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In Essen spielt man – Messerückblick Teil 3

Und der dritte und letzt Teil meines SPIEL ’16 Rückblicks.

Teil 1 und 2 findet ihr hier und hier.

Alles in allem fand ich das Wochenende der SPIEL großartig. Es war zwar voll aber es gab tolle Spiele zu sehen. Einiges an Zeit habe ich natürlich bei meinen Freunden und Kollegen am Stand vom Verlag Martin Ellermeier (externer Link in neuem Tab) gelassen. Dort wurde zusammen mit Hawk Wargmes Dropzone Commander und Dropfleet Commander präsentiert. Natürlich gab es auch den aktuellen Tabletop-Insider und die Mephisto zu kaufen. In beiden sind übrigens Artikel von mir drin. 😉

Was mich ein wenig störte war, dass es einige Verlage gab, die ihren Stand nur nutzten, um Werbung für laufende oder kommende Kickstarterkampagnen zu machen. Es gab also nichts zu kaufen und die Tester wurden auf das Crowdfunding verwiesen. Das bedeutet, dass sich potenzielle Käufer erstens nicht sicher sein können, ob das Projekt überhaupt erfolgreich sein wird, dann ist es zweitens nicht unüblich, dass sich der angepeilte Liefertermin nach hinten verschiebt und dann kommen drittens nochmal Versandgebühren oben drauf. Gerade das Porto aus den USA legt zum Teil eine ordentliche Schippe auf den Preis des Spiels drauf.
Ein Beispiel dafür ist das Conan-Brettspiel von Monolith. 2014 haben wir auf der Messe den Prototypen angespielt (link zum Artikel). Die Boxen wurde diese Woche in Deutschland ausgeliefert. Angepeilt war eigentlich Oktober 2015. O.K., zur Verteidigung: Das Warten hat sich dafür gelohnt. Der Inhalt sieht super aus und die beiden Schachteln des King Pledges sind beide groß und schwer.

Dass es auch andersherum geht, zeigte das Team von Totenstadt (externer Link in neuem Tab). Nach einem gescheiterten Kickstarter haben sie das Zombie-Survival-Kartenspiel trotzdem produziert und es erfolgreich auf der Messe vorgestellt. Das Team war super nett und hatte die Illustratorin des Spiels, Kristina Reigber aka Kaydee, mit am Stand, die Samstag und Sonntag Zombie-Schnappschüsse zeichnete.

Es gab wieder natürlich wieder viele Tabletop-Stände. Sowohl von Weiterlesen

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In Essen spielt man – Messerückblick Teil 2

Weiter geht es mit dem Rückblick zur SPIEL ’16.

Nicht nur die Besucherzahlen waren auf Rekordniveau, auch die Zahl der Aussteller und Neuerscheinungen. Laut Veranstalter zeigten 1.021 Aussteller aus 50 Nationen mehr als 1.200 Spieleneuheiten. Dabei war alles vom Kinderspiel über Tabletop bis hin zum Abendfüllenden Aufbau-Strategiespiel dabei. Mit sechs Hallen und der Galeria war dies auch Flächenmäßig die größte SPIEL. Leider schrumpften die Veranstalter die ComicAction sehr zusammen. Die Zeichnerallee bekam sehr wenig Raum und wurde täglich nur von rund acht Künstlern besetzt. Neben Panini, an dessen Stand auch Signierrunden stattfanden, gab es noch ein paar Illustratoren, die Papier- und Leinwanddrucke verkauften, wenige Comichändler und Shops mit Popkultur-Merchandise wie T-Shirts und Actionfiguren. Auch LARP war kaum vertreten. Mytholon war mit dem üblichen großen Stand vor Ort, ein paar kleine Stände mit Accessoires und Methändler.
Die paar Unannehmlichkeiten hielten mich natürlich nicht davon ab, weiter Spiele anzuschauen.
Zu Teil 1 geht es hier.

Kill Doktor Lucky hat von Truant Spiele eine schicke Neuauflage spendiert bekommen. Der Klassiker des Weiterlesen

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In Essen spielt man

Die SPIEL ’16 ist vorbei, jetzt kommt mein Nachbericht – in mehreren Teilen.

Update 18.10.: Links zu den Verlagen am Ende des Beitrags

Zwei Tage Internationale Spieletage SPIEL ’16 liegen hinter mir. Am Samstag und Sonntag begab ich mich nach Essen im Ruhrgebiet und habe mir ausgiebig Neuheiten angeschaut, Freunde und Bekannte getroffen sowie mir tüchtig die Füße platt gelaufen.
Dieses Jahr ging die Veranstaltung mit einem Besucherrekord zu Ende. 174.000 Spielefans strömten zu den Hallen am Grugapark, so dass die Veranstalter die Tore jeden Tag vor offiziellem Einlass öffnen mussten, um die Foyers zu entlasten. Von den über tausend Neuheiten konnte ich natürlich nur einen Bruchteil sehen. Meine überschaubare Auswahl will ich euch in den kommenden Tagen vorstellen.

Direkt zu Beginn ließ ich mir Weiterlesen

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SPIEL ’16 ab Donnerstag !!!einself!!

Ab Donnerstag wird Essen wieder zur Pilgerstätte für Spiele-Fans aus aller Welt.
Ok, kann man noch Abziehbild-hafter in den Beitrag einsteigen? Ab Donnerstag rollen in Essen wieder die Würfel?
Egal, Fakt ist: Am Donnerstag geht es wieder los:
Die SPIEL ’16 öffnet ihre Pforten für die Besucher. In sieben Hallen stellen internationale Spieleverlage bis Sonntag ihre Neuheiten vor und laden zu Proberunden ein. Zeit- und Ortgleich findet dort die Comic Action statt. Dort präsentieren sich Zeichner und Comic-Verlage. Für viele Nachwuchs-Künstler ist dies eine gute Gelegenheit, ihre Werke anzupreisen und in Kontakt mit Auftraggebern zu kommen.

Öffnungszeiten:
Vom 13. bis 15. Oktober (Donnerstag bis Samstag) sind die Messehallen von 10.00 Uhr bis 19.00 Uhr geöffnet,
am 16. Oktober (Sonntag) von 10.00 Uhr bis 18.00 Uhr.

Die Staffelung der Eintrittspreise für Privatbesucher:
Tageskarte für Erwachsene 13,– EUR
Tageskarte für Kinder (4 bis 12 Jahre) 7,– EUR
Tageskarte Schüler, Studenten, Schwerbehinderte 10,– EUR
Tageskarte für Familien: für max. 5 Personen (max. 2 Erwachsene, Kinder dürfen nicht älter als 12 Jahre sein oder
müssen einen Schülerausweis vorzeigen) 30,– EUR

Dauerkarte für Erwachsene 31,– EUR
Dauerkarte für Kinder (4 bis 12 Jahre) 18,50 EUR
Dauerkarte für Schüler, Studenten, Schwerbehinderte 23,– EUR

Gruppenkarte ab 10 Personen:
Tageskarte für Erwachsene 11,50 EUR
Tageskarte für Kinder (4 bis 12 Jahre) 6,– EUR
Tageskarte Schüler, Studenten, Schwerbehinderte 8,50 EUR
Dauerkarte für Erwachsene 28,– EUR
Dauerkarte für Kinder (4 bis 12 Jahre) 16,50 EUR
Dauerkarte für Schüler, Studenten, Schwerbehinderte 21,– EUR
Quelle: Homepage Merz-Verlag

Link: Merz-Verlag (externer Link in neuem Tab)

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Spiel 2014 Rückblick: Journey

Das Spiel Journey – Wrath of Deamons wurde 2013 von Marrow Productions über Kickstarter finanziert. Damals sind über 425.000$ für das Spiel zusammengekommen.
Die Mitarbeiter von Marrow Productions waren dieses Jahr mit Journey auf der Spiel in Essen, stellten die beeindruckenden Miniaturen vor und gaben Demorunden.
Die Spielrunden waren eher geführte Demonstrations-Szenarien, die dazu dienten die Regelmechanismen des Spiels zu erklären.

Spiel_2014_Journey

In dem Szenario musste der Mönch Tripitaka ein Dämonentor schließen, es sollte die Mysterie-Box aktiviert werden, die Dorfbewohner gerettet und alle Gegner getötet werden.
Das Besondere: In Journey spielt man immer gegen das Spiel und immer mit allen vier Charakteren. Das Spiel lässt sich als Solo-Variante und mit bis zu vier Spielern spielen. Alle Varianten folgen den gleichen Regeln. Die Handlungen der Dämonen werden durch das Regelwerk bestimmt wobei es den Dämonen an erster Stelle darum geht Tripitaka zu töten, da nur dieser die Dämonentore schließen kann und somit die Welt vor den Dämonischen Horden beschützen kann. Unterstützt wird Tripitaka vom Monkey King, Cho Hakkai und Monk Sha. Als Inspiration für Journey diente der klassische chinesische Roman „Reise nach Westen“ aus der Ming-Dynastie.
Jeder der vier Helden hat in der Runde zwei Aktionen wie Laufen, Kämpfen oder mit der Umgebung interagieren. Hinzu kommen besondere Aktionen, die jeder Held für sich hat.
Die Handlungsmöglichkeiten sind sehr umfangreich und komplexer als bei gängigen Dungeoncrawlern. Statt einfach über die Karte zu laufen und alle Gegner zu töten muss man sich gut überlegen, welchen Charakter man zuerst aktiviert und welche Handlungen dieser ausführt. Unser Szenario konnte nur dadurch gewonnen werden, indem der Charakter Monk Sha dem Tripitaka mit seiner Sonderaktion eine zusätzliche Aktion geben konnte, womit dieser dann das Dämonentor verschließen konnte.
Interessant ist die Spielmechanik, dass man, wenn man einen Dämon tötet, sich dafür entscheiden kann seine Seele zu retten. Dies kann zwar dazu führen, dass man es verpatzt und der Gegner erneut vor einem steht, für das Karma der Charaktere ist das aber wesentlich besser.

Journey ist wirklich ein sehr aufwändig gestaltetes Brettspiel, mit tollen Miniaturen, die qualitativ weit über dem bisher üblichen Brettspielstandard, wie etwa bei Descent oder Villen des Wahnsinns, liegen. Die Regelmechaniken und die Handlungsmöglichkeiten ließen Journey in dem Test-Szenario weit ab vom Dungeoncrawler-Einheitsbrei erscheinen.
Demnächst soll offiziell mit der Auslieferung der Kickstarter Exemplare begonnen werden. Auf der Facebook-Seite von Marrow Production kann das Spiel auch schon direkt in Hong Kong bestellt werden. Auf der Messe wurden aber auch Gespräche mit Händlern und Vertriebspartnern geführt, in Zukunft kann Journy also auch in heimischen Läden zu finden.

Link: Marrow Production auf Facebook (externer Link in neuem Tab)

Ein bisschen was soll noch kommen, zur „Spiel“ 2014. Bis dahin könnt ihr euch an den bisherigen Artikeln dazu sattlesen.
Den Einführungsartikel zu der Reihe findet ihr hier. (klick mich)
Den Artikel zum Conan Brettspiel gibts hier. (klick me like one of your hyborian girls)
Einen kurzen Überblick zum Spiel Armymals findet ihr hier. (klick mich, wenn du Eicheln magst)
Ein kleiner Bericht zu Funkenschlag Deluxe ist hier zu finden (klick mich, dass die Funken sprühen)
Das Double Feature zu Go Goblin Go und Boss Monster könnt ihr hier lesen. (click me like one of your pixel girls)

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Spiel 2014 Rückblick: Boss Monster und Go Goblin Go

Heute kommt, nach kleiner Pause, ein Double Feature in der Reihe der Spiel 2014 Rückblicke.

Boss Monster von Brotherwise Games ist ein Kartenspiel, in dem es darum geht Helden in seinen Dungeon zu locken, diese dort drin verenden zu lassen und ihre Seelen zu sammeln.
Wer noch das Computerspiel „Dungeon Keeper“ kennt hat das Spielprinzip bereits jetzt verstanden. 🙂
Genau an Retro-Gamer richtet sich auch die Grafik des Spiels. Wie in einem Sidescroller reihen die 2-4 Spieler ihre Dungeonteile von links nach rechts aneinander. Das Motive sind in wunderbarer Pixel-Art gestaltet.

Spiel_2014_BossMonster

Die Spieler ziehen zu Beginn reihum ein Boss für den Dungeon, der am Ende des Dungeons wartet und die Attacken der Helden überleben muss. Die Kartenhand besteht aus Dungeonräumen und Zaubern. Dungeonräume ziehen den Helden beim durchqueren Lebenspunkte ab und verfügen über zusätzliche Fähigkeiten, die Einfluss auf das Spielgeschehen haben. Beispielsweise geben Räume anderen Räumen der gleichen Sorte zusätzliche Schadenspunkte. Die Zauberkarten sind die Aktionskarten im Spiel. diese können während der Bauphase oder wenn Helden im Dungeon unterwegs sind, gespielt werden.
Jede Runde werden Helden vom Heldenstapel aufgedeckt. Je nach Heldentyp werden diese von den Dungeons angelockt. Kleriker sind auf der suche nach Reliquien, während Diebe eher nach Gold suchen und Krieger sich mit den stärksten Monstern schlagen wollen. Räume und Boss haben entsprechende Symbole auf den Karten. Alle aufgedeckten Helden wandern dann in den Dungeon, der sie am stärksten anzieht. Überlebt ein Held alle Räume fügt er dem Boss Schaden zu. Aufgelevelten Helden, die später ins Spiel kommen, sind schwerer platt zu kriegen. Hat ein Spieler fünf Schadenspunkte von Helden erhalten, scheidet er aus dem Spiel aus. Es gewinnt derjenige, der zuerst zehn Seelen gesammelt hat.
Das Spiel erschien mir in unserer dreier Testrunde sehr glückslastig. Die Handkarten werden zufällig gezogen und die Helden werden zufällig aufgedeckt. Hat ein Spieler zu Beginn schon gute Räume auf der Hand und kann entsprechend viele Helden anlocken steigen seine Siegchancen enorm. Aktionskarten können nur durch Sonderfähigkeiten der gebauten Räume nachgezogen werden, was diese Karten sehr rar macht. Daurch kommt es nicht zu wilden Up- und Downgrade-Orgien wie beispielsweise bei Munchkin, wenn ein Held durch den Dungeon läuft. Boss Monster besticht vor allem durch seinen Videospiel-Humor und seine Retro-Pixelart. Ich denke ein Großteil der Spieler wird Boss Monster einfach schon aufgrund der Aufmachung lieben. Schon alleine die Verpackung, die einer NES Spielverpackung nachempfunden ist lässt Gamerherzen höher schlagen. Die Erweiterung, die die Helden mit zusätzlichen Waffen ausstattet, ist wie eine Game Boy Spielverpackung gestaltet. (Die Erweiterung war nicht Teil des Testspiels.)
2015 soll die deutsche Version von Boss Monster auf den Markt kommen. Ebenfalls für 2015 ist eine App Variante des Spiels angekündigt.

Spiel_2014_BossMonster_close

Link zu Brotherwise Games (externer Link in neuem Tab)

Nachdem sich alle im Foyer neues Popcorn besorgt haben nun zum zweiten Teil:

Go Goblin Go von Twilight Creations Inc war wieder so ein Spiel, das ich deshalb angespielt habe, weil grad ein Platz frei war.
Bei Go Goblin Go wettet man auf drei von neun Goblins und treibt diese auf einen Lava-Abgrund zu. Der erste Goblin, der reinfällt, ist verloren und bringt keine Punkte. Alle anderen werden nach ihrer Position gewertet, der Spieler mit den meisten Punkten gewinnt.

Spiel_2014_GoGoblinGo

Das Spiel lässt sich mit bis zu sechs Spielern spielen. Auf der Spiel habe ich eine schnelle zweier Partie testen können.
Zu Beginn wählt jeder Spieler einen neuner Kartensatz aus und sucht sich aus diesem die drei Goblins heraus, auf die er setzen will. Jede Karte ist zugleich eine einmal einsetzbare Aktionskarte. Zu Beginn halten die Spieler noch geheim, auf welchen Goblin sie setzen wollen. Erst, wenn man eine der Aktionen auf den Karten nutzen will, muss man die Karte offenlegen.
Der Spieler am Zug wirft einen W6. Jedem Goblin sind zufällig zwei Marker mit je zwei Würfelseiten zugeordnet worden. Für jedes passende Ergebnis darf der Goblin um ein Feld vorrücken.
Liegen beispielsweise beim gelben Goblin zwei Marker die 4, 2, 1 und 6 zeigen, dann darf der gelbe Goblin bei einer geworfenen 4 ein Feld auf den drohenden Abgrund zurücken. Läge bei dem Goblin ein Marker mit einer weiteren 4, so dürfte er sogar zwei Felder vor ziehen. Theoretisch! Denn nicht jeder Goblin ist überhaupt motiviert zu laufen, immerhin geht es auf einen gähnenden und heißen Abgrund zu. Auf einer Leiste am Spielfeldrand ist die Motivation der Läufer markiert. Jede Spielfigur hat dort einen Würfel in ihrer Farbe. Wurde ein Goblin bewegt, wandert dieser an das Ende der Reihe. Den Goblin auf der ersten Position zu bewegen ist kostenlos, ab dem zweiten kostet es immer einen Stein mehr, den man ihm an den Kopf wirft. Steine erhält man in Augenhöhe des Wurfergebnisses, wenn man sich entscheidet keinen Goblin zu bewegen.
So treiben beide Spieler die Goblins nach vorne, mit der Absicht ihre drei Läufer möglichst weit vorne zu haben aber doch nicht so weit, dass einer der eigenen über die Klippe fällt. Die Sonderfähigkeiten der Karten sind zwar stark, so lassen sich mit einer beispielsweise die Marker der Goblins vertauschen, doch gibt man dem Gegner damit auch preis, welches einer der Goblins ist, auf die man gesetzt hat. Natürlich kann es dabei auch vorkommen, dass beide auf die gleichen Läufer setzen.
Go Goblin Go ist ein witziges Spiel für zwischendurch, mit hohem Glücksanteil, etwas Bluff und einer Portion „Mensch ärgere dich nicht“. Auf der Spiel durfte man den Preis des Spiels übrigens erwürfeln.

Link zu Twilight Crations Inc. (externer Link in neuem Tab)

In den kommenden Tagen sollen noch ein paar Rückblicke zu Spielen von der „Spiel“ 2014 folgen.
Den Einführungsartikel zu der Reihe findet ihr hier. (klick mich)
Den Artikel zum Conan Brettspiel gibts hier. (klick me like one of your hyborian girls)
Einen kurzen Überblick zum Spiel Armymals findet ihr hier. (klick mich, wenn du Eicheln magst)
Ein kleiner Bericht zu Funkenschlag Deluxe ist hier zu finden (klick mich, dass die Funken sprühen)

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Spiel 2014 Rückblick: Funkenschlag Deluxe

Nach zwei Spielen wo es darum ging, seine Spielpartner aus den Latschen zu hauen (Conan und Armymals) gibt es nun ein klassisches Aufbauspiel: Funkenschlag Deluxe. Funkenschlag von Friedemann Friese, erschienen im 2F-Spiele Verlag, ist inzwischen zwar schon oldy but goldy hat aber dieses Jahr eine „Deluxe“ Neuauflage spendiert bekommen. Die erste Version von Funkenschlag erschien bereits 2001, damals wurden die Stromnetze noch von den Spielern per Hand aufgemalt (und wieder weggewischt). Funkenschlag Deluxe ist bereits die zweite Neuauflage des Spiels. Schon 2004 gab es eine überarbeitete Version, auf der die Deluxe Version basiert. Mit der Deluxe Version wurde das Spiel zum 10jährigen Jubiläum optisch und habtisch ins Jetzt geholt. Für mich ein guter Grund endlich mal diesen Klassiker anzutesten. Was ist Deluxe, an der Deluxe Version? Das Spiel wurde optisch komplett überarbeitet. Der Spielplan ist größer und übersichtlicher. Statt den USA und Deutschland (2004er Version) gibt es nun Europa und Nordamerika. Die Farben sind heller und freundlicher, die Grafiken zeitgemäßer. Es gibt neue Kraftwerke, Erdgas hat Müll als Rohstoff abgelöst. Die Rohstoffsteine sind hübscher gestaltet, so ist Öl beispielsweise ein schwarzer Öltropfen und Erdgas eine blaue Flamme. Das Papierspielgeld wurde durch Plastikchips ersetzt, die leichter zu handhaben und vermutlich langlebiger sind. Hinzugekommen ist ein neuer Zwei-Spieler-Modus. In diesem mischt ein gesichtsloser Großkonzern im Spielgeschen mit und behindert die beiden Spieler. Worum geht’s? Die bis zu sechs Spieler müssen Kraftwerke bauen und Städte an ihr Stromnetz anschließen um diese versorgen zu können. Dies bringt Geld aufs Konto wodurch neue Kraftwerke gekauft und neue Städte ans Netz angeschlossen werden können. Dabei muss der Rohstoffmarkt im Auge behalten werden, denn damit Kraftwerke Strom produzieren können müssen in ihnen Rohstoffe verfeurt werden die ebenfalls Geld kosten. Je rarer ein Rohstoff auf dem Markt ist, desto teurer ist er. Spiel_2014_FunkenschlagDeluxe Die Spieler können zu Beginn wählen, ob sie die Nordamerika- oder Europaspielbrettseite benutzen wollen. Das Testspiel war auf der Nordamerikaseite aufgebaut. Da wir nur zu dritt waren, wurde der Plan verkleinert. Ansonsten hätten wir zu viel Platz gehabt und wären uns beim Bau nicht in die Quere gekommen, was ja den Spielspaß ausmacht. Jeder Spieler erhält zu Beginn ein Startkapital von 50 Elektro, der Spielwährung. Der Kraftwerksmarkt besteht aus vier Kraftwerken, die versteigert werden. Der Startspieler wählt aus, welches Kraftwerk versteigert werden soll. Der Preis des Kraftwerks stellt das Grundgebot dar. Reihum bieten die Spieler auf das Kraftwerk, bis es seinen Besitzer gefunden hat. Nach den Kraftwerken kaufen die Spieler Rohstoffe vom Markt. Die Rohstoffe werden am Ende der Runde von rechts nach links nachgelegt. Stark nachgefragte Rohstoff bleiben dadurch teuer. Haben es alle Spieler beispielsweise auf Kohle abgesehen werden die günstigen Kohlevorräte schnell leerkgekauft werden. In der ersten Spielphase werden pro Runde nur 4 Kohle-Marker aufgefüllt, daher werden die Kohlepreise in der nächsten Runde entsprechend hoch sein. Spiel_2014_FunkenschlagDeluxe_close Nach dem die Rohstoffe gekauft und in die Kraftwerke verfrachtet wurden – ein Kraftwerk kann doppelt so viele Rohstoffe lagern wie es zur Stromerzeugung benötigt – werden die Städte angeschlossen. In der ersten Phase kostet es 10 Elektro einen Verteiler in einer Stadt zu errichten. Will man eine benachbarte Stadt anschließen kostet es den Preis für einen Verteiler plus die Kosten für die Leitungen. Diese lagen in unserem Kartenabschnitt zwischen 6 und 22 Elektro. Jede Stadt hat drei Plätze für Verteiler. In der ersten Phase darf nur auf dem ersten Verteilerfeld gebaut werden, in der zweiten dann auch auf dem zweiten und in der dritten auch auf dem dritten. Jeder Spieler darf nur einmal in einer Stadt vertreten sein. Es ist möglich bereits vom Gegner bebaute Städte zu überspringen, dafür muss man dann allerdings die Netzkosten für beide Abschnitte bezahlen, was sehr teuer werden kann. Als letztes in der Runde wird Strom erzeugt. Dafür werden die zuvor gekauften Rohstoffe in den Kraftwerken zur Energiegewinnung verfeuert. Je nach Effektivität der Kraftwerke kann ein Kraftwerk direkt mehrere Städte mit Strom versorgen. Nur für versorgte Städte gibt es am Ende der Runde Geld. Überschüssige Energie verpufft. Hat man beispielsweise in fünf Städten Verteiler stehen aber nur Kraftwerke die vier und zwei Städte mit Strom versorgen muss man sich entscheiden, ob man lieber nur vier versorgt und weniger Geld erhält oder die fünf mit Strom beliefert und trotzdem die Rohstoffe für sechs Städte bezahlt. Das Spiel gewinnt derjenige Spieler, der am Ende, wenn ein Spieler eine bestimmte Anzahl an Städten angeschlossen hat, die meisten Städte mit Strom versorgen kann. Dies muss nicht zwingend der Spieler sein, der die meisten Städte angeschlossen hat. Hat man sich vorher verkalkuliert und nicht genug Rohstoffe kann es dann schonmal mau aussehen. Alles in Allem ist Funkenschlag Deluxe ein gut gemachtes Wirtschafts-Taktikspiel, das vorrausschauende Planung und eine gute Übersicht über das Spielgeschehen erfordert. Unsere Proberunde ging sehr knapp aus, was wohl für dieses Spiel typisch ist. Dadurch blieb es bei uns spannend bis zur letzen Wertung. Wer sich die kompletten Regeln einmal durchlesen möchte findet diese kostenlos zum Download auf der Seite von 2F-Spiele. (externer Link in neuem Tab, direkt zum PDF Dokument) http://www.2f-spiele.de/ (externer Link in neuem Tab) In den kommenden Tagen werden noch weitere Rückblicke zu Spielen von der „Spiel“ 2014 folgen. Den Einführungsartikel zu der Reihe findet ihr hier. (klick mich) Den Artikel zum Conan Brettspiel gibts hier. (klick me like one of your hyborian girls) Einen kurzen Überblick zum Spiel Armymals findet ihr hier. (klick mich, wenn du Eicheln magst)

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Spiel 2014 Rückblick: Armymals

Auf der „Spiel“ in Essen gibt es immer wieder Spiele, die man nur spielt, weil: „Hey Leute, hier ist ein Tisch frei!“.
Das muss nichts schlechtes sein, oft wird man gerade dann positiv überrascht, wenn man wenig erwartet.
Armymals von Titan Forge Games ist für mich so ein Spiel: Ein quietschbuntes Panzer-Gekloppe mit bis zu vier Spielern.

Spiel_2014_Armymals

Die Existenz dieses Spiels verdanken wir nicht zuletzt einer erfolgreichen Kickstarterkampagne. Pünktlich zur Spiel waren die ersten Exemplare fertig und Titan Forge Games präsentierte und verkaufte das Armymals in Essen.

Ok, es ist bunt, es gibt Tiere und Panzer, worum geht es hier eigentlich??
Das Spiel ist ein Strategiespiel, in dem jeder der Spieler zwei Panzer befehligt und Siegpunkte sammeln muss. Unser Hauptszenario war ein klassisches „Capture the Flag“. Wir spielten, bis ein Spieler acht Punkte hatte. Dabei brachte das Erobern einer gegnerischen Fahne vier Punkte, die Zerstörung eines feindlichen Panzers zwei und Nebenmissionen einen Siegpunkt. Als Nebenmission galt beispielsweise seinen Zug in Kontakt mit zwei gegnerischen Panzern zu beenden.

Achja, die Tiere… Damit das ganze möglichst knuffig und lustig daherkommt sind alle Charaktere niedliche Tiere, die verballhornte Namen bekannter Feldherren und Staatspersonen tragen. Beispiele gefällig? Jaguarus Caesar, Joan D’Sharc, Rammel, Winston Chinchill.. na, rollen sich euch schon die Fußnägel hoch? Kommt, einer geht noch, mein persönlicher Liebling: Narwhaleon Bonaparte. 😀

Zu Beginn wählt jeder Spieler aus drei ihm zugeteilten Charakteren einen Commander und zwei Panzerfahrer. Der Commander kann seine Commander-Fähigkeit nutzen, um die Panzer zu unterstützen, die Panzerfahrer können während des Spiels von ihrer Fahrerfähigkeit gebrauch machen. Jeder Charakter hat sowohl Commander- als auch Fahrerfähigkeiten und kann zu Beginn nach belieben eingesetzt werden.

Reihum starten die Spieler einen Panzer, danach ist der andere Panzer an der Reihe, gespielt wird auf einer Hexfeldkarte mit diversen Hindernissen. Jeder Charakter hat ein Profil, das ihm eine Grundbewegung und Schuss-Reichweite vorgibt.
Zu Beginn des Zugs würfelt der aktive Spieler mit sechs Würfeln. Die Seiten zeigen Ziffern, Drehsymbole, Schusssymbole und Eicheln. Die Ziffern können dazu benutzt werden die Bewegungs oder Schussreichweite zu erhöhen. Drehsymbole erlauben eine Neuausrichtung innerhalb eines Hexfeldes, ansonsten muss für jede 60° Drehung ein Bewegungspunkt ausgegeben werden. Die Schusssymbole geben die Schusskraft an und die Eicheln bringen Eicheln, diese benötigt man um Aktionskarten zu spielen oder die Commanderfähigkeit zu nutzen. Aktionskarten erhält man für Zahlenpärchen.
Hat man einmal gewürfel darf man beliebig viele Würfel zur Seite legen und bis zu zweimal neu würfeln.

Bei uns gings direkt mit ordentlich Krawumm los. Ich scheiterte daran, mir den Weg zur gegnerischen Fahne frei zu schießen, wodurch ich ordentlich Schadensmarker auf meiner Charakterkarte ansammelte. Anschließend gelang es mir irgendwie die Fahne doch noch in meinen Besitz zu bringen und den halben Weg mit ihr zu meiner Basis zurückzulegen, bevor der Panzer dann endgültig hops ging und die Fahne wieder zu ihrer Heimatbasis teleportiert wurde. Zerstörte Panzer gelangen wieder, wie neu, zu ihrer Startposition, dürfen in der nächsten Runde aber nicht kämpfen.
Mein zweiter Panzer versuchte es an einer anderen Basis und wurde ebenfalls auf der Rückfahrt aufgerieben. Die Panzer zu trennen war wohl mein Hauptfehler.
Im Grunde war es ein wildes Gewürfel und eine ziemliche Glückssache, was man sich im Zug erwürfelt. Am Ende wurde nicht eine Fahne erobert, sondern der Sieg durch die meisten Abschüsse errungen. Laut den Titan Forge Mitarbeitern waren wir die ersten, die sich gegenseitig aufgerieben hatten. Alle Spieler vor uns haben einfach die Fahnen gesammelt.

Ich finde das Spiel ist ein lustiges Spiel für Leute, die schon immer Spaß an Games wie „Worms“ oder ähnlichem hatten, die bunten Farben und die lustigen Tiere sorgen dafür, dass man es sogar jemandem unterjubeln kann, der nicht auf militärische Spiele steht. Mit einem zweiten Spiel lässt sich Armymals sogar zu acht spielen.
Die größte Schwäche liegt im hohen Glücksanteil. Gerade wenn sich zwei Panzer Rohr an Rohr gegenüberstehen kommt es nur noch auf die Würfelhand an. Vom Strategiegehalt würde ich dieses Spiel irgendwo zwischen King of Tokyo und Risiko einordnen.
Armymals scheint nach dem ersten Test ein „Gute Laune Spiel“ mit schön gemachten Spielelementen zu sein, dessen taktische Tiefe man nicht zu ernst nehmen sollte.

Link zur Armymals Kickstarter-Seite. (externer Link in neum Tab)

In den kommenden Tagen werden noch weitere Rückblicke zu Spielen von der „Spiel“ 2014 folgen.
Den Einführungsartikel zu der Reihe findet ihr hier. (klick mich)
Den Artikel zum Conan Brettspiel gibts hier. (klick me like one of your hyborian girls)

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Spiel 2014 Rückblick: Conan

Der Redakteur dieses Blogs hat sich von einem postspielokalyptischen Zombie wieder in jemanden verwandelt, der ansatzweise drei Gedanken in sinnvoller Reihenfolge aneinander reihen kann.
Deshalb geht es jetzt endlich los, mit meinen Berichten zu den Spielen der diesjährigen Internationalen Spieltage, die ich anspielen konnte.

Der Anfang mach direkt ein Kraftpaket: Conan von Monolith Games.
Das Spiel befindet sich noch im Prototypenstatus und soll Anfang 2015 über eine Kickstarterkampagne finanziert werden. Deshalb waren die Spielelemente noch nicht in der endgültigen Form in Essen zu sehen.

Unser Team vom Brückenkopf und Tabletop Insider bekam eine extra Runde des Spiels spendiert. Zusammen mit dem Illustrator Florian Stitz, der auch immer mal wieder für den TTI zuständig ist, fanden wir uns zu viert ein, um ein Piktendorf mal ordentlich auf den Kopf zu stellen.

Spiel_2014_Conan

Die Rollen verteilten sich wie folgt: Christian durfte mit Conan die Muskeln spielen lassen, Marcel schlich sich mit dem Diebescharakter Shevata durch die Schatten und ich durfte mit der agilen Valeria beweisen, dass es im Kampf nicht nur auf reine Muskelkraft ankommt.
Florian übernahm die Rolle des bösen Overlords und schickte uns die Pikten auf den Hals.

Für die Helden war das Ziel des Szenarios eine entführte Prinzessin aus dem Dorf zu retten, die Florian geheim in einer der Hütten versteckt hatte, und den Anführer der Pikten zu töten und als Beweis seinen Kopf mit nach Hause zu bringen. Der Overlord wollte das natürlich verhindern.

Jeder Spieler hatte einen Charakterbogen vor sich, auf dem die Grundeigenschaften vermerkt waren, währen der Overlord unsere Feinde in einer Reihe vor sich ausliegen hatte.

Die Helden mussten sich von draussen ins Dorf schleichen und die Hütten durchsuchen, bis sie die Hütte mit der Prinzessin gefunden hatten. Dabei trafen Conan, Valeria und Shevata natürlich auf ungemütliche Pikten, die bekämpft werden wollten.

Um beim Conan-Spiel Würfel für einen Kampf zu generieren oder um weiter als die Grundbewegung zu laufen müssen die Spieler Ausdauerpunkte, hier durch Glassteine dargestellt, auf die entsprechenden Aufgaben auf dem Charakterbogen verteilen. Je nach Eigenschaft gibt es ein unterschiedliches Limit für die Ausdauerpunkte, die man für eine Aktion ausgeben kann. Man sollte nicht alle auf einmal verpulvern, da die Helden auch noch Ausdauer zum Verteidigen brauchen.
Florian als Overlord musste ebenfalls Ausdauer ausgeben, um seine Krieger zu aktivieren. Dabei ist die Einheit, dessen Karte links vor dem Overlord liegt am günstigsten. Wurde sie aktiviert wandert sie ans Ende der Reihe und ist damit die teuerste Karte. Karten können auch mehrmals in einem Zug aktiviert werden, kosten dann natürlich entsprechend Ausdauerpunkte.

Spiel_2014_Conan_Veleria

Conan prügelte sich mit mächtigen Rundum-Schlägen direkt durch mehrere Feinde gleichzeitig, während Valeria sich flink einen nach dem anderen vornahm und ihre Geschwindigkeit ausnutzte.
Der leise und verschlagene Shevata schlüpfte währenddessen unbemerkt an den Feinden vorbei und spähte schnell eine Hütte nach der anderen aus.

Spiel_2014_Conan_Veleria_2

Am Ende des Zuges mussten wir uns entscheiden, ob wir unsere Charaktere aktiv lassen oder denen eine Runde Pause gönnen. Aktive Charaktere regenerieren weniger Ausdauerpunkte, deaktivierte regenerieren mehr, können dafür allerdings nur auf Attacken der Feinde reagieren und nicht aktiv das Spielgeschehen beeinflussen. Der Overlord regeneriert konstant seine Ausdauerpunkte.
Erleidet ein Held Schaden verliert er dauerhaft Ausdauerpunkte und wird dadurch schwächer, bis keine Punkte mehr übrig sind und der Held damit tot oder einfach nur handlungsunfähig ist.

Spiel_2014_Conan_ConanMiniatur

Bald war die Prinzessin von Shetava gefunden und wurde von ihm aus dem Dorf getragen. Damit Shetava nicht unter der Last zusammen brach musste er einen Großteil seiner vorher zusammen gelooteten Ausrüstung zurücklassen. Conan und Valeria entledigten sich noch der restlichen Pikten, besonders den Blockern, die einen Helden auf einem Feld festhalten und erst besiegt werden müssen, bevor man weiterzieht.
So machte Valeria kurz für Conan den Weg frei, der dann mit dem erstrittenen Kopf des Piktenanführers das Dorf verlassen konnte.
Damit war das Szenario für die Helden gewonnen.

Spiel_2014_Conan_RettungPrinzessin

Das Einführungsszenario spielte sich wie eine typische Conan Geschichte. Ins Dorf schleichen, Feinde umbringen, mit der Prinzessin abhauen und noch schnell ein Kopfgeld kassieren. Was so einfach und banal klingt wurde durch das Ausdauersystem ziemlich spannend. Wir mussten uns immer wieder überlegen, ob es sinnvol ist alles auf eine Karte zu setzen und sich komplett zu verausgaben oder doch lieber die Puste für spätere Runden zu sparen.

Obwohl die Spielmaterialien auf der Messe noch einfache Ausdrucke waren und der Overlord seine Kreaturenkarten auf einem Holztablett hin und her schob (welches trotz seiner Laubsägeoptik perfekt für das Spiel geeignet war.) machten die Grafiken ordentlich was her und transportierten das Feeling des Hyborischen Zeitalters.
Die Miniaturen bestanden auf der Messe noch aus Resin und waren sehr Detailreich. In der Kaufversion sollen die Figuren aus hochwertigem Kunststoff gefertigt werden. Die Figur von Conan soll noch einmal komplett neu modelliert werden, damit sie besser zu den Artwors von Illsutrator Adrian Smith passt. Ich hoffe, dass durch das einfachere Material nicht zu viele der tollen details hinterher absaufen.

Wenn ihr das Testspiel aus Sicht von Christian sehen wollt empfehle ich euch den entsprechenden Artikel auf der Seite des Brückenkopfes. (externer Link in neuem Tab)

Link zu Monolith Games auf Facebook (externer Link in neuem Tab)

In den kommenden Tagen werden noch weitere Rückblicke zu Spielen von der „Spiel“ 2014 folgen.
Den Einführungsartikel zu der Reihe findet ihr hier. (klick mich)

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Spiel 2014: Rekapitulation

Und wieder einmal liegen die Internationalen Spieltage und die Comic Action hinter uns.
Die, von allen eigentlich nur „Spiel“ genannte, internationale Messe für Gesellschaftsspiele, Rollenspiele, Kartenspiele und so weiter ist um und ein Haufen neuer Spiele wartet darauf gespielt zu werden.
Ich habe vier anstrengede aber tolle Tege erlebt, Leute getroffen, Spiele gespielt und natürlich eingekauft.

Spiel_2014_Halle2

Ok, eigentlich war ich fünf Tage lang auf der Messe, da ich dem Verlag Martin Ellermeier mal wieder unter die Arme gegriffen habe und bereits am Mittwoch zum Aufbau dabei war. Der Verlag steckt hinter den Print Magazinen Mephisto und Tabletop Insider sowie der Website Brückenkopf-Online. Nebenbei vertreibt der Martin auch Tabletopprodukte, darunter Dropzone Commander. Deshalb bauten Hawk Wargames, die Macher des Spiels, und der Verlag sich zwei Stände nebeneinander und propagandierten das Science-Fiction Spiel. Soviel zu meiner Begründung vier Tage mit Presseticket über die Spiel zu laufen und ab und zu am Stand vorbei zu schauen.

An den vier Tagen hatte ich natürlich die Möglichkeit ein paar Spiele anzutesten, darüber werde ich im Einzelnen dann in den kommenden Tagen berichten.

Ich weiß grad nicht, was ich schreiben soll, mein Gehirn ist immernoch etwas matsche vom Stimmengedröhn in den Hallen, der langen Tage und kurzen Nächte und den vielen Eindrücken, die ich gesammelt habe. Ich werde meine Gedanken für die Einzelberichte ordnen und euch über die kommenden Tage mit Infos zu Spielen und meiner Meinung zu diesen versorgen.

Was mir immernoch am meisten an der Spiel gefällt ist, wie viele Bekannte ich dort treffe und die neuen Kontakte die geknüpft werden. Die Spiel ist nicht nur eine Neuheitenmesse sondern auch ein großes Community-Treffen.
Was ich in diesem Zusammenhang sehr schade finde ist, dass der Bereiche Liverollenspiel (LARP) auf ein Minimum zurück gegangen ist. Spontan fallen mir nur drei Stände ein, die ausschließlich Bezug zu LARP hatten. dann noch ein paar Stände, die ich irgendwo zwischen LARP und Gothic/Fantastic-Fashion einordnen würde. Die Zahl der Gewandeten ist auch krass zurückgegangen. Ich hatte ebenfalls den Eindruck, dass es weniger Kleinverlage gab, die ihre Rollenspielsysteme vorgestellt haben.

Positiv finde ich, dass die Zeichnerallee der Comic Action immer größer wird. Leider wird sie dadurch auch etwas weiter zerstreut. Ich hoffe die Messe kann das im nächsten Jahr etwas besser bündeln.

So, ich bin nur noch ein Tastaturzombie, guckt euch lieber die Bilder an und kommt in den kommenden Tagen nochmal für die Einzelberichte zurück. 😉
(Ich entschuldige mich für die schlechte Bildqualität, ich hatte nur mein altes Smartphone zur Hand.)

Und natürlich das obligatorische Loot-Bild.
Diese bunten Scheiben sind die Visitenkarten von e-Rator, einem Hersteller von gelaserten Spielhilfen, wie Kartendeckhalter und Würfeltürmen.

LootSpiel14

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