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Rezension: Kampf um den Arkenstein

Pegasus Spiele waren so nett, mir ein Rezenionexemplar von „Der Hobbit – Die Schlacht der fünf Heere: Kampf um den Arkenstein“ zu schicken. Ich hab’s zum Spieltreff mitgenommen und mit kritischem Geist gespielt.

Kampf_um_den_Arkenstein

Spielinhalt

Das Spiel
Bei Kampf um den Arkenstein versuchen sich zwei bis vier Spieler durch Taktik, Bluff und ein wenig Glück im Gerangel um den kostbaren Juwel auszustechen.
Kampf um den Arkenstein basiert auf dem sehr erfolgreichen Spiel Loveletter.
Das Spiel besteht aus lediglich 17 Karten und hölzernen Krönchen, um die Siegpunkte zu zählen. Jeder Spieler erhält eine Karte. Jede Karte hat einen Wert von Null bis Acht und eine Sonderfähigkeit. Der Spieler, der an der Reihe ist, zieht vom Nachziehstapel eine zweite Karte und muss nun eine seiner beiden Handkarten ausspielen. Gewonnen hat derjenige, der am Ende die Karte mit dem höchsten Kartenwert auf der Hand hat oder als letzter übrig ist.

Im Spielverlauf können die Schatzjäger dafür sorgen, dass ihre Konkurrenten aus der Runde ausscheiden. Dazu bedienen sie sich der Fähigkeiten der Charaktere. Spielt ein Spieler beispielsweise Smaug aus, darf er raten, welche Karte ein Mitspieler auf der Hand hält. Rät er richtig scheidet dieser aus. Von jeder Karte ist bekannt, wie oft sie im Spiel vorkommt und je länger die Partie dauert desto einfacher wird es, die Karten der Mitspieler zu erraten und die eigenen Siegchancen zu berechnen.
Smaug ist die gefährlichste Karte im Spiel. Sie ist fünf mal im Deck enthalten und der Spieler der sie anwendet geht selber kein Risiko ein. Riskanter ist da schon der Einsatz von Legolas oder Tauriel. Die beiden Elben erlauben es dem aktiven Spieler seine noch verbliebene Handkarte mit der eines Mitspielers zu vergleichen, wobei derjenige mit dem niedrigeren Wert die Runde verlassen muss. Gut wer bis hierhin aufgepasst hat und weiß, dass er die höchste verbliebene Karte im Spiel auf der Hand hält. Gandalf gewährt dem Spieler für eine Runde Schutz vor solchen Attacken. Bard der Bogenschütze erlaubt es, einen Blick auf die Karte eines Mitspielers zu werfen. Dieser ist jetzt in der Zwickmühle: Hat sein Gegenspieler mit Bard eine hohe Karte entdeckt und in der nächsten Runde vielleicht Smaug auf der Hand? Dann muss sich der Spieler zur Sicherheit wohl lieber von der hohen Karte trennen. Blöd nur, wenn es gerade der Arkenstein ist, mit Acht die höchste Karte im Spiel. Dieser hat die unangenehme Regel, dass der Spieler, der diese Karte ablegt, sofort ausscheidet.

Trotz der einfachen Regeln bietet das Spiel eine gute Portion Bluff und Taktik, ohne zu viel Grübelei zu fordern.

Thema und Design
Das Hobbit Thema wurde dem Spiel ein wenig übergestülpt. Verwirrend ist beispielsweise, dass es eine Karte mit dem Titel „Kili der Zwerg und Fili der Zwerg“ gibt. Diese Karte kommt zweimal im Spiel vor. Die beiden Elben Tauriel und Legolas bekamen jeweils eine eigene Karte spendiert, die aber vom Kartenwert und der Funktion exakt gleich sind. Die Elben entsprechen dem Baron im original Loveletter. Da beide Elben aber als einzelne Karten gekennzeichnet sind, bleibt es nicht eindeutig geklärt, ob beim Erraten der Handkarte exakt der Name der Karte oder der Kartenwert bzw. Typ genannt werden muss. Eine eindeutige Klärung in den Regeln fehlt.
Neu hinzugekommen ist die Karte „Der eine Ring“. Sie hat keine Entsprechung in Loveletter. Der Ring hat den Wert Null, erst bei der Endabrechnung zählt er als eine Sieben.
Die Karten sind hochwertig gestaltet. Sie sind größer und stabiler als normale Spielkarten. Die Illustrationen sind stimmig und gut gemacht. Jeder Charakter hat unter dem Regeltext der Karte noch ein kleines Filmzitat stehen. Mir persönlich hat es der Kartenrücken angetan – auf ihm ist der Kartenausschnitt mit dem einsamen Berg abgebildet.
Ein kleiner Fehler ist uns beim Spielen aufgefallen: Auf der Übersichtskarte, die jeder Spieler erhält, steht, dass es Smaug insgesamt viermal im Spiel gibt. Tatsächlich ist die Karte aber fünfmal enthalten, wie es auf den Spielkarten auch korrekt im kleinen Kreis unter dem mit dem Kartenwert vermerkt ist.

Für wen ist das Spiel?
Der Hobbit – Die Schlacht der fünf Heere: Kampf um den Arkenstein ist ein Familienspiel, dass sowohl Gelegenheits- als auch Vielspielern Spaß macht. Es lässt sich schnell erklären und spielen. Die Spieldauer kann beliebig variiert werden, da man in der Regel mehrere schnelle Runden spielt, bis jemand die zuvor festgelegte Anzahl an Siegen erreicht hat.
Das Loveletter jetzt im Hobbit Gewand daherkommt macht das Spiel weder besser noch schlechter. Wer Loveletter bereits hat brauch den „Hobbit-Loveletter“ nicht wirklich. Wem die Aufmachung von Loveletter bisher zu kitschig war, hat nun die Chance ein wirklich gutes Spiel mit weniger Kitsch zu bekommen.
Auf der Pegasus Homepage könnt ihr euch die Regeln herunterladen und vor dem Kauf reingucken.

Krone

Krone

Link: Kampf um den Arkenstein auf der Pegasus Homepage (externer Link im neuen Tab)

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Hobbit Letter Love… wait what?!

Im Spiel Love Letter geht es darum, der Prinzessin einen Liebesbrief zu überbringen.
Die Spieler stechen sich dabei mit den Charakteren ihrer Handkarten aus, bis nur noch einer übrig bleibt. Im Laufe des Spiels werden immer mehr Karten bekannt, was das Erraten der gegnerischen Handkarten erleichtert. Eine Runde ist schnell vorbei und macht Lust darauf, direkt mehrere Partien hintereinander zu spielen.

Love Letter

Der moderne Klassiker: Love Letter

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Beim Hobbit gibts Kronen statt Herzen

Nun bringt Pegasus Spiele eine neu Variante des beliebten Kartenspiels auf den Markt:
Der Hobbit – Die Schlacht der fünf Heere: Kampf um den Arkenstein
Hier versuchen die Spieler nicht einen Liebesbrief zu überbringen sondern an den Arkenstein zu gelangen. Statt dem höfischen Personal aus Love Letter bedienen sich die Kontrahenten der Charaktere aus dem Film. Mit neuen Charakteren und einer Karte mehr sollen auch Loveletter Veteranen beim Kampf um den Arkenstein auf ihre Kosten kommen.

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Der Hobbit Kampf um den Arkenstein

Meine Einschätzung: Kitsch runter, Franchise hoch. Wem das Thema von Love Letter bisher zu kitschig war, sollte dringend mal Kampf um den Akrenstein ausprobieren. Das Spielprinzip von Love Letter ist nämlich wirklich klasse.

Link: Pegasus Spiele (externer Link in neuem Tab)

Bilder: Pegasus

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