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Bier-Quest: Episode 6: Duff Beer

Auf der Suche nach dem Bier für wahre Heldinnen und Helden fiel mir ein Bier mit einem legendären Namen in den Schoß: Duff Beer.
Do I need to say more?

Bier Quest

Bier-Quest: Episode 6: Duff Beer

duff

Gibt es überhaupt einen weltweit bekannteren Biernamen als Duff Beer?
Dieses Lagerbier hat es aus dem TV ins Getränkeregal der Supermärkte (der echten, nicht nur in den Kwik-E-Mart) und des Fachhandels für trinkbare Flüssigkeiten („Der Raum füllt sich mit einer klaren, nicht alkoholischen Flüssigkeit“) geschafft.
Wo kommt diese Dose Duff her? Aus München. Dort wird es von der Duff beverage GmbH gebraut und vertrieben.
Auffällig ist, dass die Firma auf ihrer Website keine Werbung mit den Simpsons macht. Das könnte daran liegen, dass es sich nicht um ein lizenziertes Produkt handelt. Der Fernsehsender Fox hat schon mehrere Duff-Biere, u.a. aus Australien, aus dem Verkehr gezogen und sogar eine Brauerei, die nach dem Familiennamen Duff benannt ist, dazu gedrängt, ihr Produkt umzubenennen.
Ein Urteil zu Duff in Deutschland sagte zu Gunsten der Brauerei aus, dass die Serie in Deutschland zwar einen hohen Bekanntheitsgrad hat, Duff Beer jedoch nicht bekannt genug ist, damit Fox entsprechende Markenrechte gültig machen kann.
Auch entspricht das Logo nicht dem Design aus der Serie. Das australische Duff hatte so eins und eine deutsche Biermarke der Duff Beer UG.

Aber jetzt mal genug vom Hintergrund, her mit der Dose und ab in den Gaumen, der Aufdruck „The Legendary“ verspricht ja einiges.
Und… hmm.. ja.. Ernüchterung macht sich breit. Es ist ein Bier, nicht mehr und nicht weniger. Ohne Besonderheiten, ohne fancy Aromen und eher bitter als erfrischend herb. Mein Geschmack ist es jedenfalls nicht. Vielleicht war auch die Erwartungshaltung zu hoch.

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Daher bekommt Duff Beer von mir nur zwei Questmarker. Lediglich die Dose reißt es raus. Sie ist ein netter Blickfang in der Trophäensammlung des Abenteurers, aber da kann die Dose ja auch verschlossen stehen.
Denkt bitte dran: Die Wertung beruht ganz auf meinen persönlichen Vorlieben. Falls ihr eine andere Meinung zu dem Bier habt, diskutiert gerne in den Kommentaren. Ich nehme auch gerne Vorschläge für Biere, die es zu entdecken gilt, an.

Die Brauerei schreibt auf ihrer Website, dass es auch ein Duff-Craftbier geben soll. Auf dem Bild ist aber lediglich die gleiche Dose wie beim normalen Duff zu sehen. Auch unter den News gibt es nichts zu sehen.
Vielleicht wird das Craftbier ja auch etwas aus Schweden…

Duff, aus Schweden

Link: Duff beverage GmbH (externer Link in neuem Tab)

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Bier-Quest: Episode 4 – Schwarzer Abt

Es ist Freitg, die Kehle ist ausgedörrt von der Arbeitswoche – endlich kann es wieder losgehen zur:
Bier Quest

Episode 4: Schwarzer Abt

SchwarzerAbt

Beim Stöbern im Supermarkt stieß ich auf ein Bier, das auf den Namen „Schwarzer Abt“ getauft war.
Ich dachte mir: Hoppla, da trinkt Edgar Wallace. Wer jetzt auf dem Schlauch steht: Bitte klicken sie hier und folgen dem externen Link im neuen Tab zu YouTube.

Aber zurück aus den schwarz/weißen 60ern und hinein ins spritzige Vergnügen eines modernen Brauprodukts. Das Bier stammt aus der Klosterbrauerei Neuzelle. Vorgelegt wird es in einer 0,5 l Longneckflasche und hat milde 3,9 %.
Es handelt sich, wie der Name schon verrät, um ein Schwarzbier. Der Schaum ist fest, wie beim Guiness, seine Farbe kräftig dunkel, das Bier liegt schwer und cremig im Mund.
Auf der Zunge kommt es ungewohnt süß daher. Vor allem auf der Zungenspitze schmecke ich karamellige Noten. Das Fehlen des Bier-typischen herben Abgangs im hinteren Zungenbereich ist sehr ungewohnt und verwirrend. Es stellt sich das Gefühl ein, als habe der Brauer einfach die Hälfte der Aromen vergessen.
Großer Kritikpunkt ist für mich auch, dass dem Getränk Invertzuckersirup zugefügt wurde.

Das Fehlen der herben Note, die für mich das erfrischende des Bieres ausmacht, lässt den Schwarzen Abt leider zu einem One-Shot werden. Für jemanden, der eher etwas naschen möchte, kann sich eine Probe von dem Klosterbrauereiprodukt allerdings lohnen.
Als Bier zum Abenteuer sehe ich es eher nicht, dafür fehlt die herbe Frische und es schmeckt mir doch zu untypisch, um es mehr als einmal zu genießen.

bierquestrating_2
Daher vergebe ich diesmal nur zwei Questmarker.
Denkt bitte dran: Die Wertung beruht ganz auf meinen persönlichen Vorlieben. Falls ihr eine andere Meinung zu dem Bier habt, diskutiert gerne in den Kommentaren. Ich nehme auch gerne Vorschläge für Biere, die es zu entdecken gilt, an.

Link: Klosterbrauerei Neuzelle (externer Link in neuem Tab)

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Bier-Quest: Episode 1 – Clan

Seit Urzeiten berauscht sich der Mensch nicht nur am Spiel und der Geselligkeit, nein auch Vergorenes stimuliert und berauscht ihn seit jeher.
Und irgendwann kam Charlie Mops daher und schmiss die richtigen Zutaten in einen Kessel, rührte kräftig um heraus kam eines der wohl leckersten und am weitesten verbreiteten Getränke im erforschten Teil des Universums: Bier!
Gut, der Held des irischen Folksliedes hat das Bier nicht erfunden. Die Kulturgeschichte des Getränks begann bereist bei den alten Sumerern (ca. 4000. v.Chr.).

Auch in der Welt der Fiktion kommt nur selten eine Heldin oder ein Held durch ein Abenteuer, ohne sich Mal ordentlich volllaufen zu lassen, oder es zumindest zu versuchen.
Und so findet sich dieses Getränk auch an den Tischen ausgewachsener Rollenspieler, auf Liverollenspiel-Veranstaltungen oder einfach bei einer gemütlichen Brett- und Kartenspielrunde.
Nun könnte man sich jetzt einfach das nächstbeste Bier aus dem Supermarkt greifen, doch wo bleibt da das Abenteuer? Wie lässt sich so das schmackhafteste Bier für den Abend oder das LARP finden? Deshalb begibt sich der Autor dieses Blogs auf eine Reise zu den entlegensten Orte der Kühltruhe oder des Getränkehandels, um mit seinem Gaumen neue Geschmackswelten aus dem Reich des Bieres zu entdecken und das ultimative, leckerste und schönste Bier für fantastische Aktivitäten zu finden. Er begibt sich auf die:

Bier Quest

Episode 1: Clan

Bier-Quest Clan

Clan, ein Scotch Ale, gebraut vom Braufactum Geschäftsführer Dr. Marc Rauschmann (perfekter Name, finde ich).

Ein Ale ist ein obergäriges Bier. Scotch Ale sind kräftiger als ein normales Ale und erhalten durch die Malzröstung ihre besondere Karamell-Note. Das Malz wird dabei in einem Kupferkessel über offener Flamme erhitzt, dadurch karamellisiert es und die Farbe des Biers wird dunkler.
Scotch Ale ist zudem ein Marketing-Begriff geworden, der wohl besonders in den USA Käufer zum Griff nach dem Getränk aus Schottland verführen soll. Was in der Heimat noch als normales Ale verkauft wird, erhält für den Export teilweise die Bezeichnung Scotch Ale.

Das Bier mit einem Alkoholanteil von 6,4 % ist ein kräftiger Schluck herber Aromen. Erfrischend bitter liegt es schwer hinten auf der Zunge und entfaltet Aromen von Karamell, Kandis und Lakritz.
Das dunkle Bier dürfte nicht jedermanns Geschmack sein. Es ist ein Bier für Typen, die lieber zu einem Jever oder kräftigen Altbier als zu einem Kölsch greifen und nun etwas Besonderes suchen.

Als Con-Bier würde ich es nicht einpacken, dafür ist es einfach zu speziell. Sehr gut kann ich es mir aber zu kräftigen Speisen vorstellen.
Mit einem Preis von über 2 € pro Flache ist mir das auch zu teuer, um es auf einem Con zu saufen.Bei einer abendlichen Spielrunde würde ich es vorbehaltlos genießen.

Bier-Rating

Clan erhält von mir 4 von 5 Punkten auf der Bier-Quest-Skala.

Ich find’s übrigens interessant, sich seinen Geschmack zu bilden, und dann hinterher zu lesen, was die Profis da raus schmecken.

Link: Braufactum (externer Link in neuem Tab)

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