Bier-Quest – Advents Special

In der Vorweihnachtszeit begebe ich mich auf eine spezielle Etappe meiner Bier-Quest.

Bier Quest

Episode X – Advents Special

Advent, Advent die Lampe brennt. Oder so.
Beim letzten Besuch im Getränkefachmarkt stieß ich auf den Bier-Adventskalender von Kalea. Kalea ist ein Unternehmen, die Biere kleinerer Brauereinen vermarktet und sie zum Beispiel eben als einen solchen Adventskalenders auf den Markt bringt. Oder in Form von Craft-Bier-Boxen und so weiter. Die meisten kennen den klassischen Bier-Adventskalender so: Man nehme einen 24er-Kasten, nagle ihn an die Wand und klebe Goldfoliensternchen auf die Kronkorken, die dann mit Nummern von eins bis vierundzwanzig beschriftete werden.
Nicht so bei diesem Kalender. Die Biere stammen von 24 kleineren deutschen Brauereien, die in handwerklicher Tradition brauen. Dazu kommen ein Tasting-Glas und eine kleine Tasting-Anleitung mit einer Tabelle, in der man seine Bewertungen eintragen kann. Für Digital-Natives gibt es natürlich eine passende App. Mit der App, aus der auch die Screenshots im Artikel stammen, lässt sich das Etikett der Flasche scannen, und schon werden Informationen zum Biertyp angezeigt. Einige der Biere sind Sondereditionen, teils extra für den Kalender abgefüllt.

bieradventskalender

Dem Trinkpensum von einem Bier pro Tag hänge ich im Verhältnis eins zu zwei hinterher. Ich habe die Hoffnung, an den Wochenenden aufzuholen.
Als Abenteurer auf der Bier-Quest sehe ich es natürlich als Pflicht, meine Mitstreiter über meine Erfahrungen auf dem Laufenden zu halten.

Tag 1. Auf der ersten Etappe meiner Reise durch die Adventszeit treffe ich auf das Kirner Kellerbier. Schon beim Öffnen strömt mir ein frischer Hopfenduft in die Nase. Das naturtrübe Bier schmeckt dann auch angenehm hopfig frisch mit einem fruchtigen Hauch. Die herbe Note auf der Zunge sorgt für die Erfrischung. Für die Re-Hydrierung nach dem Aufbau der Palisade, um den kommenden Orkensturm abzuwehren, genau das Richtige. In 2016 jährt sich die Verabschiedung des Deutschen Reinheitsgebots zum 500. Mal, daher wird dieses Bräu dem zu Ehren in einer Sonderedition vermarktet.

Bier-Rating

Von mir bekommt das Kirner Kellerbier vier Quest-Marker, weil es ein sehr leckeres Bier für das Abenteuer ist. Ihm fehlt allerdings ein wenig das Besondere. Es ist einfach ein gutes Bier, Punkt.
Link: Kirner (alle Links im Post sind extern und öffnen in neuen Tabs)

Am Tag 2 stoße ich mit dem Herrnbräu Jubiläums-Sud wieder auf ein Bier, das zur Feier von 500 Jahren Reinheitsgebot auf die Flasche gezogen wurde. Das Bier ist dunkel mit einer malzig-karamelligen Note, dabei aber kein Stout. Daher schmeckt es auch nicht ganz so schwer wie sein noch dunklerer Verwandter. Für einen eher gemütlichen Kaminfeuerabend eher geeignet als für die Erfrischung nach einem heißen Tag.

bierquestrating_3

Von mir erhält es ordentliche drei Quest-Marker.

Link: Herrnbräu

Tag 3 beschert mir ein Gude Hefeweizen. Das trübe Bier ist so gebraut sein, dass es auch direkt aus der Flasche schmeckten soll. Für ein Hefeweizen ist es sehr mild mit einem zarten Hefeton. Wer genau hinriecht, nimmt eine zarte Bananennote wahr. Das lässt sich auch auf der Zunge feststellen.

 

 

bierquestrating_2

Insgesamt ist mir das Gude allerdings ein wenig zu mild. Daher reicht es nur für zwei Quest-Marker. Kleiner Bonuspunkt: Bisher die coolste Flasche.

Link: Gude

Hinter dem vierten Tor wartete Bucher Bräu – Bärengold auf mich. Es ist ein klares, hopfiges Bier mit schönem weißen Schaum. Passend zum Namen verströmt es einen gewissen malzigen Honigduft und legt sich mit einer Note desselben in den Gaumen. Ein interessanter, schwerer Geschmack, der schon ein klein wenig in Richtung Met-Bier geht, ohne richtig süß zu sein und natürlich ohne Met oder Honig darin zu haben. Insgesamt lecker aber eher etwas, was ich mir ab und zu mal gönnen würde, vielleicht nachdem die Dänenaxt geschwungen wurde.

bierquestrating_3

Ich vergebe drei Quest-Marker.

Link: Bucher Bräu

Das Ende meines ersten Advents-Quest-Logbuchs macht am fünften Tag das Zwönitzer Stout. Wie es sich für ein Stout gehört, ergießt sich ein dunkles, malziges Bier mit Aromen von dunkler Schokolade und reinem Kakao in das Tasting-Glas. Leicht herber Abgang. Die bräunliche Schaumkrone fällt leider schnell in sich zusammen. Dieses Stout hat einen Geschmack, den man ein wenig auskosten sollte. Ein gutes Bier, um es am Kamin durch den Mund zu rollen und seine Geschmacksnerven auf Entdeckungsreise zu schicken.

Bier-Rating

Für dieses Geschmacksabenteuer vergebe ich vier Quest-Marker.

Link: Brauerei Zwönitz

Wenn ich wieder ein paar Türchen weggetrunken habe, gibt es ein paar neue Einträge in mein Quest-Tagebuch, das durch die Adventszeit führt.

Denkt bitte dran: Die Wertung beruht ganz auf meinen persönlichen Vorlieben. Falls ihr eine andere Meinung zu dem Bier habt, diskutiert gerne in den Kommentaren. Ich nehme auch gerne Vorschläge für Biere, die es zu entdecken gilt, an.

 

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