Role Play Convention 2017 – Rock the Desert

Die Role Play Convention (RPC) fand am 27. und 28. Mai in der Messe Köln statt. Zum elften Mal lud Veranstalter Andre Kuschel alles ein, was mit fantastischem Rollenspiel zu tun hatte. Bei der RPC treffen Star-Wars-Fans auf Liverollenspieler, Tabletop-Enthusiasten, Pen-and-Paper-Abenteurer, Autoren, Crafter und Cosplayer.

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Mehr Bilder, mehr Text, mehr RPC:

Fantastik für alle

Die Convention teilte sich in die Bereiche PC/Konsole, Trading Card Games, Tabletop, Pen & Paper, Brett- und Kartenspiele, LARP, Mittelaltermarkt, Cosplay, Illustratorenmeile sowie dem Cosplay & Crafting Corner. Neben kommerziellen Händlern aus allen Bereichen waren viele Künstler und Kreative vor Ort, die ihre Arbeit vorstellten und sich über die Schulter schauen ließen. Der Cosplay-Bereich war dieses Jahr noch einmal aufgestockt worden. Dafür hatte ich den Eindruck, dass der Anteil an Liverollenspielern zurück gegangen ist. Das kann auch daran liegen, dass das lange Wochenende mit dem Brückentag dazu prädestiniert ist, ein längeres Liverollenspiel-Event zu veranstalten. So wie das Zeit der Legenden von Wyvern. Die waren dadurch in diesem Jahr nicht mit ihrem Stand in Köln.

Die Zwei-Hallen-Problematik

Räumlich teilte sich die Role Play Convention wieder auf zwei übereinander liegende Hallen sowie den Mittelaltermarkt samt Musikbühne im Außenbereich auf.
Die obere Halle war gut gefüllt mit Händlern, Craftern, Gruppen sowie den Workshop- und Lesungsräumen. Unten war es leider wieder nur halbvoll. Dort hatte sich der Deutsche Liverollenspieler Verband (DLRV) mit ein paar LARP-Gruppen aufgebaut, es konnte Lasertag gespielt und sich mit Nerf-Darts beschossen werden. Ebenfalls waren die Stargäste, unter anderem aus Game of Thrones und Dr. Who, unten platziert . Dort warteten sie auf Fans, die sich – wie auf solchen Veranstaltungen üblich – für Geld Autogramme geben oder mit ihnen fotografieren lassen wollten. Irgendwie sah es immer so aus, als wenn sich die Gäste dort am langweilen waren. Insgesamt war die untere Halle, wie im letzten Jahr, deutlich spärlicher besucht. Für die Aussteller war das natürlich schade, da sie sich mehr gegenseitig bespaßten. Für die paar Künstler, die der Organisator nach unten, an eine schlecht besuchte Stelle verfrachtet hatte, war es wohl die toteste Convention ever. Was schade ist, da sie mit ihrer Kunst denen in der Haupthalle in nichts nachstanden. Da hätte der Veranstalter besser planen können.
Den gefühlt größten Andrang erhielt die Halle, als Gronkh, das Flagschiff der deutschen Let’s Player, ein Meet and Greet veranstaltete. Zudem unterstützte er den 18-Stunden-Livestream von Let’s Play for Charity auf der RPC.

Bei so viel Platz unten kann ich auch nicht verstehen, warum die Lesungen von Szene-Größen wie Bernhard Hennen oder Tommy Krappweis in der vollen und lauten oberen Halle gehalten wurden. Trotz Lautsprechern mussten sich die Zuhörer sehr auf den Leser konzentrieren. Der Lesebereich war zwar durch Stellwände vom Rest des Raumes abgetrennt, allerdings waren diese nach oben offen. Dadurch lärmte die Halle stark in das Lesecafé rein.

Dr. Burkhensteins Todesrennen

Ich verbrachte die Role Play Convention dieses Jahr wieder hauptsächlich am Stand meiner Kollegen von Brückenkopf Online. Dort bekam die Redaktion ihre eigene „Lounge“ spendiert, in der wir die Tabletop-Spiele Rogue Stars und das – jetzt schon legendäre – Dr. Burkhensteins Todesrennen anboten. Das Todesrennen war ein Wüstenrennen im Mad-Max-Stil mit endzeitmäßig umgebauten Spielzeugautos. Jeder Spieler steuerte ein Fahrzeug über den verschlungenen Rundkurs und versuchte, als erster ins Ziel zu kommen oder zumindest zu überleben. Die Fahrer konnten sich gegenseitig rammen und so ihre Kontrahenten ausschalten.


Das Besondere am Todesrennen war, dass wir die Tabletop-Community vorher dazu aufgerufen hatten, ihre eigenen aufgemotzten Karren mitzubringen. Das wurde erfreulicherweise sehr gut angenommen, und wir hatten einige Gastfahrzeuge auf der Strecke. Insgesamt wurde im Laufe der Convention bestimmt über 20 Mal der Startschuss gegeben. Wir hoffen, dass wir die Aktion mit verbesserten Regeln wiederholen können.

Update: Auf dem Brückenkopf sind inzwischen die Garagenfotos aller Rennwagen online. Zum Artikel geht es hier.

Der gesamte Tabletopbereich war sehr ausgedehnt. Neben Händlern zeigte sich die Community mit unkommerziellen Spieltischen und Workshops, um das Hobby zu präsentieren. Sehr toll war die Aktion der Paintpals, die neben den Malworkshops auch anboten, gestellte Spielzeugautos umzubauen und mit ihnen beim Todesrennen anzutreten.

Wie macht der Beutezug? "Loot, Loot!"

Wie macht der Beutezug? „Loot, Loot!“

Insgesamt war die Role Play Convention wieder sehr schön. Dort traf ich viele Bekannte aus ganz Deutschland, die ich über das Jahr kaum oder gar nicht gesehen habe.
Trotz spannender Händler konnte ich meinen Vorsatz halten und mich beim Einkauf zügeln.
Ich freue mich schon aufs nächste Jahr und hoffe, dass der Liverollenspiel-Anteil wieder wächst und die Hallenstruktur verbessert wird.

Bis zum nächsten Jahr!

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5 Gedanken zu „Role Play Convention 2017 – Rock the Desert

  1. nexus665 sagt:

    Schöner Artikel, danke für die Impressionen von einem, der nicht hingehen konnte:)

  2. Thorin sagt:

    Schade, dass ich auch nicht dabei sein konnte. Die Herausforderung meiner Hornet an den Lutherer steht noch… Next Time ;).

    Danke für die Bilder und den Bericht.

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