äh, äh, Cthulhu!, Steampunks, puh, mir geht die Puste aus… und mehr!
Jedes Deck hat seine eigenen Besonderheiten. Beispielsweise sind die Dinosaurier wahre Kraftpackete, die mächtig auf die Basen eindreschen, während die Untoten sich fröhlich am Friedhof bedienen und längst abgelegte Karten wieder ins Spiel holen können. Die beiden gewählten Völker (erwähnte ich die Aliens?) werden gut zusammengemischt und auf die Basen losgelassen. Das Spiel dauert, bis jemand 15 Siegpunkte gesammelt hat. Bei einem Gleichstand geht das Spiel weiter, bis es einen Sieger gibt. Bei meiner letzten Partie kloppten sich die beiden Führenden so lange weiter, bis ich aufholen konnte und den Sieg noch für mich entschied. Die Spieler können sich nicht direkt angreifen, stattdessen wird versucht die Kreaturen so zu dezimieren, dass man selber an einer Basis die Oberhand behält.
Dies geschieht nicht im direkten Kampf Kreatur gegen Kreatur, wie etwa bei Magic oder anderen TCGs, sondern durch Sonderfähigkeiten und Aktionskarten.
Da es inzwischen so viele Erweiterungen gibt und anscheinend schon neue in der Mache sind, erschien nun auch eine große Sammelbox, die Geek-Box. Diese beinhaltet „nur“ (ja, das nur steht in Anführugszeichen) die Fraktion „Geeks“ mit Will Wheaton, Felicia Dey und anderen Anspielungen auf Will und Felicias Web-Show „Tabletop„. Dazu gibt es in der Box noch fünf stabile Pappkarten, auf die nun die Basen gelegt werden können und die mit Markern das Punktezählen vereinfachen, sodass nicht ständig nachgerechnet werden muss.

Smash-Up

Alles von Smash Up

Das Spiel ist für 2-4 Spieler ausgelegt, mit den Erweiterungen sollte das Spiel aber auch ohne größere Schwierigkeiten mit mehr Spielern spielbar sein.
Smash Up dürfte all jene erreichen, die auf Spiele wie King of Tokyo oder Munchkin stehen oder die einfach nur mal alle möglichen Fantasy und Science-Fiction Generes aufeinander loslassen wollen (hab ich schon gesagt, dass es Bärenkavallarie gibt?).

Ein paar Worte zu den Versionen:
Das Original stammt von AEG, den Vertrieb der deutschen Version hat Pegasus (externe Links in neuen Tabs) übernommen.
Die englischen Karten und Kartons von AEG sind größer und dadurch sind die Sets teurer als die von Pegasus. Das lässt leider auch nicht zu, dass man beide Versionen miteinander mischt.
Die Geek-Box unterscheidet sich auch vom Inhalt und der Aufmachung. Als reine Aufbewahrungslösung ist die AEG Box besser gemacht. Die Karten stehen stabil im Karton und die Fraktionen sind von passenden Karten aus Kunststoff, die sich wie größere Kreditkarten anfühlen, getrennt. Die Pegasus Box ist einfacher gestaltet und dadurch auch wieder günstiger. Die Trenner sind aus der gleichen Pappe wie die Karten, nur etwas größer. Im Gegensatz zur AEG Box sind hier zusätzlich die Papp-Unterlagen für die Basen samt Zählsteinen enthalten. Das Inlay der Box ist leider nur aus dünnem Tiefzieh-Kunststoff. Mit allen derzeit erhältlichen Karten ist der Karton nur bis zur Hälfte gefüllt, was zwar Raum für weitere Sets lässt, jedoch rutschen die Karten stark hin und her, auch gibt es keine vorgesehenen Plätze für die Basen-Unterlagen, die dadurch etwas unglücklich in der Box liegen.
Wer keine Probleme mit dem recht einfachen Englisch der Regeln und Karten von AEG hat und etwas mehr ausgeben möchte, bekommt mit der AEG Version das hochwertiger verarbeitete Spiel. Die Pegasusvariante ist allerdings deutlich günstiger. Der Messepreis für „Einmal mit allem, bitte!“ lag bei AEG bei 80€, bei Pegasus bei 60€. Die Basen-Unterlagen der Pegasusversion sind auch nicht zu verachten. Ich denke, da muss jeder selber entscheiden, was ihm da wichtig ist.

Smash Up Geek Edition

Geek Edition mit allen bisherigen Karten

Mit diesem Beitrag hab ich dann meine Spiel 2014 fast abgearbeitet. Ein kleines Fazit kommt aber noch. Falls ihr die restlichen Artikel noch nicht kennt:
Den Einführungsartikel zu der Reihe findet ihr hier. (klick mich)
Den Artikel zum Conan Brettspiel gibts hier. (klick me like one of your hyborian girls)
Einen kurzen Überblick zum Spiel Armymals findet ihr hier. (klick mich, wenn du Eicheln magst)
Ein kleiner Bericht zu Funkenschlag Deluxe ist hier zu finden (klick mich, dass die Funken sprühen)
Das Double Feature zu Go Goblin Go und Boss Monster könnt ihr hier lesen. (click me like one of your pixel girls)
Einen kleinen Abstecher in die Mythologie Chinas findet ihr im Journey Rückblick. (klicken Sie bitte hier)

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Spiel 2014 Rückblick: Journey

Das Spiel Journey – Wrath of Deamons wurde 2013 von Marrow Productions über Kickstarter finanziert. Damals sind über 425.000$ für das Spiel zusammengekommen.
Die Mitarbeiter von Marrow Productions waren dieses Jahr mit Journey auf der Spiel in Essen, stellten die beeindruckenden Miniaturen vor und gaben Demorunden.
Die Spielrunden waren eher geführte Demonstrations-Szenarien, die dazu dienten die Regelmechanismen des Spiels zu erklären.

Spiel_2014_Journey

In dem Szenario musste der Mönch Tripitaka ein Dämonentor schließen, es sollte die Mysterie-Box aktiviert werden, die Dorfbewohner gerettet und alle Gegner getötet werden.
Das Besondere: In Journey spielt man immer gegen das Spiel und immer mit allen vier Charakteren. Das Spiel lässt sich als Solo-Variante und mit bis zu vier Spielern spielen. Alle Varianten folgen den gleichen Regeln. Die Handlungen der Dämonen werden durch das Regelwerk bestimmt wobei es den Dämonen an erster Stelle darum geht Tripitaka zu töten, da nur dieser die Dämonentore schließen kann und somit die Welt vor den Dämonischen Horden beschützen kann. Unterstützt wird Tripitaka vom Monkey King, Cho Hakkai und Monk Sha. Als Inspiration für Journey diente der klassische chinesische Roman „Reise nach Westen“ aus der Ming-Dynastie.
Jeder der vier Helden hat in der Runde zwei Aktionen wie Laufen, Kämpfen oder mit der Umgebung interagieren. Hinzu kommen besondere Aktionen, die jeder Held für sich hat.
Die Handlungsmöglichkeiten sind sehr umfangreich und komplexer als bei gängigen Dungeoncrawlern. Statt einfach über die Karte zu laufen und alle Gegner zu töten muss man sich gut überlegen, welchen Charakter man zuerst aktiviert und welche Handlungen dieser ausführt. Unser Szenario konnte nur dadurch gewonnen werden, indem der Charakter Monk Sha dem Tripitaka mit seiner Sonderaktion eine zusätzliche Aktion geben konnte, womit dieser dann das Dämonentor verschließen konnte.
Interessant ist die Spielmechanik, dass man, wenn man einen Dämon tötet, sich dafür entscheiden kann seine Seele zu retten. Dies kann zwar dazu führen, dass man es verpatzt und der Gegner erneut vor einem steht, für das Karma der Charaktere ist das aber wesentlich besser.

Journey ist wirklich ein sehr aufwändig gestaltetes Brettspiel, mit tollen Miniaturen, die qualitativ weit über dem bisher üblichen Brettspielstandard, wie etwa bei Descent oder Villen des Wahnsinns, liegen. Die Regelmechaniken und die Handlungsmöglichkeiten ließen Journey in dem Test-Szenario weit ab vom Dungeoncrawler-Einheitsbrei erscheinen.
Demnächst soll offiziell mit der Auslieferung der Kickstarter Exemplare begonnen werden. Auf der Facebook-Seite von Marrow Production kann das Spiel auch schon direkt in Hong Kong bestellt werden. Auf der Messe wurden aber auch Gespräche mit Händlern und Vertriebspartnern geführt, in Zukunft kann Journy also auch in heimischen Läden zu finden.

Link: Marrow Production auf Facebook (externer Link in neuem Tab)

Ein bisschen was soll noch kommen, zur „Spiel“ 2014. Bis dahin könnt ihr euch an den bisherigen Artikeln dazu sattlesen.
Den Einführungsartikel zu der Reihe findet ihr hier. (klick mich)
Den Artikel zum Conan Brettspiel gibts hier. (klick me like one of your hyborian girls)
Einen kurzen Überblick zum Spiel Armymals findet ihr hier. (klick mich, wenn du Eicheln magst)
Ein kleiner Bericht zu Funkenschlag Deluxe ist hier zu finden (klick mich, dass die Funken sprühen)
Das Double Feature zu Go Goblin Go und Boss Monster könnt ihr hier lesen. (click me like one of your pixel girls)

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Spiel 2014 Rückblick: Armymals

Auf der „Spiel“ in Essen gibt es immer wieder Spiele, die man nur spielt, weil: „Hey Leute, hier ist ein Tisch frei!“.
Das muss nichts schlechtes sein, oft wird man gerade dann positiv überrascht, wenn man wenig erwartet.
Armymals von Titan Forge Games ist für mich so ein Spiel: Ein quietschbuntes Panzer-Gekloppe mit bis zu vier Spielern.

Spiel_2014_Armymals

Die Existenz dieses Spiels verdanken wir nicht zuletzt einer erfolgreichen Kickstarterkampagne. Pünktlich zur Spiel waren die ersten Exemplare fertig und Titan Forge Games präsentierte und verkaufte das Armymals in Essen.

Ok, es ist bunt, es gibt Tiere und Panzer, worum geht es hier eigentlich??
Das Spiel ist ein Strategiespiel, in dem jeder der Spieler zwei Panzer befehligt und Siegpunkte sammeln muss. Unser Hauptszenario war ein klassisches „Capture the Flag“. Wir spielten, bis ein Spieler acht Punkte hatte. Dabei brachte das Erobern einer gegnerischen Fahne vier Punkte, die Zerstörung eines feindlichen Panzers zwei und Nebenmissionen einen Siegpunkt. Als Nebenmission galt beispielsweise seinen Zug in Kontakt mit zwei gegnerischen Panzern zu beenden.

Achja, die Tiere… Damit das ganze möglichst knuffig und lustig daherkommt sind alle Charaktere niedliche Tiere, die verballhornte Namen bekannter Feldherren und Staatspersonen tragen. Beispiele gefällig? Jaguarus Caesar, Joan D’Sharc, Rammel, Winston Chinchill.. na, rollen sich euch schon die Fußnägel hoch? Kommt, einer geht noch, mein persönlicher Liebling: Narwhaleon Bonaparte. 😀

Zu Beginn wählt jeder Spieler aus drei ihm zugeteilten Charakteren einen Commander und zwei Panzerfahrer. Der Commander kann seine Commander-Fähigkeit nutzen, um die Panzer zu unterstützen, die Panzerfahrer können während des Spiels von ihrer Fahrerfähigkeit gebrauch machen. Jeder Charakter hat sowohl Commander- als auch Fahrerfähigkeiten und kann zu Beginn nach belieben eingesetzt werden.

Reihum starten die Spieler einen Panzer, danach ist der andere Panzer an der Reihe, gespielt wird auf einer Hexfeldkarte mit diversen Hindernissen. Jeder Charakter hat ein Profil, das ihm eine Grundbewegung und Schuss-Reichweite vorgibt.
Zu Beginn des Zugs würfelt der aktive Spieler mit sechs Würfeln. Die Seiten zeigen Ziffern, Drehsymbole, Schusssymbole und Eicheln. Die Ziffern können dazu benutzt werden die Bewegungs oder Schussreichweite zu erhöhen. Drehsymbole erlauben eine Neuausrichtung innerhalb eines Hexfeldes, ansonsten muss für jede 60° Drehung ein Bewegungspunkt ausgegeben werden. Die Schusssymbole geben die Schusskraft an und die Eicheln bringen Eicheln, diese benötigt man um Aktionskarten zu spielen oder die Commanderfähigkeit zu nutzen. Aktionskarten erhält man für Zahlenpärchen.
Hat man einmal gewürfel darf man beliebig viele Würfel zur Seite legen und bis zu zweimal neu würfeln.

Bei uns gings direkt mit ordentlich Krawumm los. Ich scheiterte daran, mir den Weg zur gegnerischen Fahne frei zu schießen, wodurch ich ordentlich Schadensmarker auf meiner Charakterkarte ansammelte. Anschließend gelang es mir irgendwie die Fahne doch noch in meinen Besitz zu bringen und den halben Weg mit ihr zu meiner Basis zurückzulegen, bevor der Panzer dann endgültig hops ging und die Fahne wieder zu ihrer Heimatbasis teleportiert wurde. Zerstörte Panzer gelangen wieder, wie neu, zu ihrer Startposition, dürfen in der nächsten Runde aber nicht kämpfen.
Mein zweiter Panzer versuchte es an einer anderen Basis und wurde ebenfalls auf der Rückfahrt aufgerieben. Die Panzer zu trennen war wohl mein Hauptfehler.
Im Grunde war es ein wildes Gewürfel und eine ziemliche Glückssache, was man sich im Zug erwürfelt. Am Ende wurde nicht eine Fahne erobert, sondern der Sieg durch die meisten Abschüsse errungen. Laut den Titan Forge Mitarbeitern waren wir die ersten, die sich gegenseitig aufgerieben hatten. Alle Spieler vor uns haben einfach die Fahnen gesammelt.

Ich finde das Spiel ist ein lustiges Spiel für Leute, die schon immer Spaß an Games wie „Worms“ oder ähnlichem hatten, die bunten Farben und die lustigen Tiere sorgen dafür, dass man es sogar jemandem unterjubeln kann, der nicht auf militärische Spiele steht. Mit einem zweiten Spiel lässt sich Armymals sogar zu acht spielen.
Die größte Schwäche liegt im hohen Glücksanteil. Gerade wenn sich zwei Panzer Rohr an Rohr gegenüberstehen kommt es nur noch auf die Würfelhand an. Vom Strategiegehalt würde ich dieses Spiel irgendwo zwischen King of Tokyo und Risiko einordnen.
Armymals scheint nach dem ersten Test ein „Gute Laune Spiel“ mit schön gemachten Spielelementen zu sein, dessen taktische Tiefe man nicht zu ernst nehmen sollte.

Link zur Armymals Kickstarter-Seite. (externer Link in neum Tab)

In den kommenden Tagen werden noch weitere Rückblicke zu Spielen von der „Spiel“ 2014 folgen.
Den Einführungsartikel zu der Reihe findet ihr hier. (klick mich)
Den Artikel zum Conan Brettspiel gibts hier. (klick me like one of your hyborian girls)

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Spiel 2014 Rückblick: Conan

Der Redakteur dieses Blogs hat sich von einem postspielokalyptischen Zombie wieder in jemanden verwandelt, der ansatzweise drei Gedanken in sinnvoller Reihenfolge aneinander reihen kann.
Deshalb geht es jetzt endlich los, mit meinen Berichten zu den Spielen der diesjährigen Internationalen Spieltage, die ich anspielen konnte.

Der Anfang mach direkt ein Kraftpaket: Conan von Monolith Games.
Das Spiel befindet sich noch im Prototypenstatus und soll Anfang 2015 über eine Kickstarterkampagne finanziert werden. Deshalb waren die Spielelemente noch nicht in der endgültigen Form in Essen zu sehen.

Unser Team vom Brückenkopf und Tabletop Insider bekam eine extra Runde des Spiels spendiert. Zusammen mit dem Illustrator Florian Stitz, der auch immer mal wieder für den TTI zuständig ist, fanden wir uns zu viert ein, um ein Piktendorf mal ordentlich auf den Kopf zu stellen.

Spiel_2014_Conan

Die Rollen verteilten sich wie folgt: Christian durfte mit Conan die Muskeln spielen lassen, Marcel schlich sich mit dem Diebescharakter Shevata durch die Schatten und ich durfte mit der agilen Valeria beweisen, dass es im Kampf nicht nur auf reine Muskelkraft ankommt.
Florian übernahm die Rolle des bösen Overlords und schickte uns die Pikten auf den Hals.

Für die Helden war das Ziel des Szenarios eine entführte Prinzessin aus dem Dorf zu retten, die Florian geheim in einer der Hütten versteckt hatte, und den Anführer der Pikten zu töten und als Beweis seinen Kopf mit nach Hause zu bringen. Der Overlord wollte das natürlich verhindern.

Jeder Spieler hatte einen Charakterbogen vor sich, auf dem die Grundeigenschaften vermerkt waren, währen der Overlord unsere Feinde in einer Reihe vor sich ausliegen hatte.

Die Helden mussten sich von draussen ins Dorf schleichen und die Hütten durchsuchen, bis sie die Hütte mit der Prinzessin gefunden hatten. Dabei trafen Conan, Valeria und Shevata natürlich auf ungemütliche Pikten, die bekämpft werden wollten.

Um beim Conan-Spiel Würfel für einen Kampf zu generieren oder um weiter als die Grundbewegung zu laufen müssen die Spieler Ausdauerpunkte, hier durch Glassteine dargestellt, auf die entsprechenden Aufgaben auf dem Charakterbogen verteilen. Je nach Eigenschaft gibt es ein unterschiedliches Limit für die Ausdauerpunkte, die man für eine Aktion ausgeben kann. Man sollte nicht alle auf einmal verpulvern, da die Helden auch noch Ausdauer zum Verteidigen brauchen.
Florian als Overlord musste ebenfalls Ausdauer ausgeben, um seine Krieger zu aktivieren. Dabei ist die Einheit, dessen Karte links vor dem Overlord liegt am günstigsten. Wurde sie aktiviert wandert sie ans Ende der Reihe und ist damit die teuerste Karte. Karten können auch mehrmals in einem Zug aktiviert werden, kosten dann natürlich entsprechend Ausdauerpunkte.

Spiel_2014_Conan_Veleria

Conan prügelte sich mit mächtigen Rundum-Schlägen direkt durch mehrere Feinde gleichzeitig, während Valeria sich flink einen nach dem anderen vornahm und ihre Geschwindigkeit ausnutzte.
Der leise und verschlagene Shevata schlüpfte währenddessen unbemerkt an den Feinden vorbei und spähte schnell eine Hütte nach der anderen aus.

Spiel_2014_Conan_Veleria_2

Am Ende des Zuges mussten wir uns entscheiden, ob wir unsere Charaktere aktiv lassen oder denen eine Runde Pause gönnen. Aktive Charaktere regenerieren weniger Ausdauerpunkte, deaktivierte regenerieren mehr, können dafür allerdings nur auf Attacken der Feinde reagieren und nicht aktiv das Spielgeschehen beeinflussen. Der Overlord regeneriert konstant seine Ausdauerpunkte.
Erleidet ein Held Schaden verliert er dauerhaft Ausdauerpunkte und wird dadurch schwächer, bis keine Punkte mehr übrig sind und der Held damit tot oder einfach nur handlungsunfähig ist.

Spiel_2014_Conan_ConanMiniatur

Bald war die Prinzessin von Shetava gefunden und wurde von ihm aus dem Dorf getragen. Damit Shetava nicht unter der Last zusammen brach musste er einen Großteil seiner vorher zusammen gelooteten Ausrüstung zurücklassen. Conan und Valeria entledigten sich noch der restlichen Pikten, besonders den Blockern, die einen Helden auf einem Feld festhalten und erst besiegt werden müssen, bevor man weiterzieht.
So machte Valeria kurz für Conan den Weg frei, der dann mit dem erstrittenen Kopf des Piktenanführers das Dorf verlassen konnte.
Damit war das Szenario für die Helden gewonnen.

Spiel_2014_Conan_RettungPrinzessin

Das Einführungsszenario spielte sich wie eine typische Conan Geschichte. Ins Dorf schleichen, Feinde umbringen, mit der Prinzessin abhauen und noch schnell ein Kopfgeld kassieren. Was so einfach und banal klingt wurde durch das Ausdauersystem ziemlich spannend. Wir mussten uns immer wieder überlegen, ob es sinnvol ist alles auf eine Karte zu setzen und sich komplett zu verausgaben oder doch lieber die Puste für spätere Runden zu sparen.

Obwohl die Spielmaterialien auf der Messe noch einfache Ausdrucke waren und der Overlord seine Kreaturenkarten auf einem Holztablett hin und her schob (welches trotz seiner Laubsägeoptik perfekt für das Spiel geeignet war.) machten die Grafiken ordentlich was her und transportierten das Feeling des Hyborischen Zeitalters.
Die Miniaturen bestanden auf der Messe noch aus Resin und waren sehr Detailreich. In der Kaufversion sollen die Figuren aus hochwertigem Kunststoff gefertigt werden. Die Figur von Conan soll noch einmal komplett neu modelliert werden, damit sie besser zu den Artwors von Illsutrator Adrian Smith passt. Ich hoffe, dass durch das einfachere Material nicht zu viele der tollen details hinterher absaufen.

Wenn ihr das Testspiel aus Sicht von Christian sehen wollt empfehle ich euch den entsprechenden Artikel auf der Seite des Brückenkopfes. (externer Link in neuem Tab)

Link zu Monolith Games auf Facebook (externer Link in neuem Tab)

In den kommenden Tagen werden noch weitere Rückblicke zu Spielen von der „Spiel“ 2014 folgen.
Den Einführungsartikel zu der Reihe findet ihr hier. (klick mich)

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Spiel 2013 Sa. & So.

Dieses Jahr habe ich drei von vier Tagen der SPIEL besucht.
Den Donnerstag habe ich bereits in einem anderen Artikel zusammengefasst.
Hier nun ein kurzer Überblick über Samstag und Sonntag.

(Die Fotos sind leider nicht so toll geworden, da ich nur mit dem Smartphone unterwegs war.)

Halle3

Samstag war ich hauptsächlich als Helfer für den Stand des Verlag Martin Ellermeier auf der SPIEL.
Dort gab es neben der neusten Ausgabe des Tabletop Insider vor allem Dropzone Commander zu sehen. Neben einem tollen Diorama mit beleuchteten Hochhausmodellen gab es einen Tisch mit dem Cityscape-Pappgelände für Testspiele.
Da wir genug Leute waren hatte ich trotzdem viel Zeit über die Messe zu wandern und Spiele anzutesten.
Sonntag war ich dann nocheinmal privat dort und half beim Verlag Martin Ellermeier noch beim Abbau.

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Unter anderem konnte ich Admirals Order probespielen.
Admirals Order ist eine, in liebevoller Handrbeit hergsetellte Seeschlacht-Simmulation in der Zeit Napoleons. Ein Spieler steuert die französischen Schiffe, der Gegner die Engländer.
Um über die Hexfelder zu navigieren benötigt man die passenden Handkarten, die einem erlauben sich in oder aus dem Wind zu drehen, mehr Segel zu setzen oder im Kampf besondere Geschütze abzufeuern.
Bei dem Design des Spiels wurde viel Wert auf die Historie gelegt. Die Flotten sind nach den historischen Vorlagen zusammengestellt und die einzelnen Schiffe tragen die Namen ihrer großen Vorbilder. Die kleinen Holzmodelle tragen tatsächlich die Namen auf den Seiten eingebrannt. Die Szenarios richten sich nach tatsächlich stattgefundenen Auseinandersetzungen. Im Testspiel wurde ein französisches Schiff, dass sich angeschlagen von Irland aus in die Heimat bewegte, von zwei kleinen britischen Schiffen gestellt. Ziel des Franzosen war es über eine festgelegte Spielfeldkannte zu entkommen während die Briten ihn daran hindern mussten. Der Franzose entkam in dieser Partie, da die britischen Seeleute nicht schnell genug wenden konnten um ihm nachzusetzen.
Das Spielmaterial verdient bei diesem Spiel besonderes Augenmerk. Die kleinen Schiffchen werden in einer korkgepolsterten Holzschatulle aufbewahrt. Wenn die Masten der Schiffe zerstört werden nimmt man sie eifnach aus den Rümpfen. Auch der Rest des Spiels wirkt sehr hochwertig.
Mit der Trafalgar Erweiterung lässt sich auch diese berühmte Seeschlacht nachstellen. Dafür soll man aber dann schon ein Wochenende einplanen.
Soviel Holz und Handarbeit in Deutschland hat allerdings auch einen Preis. Das Grundspiel kostet 148€ die „Trafalgar Edition“ Erweiterung 98€.
Derzeit ist das Spiel ausverkauft und muss vorbestellt werden.

AdmiralsOrder

Rampage ist ein Familienspiel bei dem es nicht um große Strategie sondern eher um Fingerfertigkeit geht.
Jeder der bis zu vier Spieler steuert ein hölzernes Monster über das Spielfeld, dessen Ziel es ist möglichst viele Punkte zu sammeln. Dies macht man, indem man Gebäude einreißt, Meepel (die Spielfigürchen) frisst oder anderen Monster die Zähne ausschlägt.
Die Monster werden über das Spielfeld gesteuert indem man die Holscheibe, die die Füße des Monster symbolisieren, über das Spilfeld schnippt. Bleiben diese auf dem Bürgersteig um eines der Häuser stehen, darf man sein Monster auf das Haus fallen lassen. Jede Etage auf der dann nichts mehr steht wandert in den Besitz des Spielers. Weitere Möglichkeiten Zerstörung zu säen sind das Umpusten der Gebäude oder Gegner. Dafür legt der Spieler sein Kinn auf den Kopf des Monsters und pustet einfach. Die Monster dürfen auch Autos gegen Häuser oder andere Monster werfen. Am Ende des Zuges darf das Monster so viele Meepel fressen, wie in seinem Bereich des Spielfeldes liegen und wie es noch Zähne hat. Über Aktionskarten, die zu Beginn des Spiels ausgeteilt werden, kommen noch mehr Optionen hinzu.
Das Spiel endet, wenn alle Gebäude eingerissen sind und jeder Spieler noch einmal an der Reihe war.
Das Spiel macht Spaß ist aber leider nur für bis zu vier Spieler. Fraglich ist auch, wie lange die Spielmaterialien durchhalten.

Rampage
Auf dem Bild ist die extra große Demo-Version des Spiels zu sehen

Das Brettspiel Escape ist im Tabletop-Universum von Eden angesiedelt. Die Charaktere die man in Eden per Maßband über das postapokalyptische Tabletop-Gelände schickt müssen in diesem Brettspiel über Spielfelder aus einem Forschungsbunker entkommen. Das Spiel spielt sich recht einfach. Jeder Charakter hat bestimmte Werte und Fähigkeiten, die ihm im Kampf Vor- und Nachteile bringen. Die Miniaturen sind typische Tabletop-Modelle, die man selber anmalen kann.
Das Spiel wurde über Kickstarter finanziert und befindet sich teilweise noch in der Entwicklungsphase. Die modellierten Türen auf dem Bild sind Teil der Kickstarter Kampagne gewesen und werden so nicht im Einzelhandel im Spiel enthalten sein.

Escape

Warteschlange ist ein polnisches Spiel, dass im Polen der 80er Jahre zur Zeit der Planwirtschaft spielt. Jeder darf die Waren kaufen, die er zum Leben braucht, allerdings gibt es immer zu wenig. Deshalb hat sich eine Kultur des Schlange-Stehens ausgebildet. Jeder Spieler hat eine Einkaufsliste und fünf Familienmiglieder, die sich durch Aktionskarten einen guten Platz in den Schlangen vor den Läden erkämpfen müssen. Werden zu wenig Waren geliefert oder steht man zu weit hinten bleibt einem immer noch die Möglichkeit auf dem Schwarzmarkt an die benötigten Sachen zu kommen. Das Spielprinzip wirkt simpel aber unterhaltsam. Die Aufmachung und Verpackung ist wirklich gut. Dem Spiel liegen Regelhefte in mehreren Sprachen bei. In den Heften finden sich auch Aufkleber in der entsprechenden Sprache, die man über die Textfelder der Aktionskarten kleben kann. In dem Regelheft sind zudem historische Fotos der polnischen Zustände und Informationen zur Realität in der kommunistischen Planwirtschaft der 80er Jahre. Die Grundstimmung des Spiels wirkt eher heiter-zynisch als bedrückend, wie die Realität vermutlich war.

Warteschlange

Dieses Jahr war leider die Zahl der LARP Händler weiter gesunken. Gerade kleinere Handwerker wie Rüstungs- und Waffenbauer waren so gut wie nicht vertreten. Groß war nur der Stand von Mytholon. Dazu kamen Händler die Fantasy-Zubehör verkauften, etwa Kleidung, Schreibfedern usw. nicht alles unbedingt auf LARP beschränkt.

In der Zeichnerallee traf ich einige Bekannte und kaufte Comics, die ich mir direkt signieren ließ.

Auf diesem Bild seht ihr meine Ausbeute der SPIEL 2013. Teils gekauft, teils geschenkt bekommen, teils gewonnen.

Ausbeute

Ich hatte dieses Jahr eine wirklich tolle SPIEL. Nur die Hallen fand ich nicht so schön. Ich hoffe nächstes Jahr findet die MEsse wieder in den anderen Hallen statt.

Was waren eure Highlights, was habt ihr euch gekauft, was fandet ihr nicht so gut? Teilt eure Meinung in den Kommentaren.

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Spiel 2013 Tag 1

Gestern startete die diesjährige „Spiel“.
Schon am ersten Tag waren die Hallen engenehm gefüllt und die Spieltische unter Dauernutzung. Bereits kurz nachdem die Hallen sich um 10 Uhr für das Publikum geöffnet hatten kamen die ersten Leute mit Taschen und Sackkarren voller Spiele wieder heraus, um ihre Einkäufe zum Auto zu bringen.

Die neue Aufteilung gefällt mir perönlich nicht so gut. Anstatt in vielen kleinen Hallen ist die Messe auf drei große aufgeteilt. Dadurch sind die Hallen etwas unübersichtlich geworden und man kann sie sich nicht mehr so gut einteilen.
Insgesamt konnte ich vier Spiele antesten.

Pegasus veranstaltet dieses Jahr wieder die Trolljäger Quest zum Tabletop/Rollenspiel Hybrid „Quest„. Dabei ist man in den Messehallen per Smartphone auf der Jagd nach QR-Codes, die einen, wenn man die entsprechende Ap auf das Phone geladen hat, mit Ausrüstung für den Charakter versorgen.
Fühlt man sich gerüstet genug um den Kampf gegen den Troll anzutreten, kehrt man zum Pegasus Stand zurück und bekommt einen Charakter mit der gefundenen Ausrüstung und tritt gegen das Monster an.
Dieses Jahr spielt man allerdings nicht auf einem einfachen Spielfeld sondern auf einem großen Touchscreen, der die Charaktere und deren Ausrüstungskarten erkennt und auch noch das Würfeln für einen übernimmt.
Stellt man die Figur auf den Bildschirm erscheinen neben der Figur Aktionssymbole, die sich durch Berührung aktivieren. Wählt man beispielsweise Bewegung erscheint um die Figur herum ein Radius in dem man den Charakter neu positionieren darf. Für ausgeschaltete Gegner erhält man Schätze, die man am Schluss gegen Quest Einsteigerabenteuer und andere Preise eintauschen kann. Mein Hauptpreis war ein Quest Charakter von den Shakes & Fidget Machern inklusiver signierter Ausrüstungskarte.

Quest

Ebenfalls bei Pegasus gibt es das Brettspiel zum Roman „Die Zwerge“ jetzt als Sonderausgabe inklusive bemalter Spielfiguren, was es letztes Jahr nur in Verbindung mit der limitierten Ausgabe gab.

Die_Zwerge

Bei dem Spiel „Vikings“ (Vertrieben vom Heidelberger Spieleverlag) steuert man eine Wikingermannschaft durch nordische Gewässer um die Frauen der anderen Dörfer zu rauben.
Damit man sich dabei nicht ganz so schlecht vorkommt sehen die Frauen eher nach willigen Opfern aus, deren Biografie sich vermutlich wie die der Mädchen von Seite 1 lesen würde.
Die Schiffe steuert man per Windkarten, von denen man sechs auf der Hand hat, durch die Gewässer. Dazu kann man sein Schiff mit Helden aufwerten, die Boni geben. Leider nehmen diese den Frauen den Platz auf dem Schiff weg und mann muss sich entscheiden ob man lieber eine starke Mannschaft oder viel Platz für Beute haben will. Zwischendruch kommt es noch zu Konflikten mit einer umherstreifenden Seeschlange und den anderen Drachenbooten, bei denen auch mal die Frauen ihren Besitzer wechseln können.
Alles in allem sind die Regeln dieses schon recht sexistischen Spiels schnell gelernt. Das Spielprinziep ist nicht kompliziert, daher leider auch nicht allzu tiefgehend.

Viking

King of Tokyo“ ist ein lustiges Würfelspiel um riesige Monter, die Tokyo plattmachen wollen.
Jeder Spieler darf in seinem Zug bis zu drei mal die sechs Würfel werfen und sich die besten Symbole rauslegen. Je nach Symbol erhält man Siegpunkte, Energie, Lebenspunkte oder verteilt Schläge an die anderen Monster.
Das Monster, das in Tokyo steht erhält jede Runde die es dort ist zwei Siegpunkte hinzu, muss aber ordentlich Schläge einstecken. Gewonnen hat der Spieler, der als erster 20 Siegpunkte erreicht hat. Für die grünen Energie-Würfel, die man durch die Blitz-Symbole erhält, kann man sich Ausrüstung kaufen.
Das Spielprinzip ist wirklich simpel macht aber trotzdem Spaß. Gerade als kleines Spiel zwischendruch oder um die Stimmung beim Spieleabend anzuheitzen scheint das gut geeignet.

KingofTokyo

Im Spiel „Cosmic Empires“ von Innovative Games Creation, übernimmt man das Kommando über eine Raumflotte und erkundet den Weltraum. Zu Beginn sind die Weltraumfelder noch verdeckt und man fliegt quasi blind in den Raum. Dabei kann man auf leeren Raum, Planeten, Asteroidenfelder, Raumstationen, Piraten oder das schwarze Loch treffen.
Jeder Spieler wählt zu Beginn des Spiels eine seiner drei Auftragskarten geheim aus. Diesen Auftrag muss man erfüllen, um das Spiel zu gewinnen. Aufträge können zum Beispiel sein, dass man eine gewisse Anzahl Planeten beherrschen muss. Um ihre Ziele zu erreichen bauen die Spieler ihre Flotten aus und rüsten ihre Schiffe mit Schilden und zusätzlicher Bewaffnung aus. Neben den eigenen Hauptmissonen gibt es auch noch offene Aufträge, die von allen Spielern gleichzeitig abgearbeitet werden können und Boni geben oder einem zu anderen Vorteilen verhelfen.
Das Spiel ist hübsch aufgemacht und das Spielprinzip interessant. Durch Einschränkungen in der Beweglichkeit der Flotte und manchmal zähen Kämpfen
kann sich die Situation allerdings etwas festfahren. Wer sich für ein Besiedlungs- und Aufbau-Weltraumspiel interessiert sollte Comsic Empires am besten selber einmal testen um zu sehen, ob es das bietet, was man erwartet.

Space

Bei den Tabletop-Spielen gibt es auch einiges zu entdecken.
Unter anderem hat Mantic Games die ersten Prototypen des Mars Attacks Kickstarters ausgestellt und Gale Force Nine zeigt neue Modelle für Dungeons and Dragons und Dust.

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DundDGF92

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Spiel 2013

Vom 24. bis 27. Oktober 2013 findet wieder die „Spiel“ und „Comic Action“ in der Messe Essen statt.

Der offizielle Trailer:

Die Internationalen Spieltage SPIEL – die weltweit größte Publikumsmesse für Gesellschaftsspiele – bieten ihren Besuchern eine einmalige Möglichkeit, sich umfassend über das gesamte nationale und internationale Spieleangebot zu informieren.

Die COMIC ACTION, die im Rahmen der SPIEL stattfindet, gibt einen ausführlichen Überblick über den in- und ausländischen Comic-Markt.

Dieses Jahr findet Messe in anderen Hallen statt, da die üblichen Räumlichkeiten umgebaut werden. Achtet also bei der Anfahrt auf geänderte Beschilderung und andere Eingänge als üblich.

Quelle:
Merz-Verlag (externer Link in neum Tab)

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