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500. Post LARP O’Rama Drama II

YAY! Es ist wieder an der Zeit ein 100er Jubiläum zu feiern! Inzwischen sind über 500 Beiträge auf meinem Blog versammelt! Und auch diesmal soll die Tradition der O’Rama Dramas fortgesetzt werden. Dieses O’Rama Drama sollte eigentlich ein Tabletop O’Rama Drama werden, allerdings komme ich gerade nicht dazu meine Miniaturen vernünftig zu knipsen. Heben wir uns das doch für den 600. Post auf.

Also dann, tretet ein ins LARP O’Rama Drama um meinen 500. Eintrag auf diesem Blog zu feiern!

Das Thema heute: Gewandungen im Wandel der Zeiten.

Dabei habe ich mal meine Archive durchforstet und geschaut, wie sich meine Gewandungen über die Zeit entwickelt haben.
Dabei habe ich festgestellt, dass ich dem Hobby LARP seit 2005 fröne. Zuerst einmal ein halbes Jahr nur als NSC und dann ab Silvester 2005 auch als SC.
Meine ersten Bilder vom LARP sind sogar noch analoge Fotos.

Begleitet mich auf einer Zeitreise durch meine LARP-Vergangenheit und stellt fest, dass meine Gewandungen so ihre Hochs und Tiefs haben und ich immer hübscher werde. (RRRAW!)

Der erste Spielercharakter war dann ein Satyr. Warum Satyr? Ich war jung, wild und neu in der LARP Welt. Und ich konnte mit dem Charakter Hörnchen tragen. (WEEEEEEEEEEEE!) Das Foto stammt von Silvester 2008. Das ist schon das dritte paar Hörnchen und ich trage nicht meine geile (weil selbstgemachte) Rüstung. Aber egal. So sah ich damals aus, vor nunmehr etwas mehr als fünf Jahren. Na, wer weiß wo das Foto gemaht wurde?

Im Jahr darauf machte ich meine ersten Erfahrungen im Endzeit LARP. Bisher war es auch meine letzte Berührung mit diesem Genre. Auf dem Foto bin ich ein NSC bei einer Endzeit Taverne in Köln. (nein, die von Twilight gab es da noch nicht)

Wieder 2009, ein paar Monate und viel Arbeit später: Mein Auftritt als Wach-Ork auf dem ersten Zeit der Legenden. Eine halb NSC Rolle. Blöderweise gab es nur zwei Wächter-Orks, da alle anderen „Profi“-Orkspieler das Konzept des damaligen ZDL nutzten um mal aus ihrer normalen Kämpfer-Ork Rolle rauszukommen.
Ich war kein guter Ork und bin seitdem auch nie wieder dazu gekommen Ork zu spielen.
Wer sich über das viele Rot in der Ork-Gewandung wunder: Rot war die Erkennungsfarbe der Wachen.

Immernoch 2009: Das erste Epic Empires. Diesmal war ich als Aufbauhelfer der Anderswelt unterwegs und habe mir dafür einen spanisch angehauchten Charakter gebastelt. Und dank René entstand das wohl epischste Foto meiner LARP-Laufbahn. Das kann eigentlich nur noch durch einen Ritt auf einem Drachen übertroffen werden.

Ja, irgendwann bändelte ich dann mit der Fuchsberger Garde an. Die Fuchsberger Garde ist eine leicht militärisch strukturierte IT Gruppe aus Mitgliedern des Morkan e.V.
Da es der Truppe an fähigen Heiler fehlte kam mein Charakter Luther Olafson ins Spiel. Vermutlich der faulste Heiler vor dem Herrn, der für seine Rolle als Heiler viel zu oft in der ersten Schlachtreihe steht. Leider gibt es von dem Charakter kaum Bilder und schon gar keins in Rüstung.
Gewandungstechnisch treibt dieser Charakter leider seit ein paar Jahren auf so einer Welle von „Ja, gerne mehr Authentisch aber für dieses Mal doch nochmal die Schnürlederhose.“, herum – meh.
Das Foto stammt aus dem Jahr 2010.

Und nun, in der Gegenwart angekommen, meine aktuelle Gewandung meines neusten Charakters: Torstorske Faenwulfson, Thorwaler.
Was gibt es besseres, wenn man einen Fantasy Wikinger spielen will, als einen Thorwaler?!
Besonders stolz bin ich auf bei der Gewandung darauf, dass der Großteil selbstgemacht ist. Was ist auf dem Bild nicht selbstgemacht? Mütze, Schwert, Unterhemd, Dolch und Socken. Sogar IT Boxershorts habe ich selbst genäht! Damit es nicht so doof aussieht, wenn man doch mal oben ohne rum rennt und der Unterhosenbund zu sehen ist. Selbst bei nem Schotten wirken da Karos blöd, von Armani ganz zu schweigen.
Wie geht’s weiter? Als nächstes plane ich einen dicken Gürtel für den Charakter und eine Leinen Untertunika. Und im Laufe der Zeit sollen noch Verzierungen an die Gewandung.
Vielen lieben Dank an dieser Stelle an Nadine, die das Foto geschossen hat!

Das war’s von meiner Seite aus für dieses Mal mit dem O’Rama Drama

Wie sieht es denn bei euch aus? Wie haben sich eure Gewandungen über die Jahre entwickelt? Plant ihr erst gerade mit LARP zu beginnen oder könnt das alles gar nicht nachvollziehen? Eure Meinung interessiert mich!

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400. Post: Actionfiguren O’Rama Drama

Jeah! Es ist geschafft. Ich habe die Marke von 400 Posts in diesem Blog überschritten. Da ich in den vergangenen Wochen sehr beschäftigt war (und bin), kam leider nicht mehr so viel. Trotzdem sind das rund 380 Posts mehr als ich mir zu Beginn zugetraut hätte.
Mit den „feierlichen“ O’Rama Dramas (die Bedeutung des Begriffes muss noch herausgefunden werden) gebe ich einen kleinen persönlichen Einblick in meine Hobbys und Interessengebiete.

Diesmal dreht sich alles um Actionfiguren und Designer Toys.

ToyGruppenbild

Auf dem Bild ist das zu sehen, was hier so an Actionfiguren als Dekoration rum steht. Wer kann die Figuren zuordnen?

Actionfiguren, warum Actionfiguren?
Actionfiguren sind vermutlich eines der von Kinder meist geliebten und von Eltern und Pädagogen meist verachteten Spielzeuge, direkt nach Videospielen.
Wenn ich an meine Kindheit zurückdenke, kann ich meine Eltern da natürlich auch ein Stück weit verstehen. Meine ersten Actionfiguren waren Masters of the Universe Charaktere. Als ich alt genug dafür war gab es die neue Edition in den Spielzeugläden und die alten in Massen auf Flohmärkten. Genau wie bei Barbie Puppen für Mädchen zeigen die Masters Figuren ein völlig verzerrtes und klischeehaftes Männerbild. Muskeln, die einen Arnold Schwarzenegger blass aussehen lassen und als Accessoires martialische Waffen und Rüstungen um in einer feindlichen Welt zwischen Science-Fiction und Sword an Sorcery bestehen zu können. Erzfeind von He-Man und seinen Freunden war Skeletor, ein machtgieriger Magier mit Totenkopf zwischen den Schultern und nicht minder muskulös.
Bei solchen Rollenvorbildern konnte einer ganzen Generation von Kindern ja nichts anderes übrig bleiben als zu gewaltbereiten Bodybuildern heranzuwachsen.
Glücklicherweise kam es doch anders – zumindest in den meisten Fällen.

Für mich waren Actionfiguren Mittel zum Zweck um spannende Geschichten zu entwickeln und meine Fantasie spielen zu lassen. Der Fußboden wurde zu Oberfläche fremder Planeten, Bücherstapel zu Gebirgen und Regale zu mächtigen Festungen.
Da ich kaum die entsprechenden Serien zu den ganzen Spielzeugreihen geschaut habe, war ich in meiner Vorstellung vermutlich freier und habe wild alle möglichen Figur-Universen miteinander kombiniert. Besonders toll fand ich damals die M.A.S.K. Spielzeuge. Figuren in Fahrzeugen, die sich in noch coolere Fahrzeuge verwandeln und kleine Plastik-Raketen abschießen konnten. Damit war ich immer der King beim Spielzeug-Mitbringtag im Kindergarten. Masters of the Universe und M.A.S.K. machten damals meinen Hauptbestand an Action-Spielzeug aus. Dazu kamen einzelne Figuren aus anderen Reihen, etwa Transformers, Turtles oder Batman. Vieles wurde gebraucht auf Flohmärkten vom eigenen Taschengeld gekauft, neue Sachen gab es dann zum Geburtstag oder zu Weihnachten. Rückblickend kann ich aber nicht mehr sagen, ob ich öfters mit Action-Figuren oder LEGO und Playmobil gespielt habe.

Irgendwann brauchte ich dann natürlich Geld (und Platz) um mir andere Sachen kaufen zu können. Vieles wurde auf Flohmärkten wieder verscherbelt. Später dann auch über eBay. Es kam nicht selten vor, dass gerade erhaltenes Geld drei Stände weiter wieder für neue Figuren drauf ging.
Ein paar Figuren wurden aber trotzdem in Mottenkisten aufgehoben.
Dann kam erstmal lange Zeit nichts, bis ich alt genug war um alleine in Comic Läden zu gehen, die sich ja traditionsgemäß aus Kostengründen eher in den etwas halbseidenen Gegenden der Großstädte ansiedeln – natürlich gibt es auch Ausnahmen und es verschiebt sich natürlich mit den Jahren.
Dort fand ich neben Comics und Magic Karten auch McFarlane Figuren (externer Link in neuem Tab). Die Figuren beeindruckten mich durch ihre Details und akkurates Aussehen. Meine erste Figur davon wurde ein Charakter aus der Anime Reihe Tenchi Muyo, später kam dann Uma Thurman als Braut aus Kill Bill dazu. Leider sind die McFarlane Toys eher Statuen als Spielzeuge. Sie haben zwar Gelenkstellen sind aber eigentlich dazu geschaffen starr auf ihren Sockeln zu verharren oder mit anderen Figuren zu Dioramen aufgebaut zu werden.
Nach den McFarlane Toys kam wieder lange Zeit nichts, bis ich mit Streetart und Designer Toys in Kontakt kam.

Die ersten Designer Spielzeuge nahm ich in Skateboard-Läden wahr. Für Spielzeug schienen mir die Preise absurd hoch und es blieb dabei, dass ich mir die Figuren im Schaufenster anguckte.
Mit der Sozialisierung von Streetart, die ihren Sprung von Gebietsmarkierungen durch Tags und purem Vandalismus zu sozialkritischer Kunst, die man in Galerien kaufen kann, geschafft hat, kam auch eine Schwemme von Designer Toys. Dadurch, dass Streetart-Künstler zu Popkultur-Stars avancierten wurden ihre Namen in der Öffentlichkeit bekannt und durch Reproduktion ihre Kunst den Massen zugänglich. Für hippe urbane Menschen scheint Streetart im Wohnzimmer zu haben genauso ein Statussymbol zu sein wie ein iPhone, Fixed-Gear Fahrrad und teure Spiegelreflexkamera. Irgendwie schaffte es die Industrie diese Tendenzen aufzugreifen und Vinylspielzeuge für die Massen zu produzieren. Der Hersteller Kidrobot (externer Link in neuem Tab) lädt Künstler ein die Standartformen der Figuren auf ihre Art und Weise zu interpretieren und wirft diese Editionsweise auf den Markt. Große Figuren können direkt ein kleines Vermögen (aus Sicht eines Studenten) kosten, kleine Figuren gibt es für rund 10€. Die Krux an der Sache ist, dass diese kleinen Figuren in „Blind-Boxen“ verpackt sind. Der Käufer weiß also nicht, welche Figur er bekommt, womit die Sammelleidenschaft einiger Leute angesprochen wird. Um die Sache auf die Spitze zu treiben sind nicht alle Figuren gleich oft vertreten.
Was fasziniert mich jetzt an Designer Toys?
Zum einen natürlich die Designs. Viele der Figuren sind wirklich witzig und interessant gestaltet. Interessant finde ich auch die Idee hinter den Do-It-Yourself Figuren. Also Blanko-Figuren, die man selber gestalten kann. Dazu kommt, dass es die Figuren Customizing Szene sich viel an den Vinyl Figuren verschiedener Hersteller bedient um sie umzugestalten.
Von den Designer Toys ist es dann kein großer Schritt mehr zu Bootleg-Toys. Bootleg bezeichnet ursprünglich illegal mitgeschnittene Alben von Live Konzerten und stammt aus der Zeit der Vinyl Schallplatten.
Bootleg Toys sind Neukreationen aus Teilen, die von anderen Figuren abgegossen wurden. Galionsfigur der Szene ist Supersucklord (externer Link in neuem Tab), dessen rosa Stormtrooper wohl seine bekanntesten Kreationen sind.

Von den Streetart und Lowbrow Desinger Toys wieder zurück zu „echten“ Spielzeugen.
Als echte Actionfigur gilt für mich heute eine Figur, mit möglichst vielen Gelenken, die ich in möglichst realistischen Posen aufstellen kann. Mein Interesse liegt nicht nur beim Design sondern auch beim technischen Stand der Figur. Als ich auf ThreeA (externer Link in neuem Tab) und deren Figuren gestoßen bin war es in der Hinsicht eine kleine Offenbarung. Die Figuren im Maßstab 1/6 (was etwa Barbie Größe ist) weisen viele Details und extrem gute Beweglichkeit auf. Noch faszinierender sind da die ThreeA Figuren im 1/12 Maßstab. Im vergleich zu ihren großen Schwestern und Brüdern büßen diese kaum an Details und Beweglichkeit ein. Man kann sie in fast naturalistische Posen arrangieren. Ein Review zu einer 1/12 Figur von ThreeA findet ihr hier.

Wie geht es weiter mit meinen Actionfiguren?
Hier stehen immer noch halbfertige DIY Vinylfiguren rum, ich würde gerne mal Figuren umbauen und meine eigenen Ideen umsetzen vielleicht auch mal Bootleg Figuren gießen. Aber das sind alles Pläne, für die ich erst einmal zeit finden muss. Leichter ist es da schon, die eigene Sammlung durch Einkäufe zu vergrößern. Aber das geschieht auch eher sporadisch. Vielleicht habe ich ja irgendwann mal das Geld übrig um mir eine Hot Toys (externer Link in neuem Tab) Figur zuzulegen.

TL;DR
Actionfiguren sind toll, sie dienen als Anregung zu fantastischen Geschichten, sie sind nostalgische Kindheitserinnerung und Kunstobjekt.

Ich hoffe dieses O’Rama Drama hat euch gefallen.
Die O’Rama Dramas zum 200. Und 300. Post findet ihr hier und hier.

Wenn ihr noch Fragen und Kommentare loswerden wollt könnt ihr das gerne hier tun.
Für das nächste O’Rama Drama such ich noch nach Ideen.

Dieser Blog hat zwar keinen Donate-Button aber ich habe eine Amazon-Wunschliste (externer Link in neuem Tab) 😉

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