Archiv für den Monat Juni 2016

Ice ice baby – eine Spielplatte für das eisige Frostgrave

Es gibt so Tage, da kann sich ein Tabletop-Hobbyist schon mal selbest auf die Schulter klopfen. Zum Beispiel, wenn er eine Spielplatte fertig gebaut hat.
So auch die – inoffizielle – Division West des Brückenkopf-Teams. Für die Role Play Convention in Köln stellten wir einen Spieltisch für das Fantasy-Skirmish-Tabletop Frostgrave fertig. Marcel, Mark und ich schnitzten Styrodur, spachtelten, bauten einen Baum und malten, was das Zeug hielt. So war das Spielfeld noch rechtzeitig für die RPC spielfertig.
Vor allem Mark gab eifrig Spielrunden und wir erhielten viel Lob für unsere Interpretation von Felstad, der Stadt, in der die Schatzsucher auf der Jagd nach wertvollen Kleinoden unterwegs sind.

Den Bau der Platte dokumentieren wir für das Magazin Tabletop Insider. Der erste Teil, mit der Frühphase des Baus, ist in der aktuellen Ausgabe abgedruckt. Wer unsere Überlegungen und ersten Schritte nachvollziehen will, bekommt die Ausgabe #17 in der Bahnhofsbuchhandlung und bei einschlägigen Fachhändlern oder direkt über den Verlag Martin Ellermeier.
Der Bau ist allerdings noch nicht ganz abgeschlossen. Für das Finish kommen noch Details hinzu und die Gassen sollen natürlich noch winterlicher aussehen. In der kommenden Ausgabe des TTI werden wir dann die finalen Schritte präsentieren.

Frostgrave_TabletopInsider

Impressionen zur Platte auf der RPC findet ihr in diesen beiden Artikeln auf Brückenkopf-Online (externe Links in neuen Tabs)
Hobbykeller: Frostgrave-Tagebuch – Epilog
RPC 2016: Noch mehr Bilder

Link: Verlag Martin Ellermeier (externer Link in neuem Tab)

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10 Jahre RPC – Jedes Jahr ein bisschen anders

Am 28. Und 29. Mai 2016 stand die Kölner Messe wieder ganz in Zeichen von Rollenspiel, Cosplay, Tabletop und Brettspielen. Die Role Play Convention feierte ihr zehnjähriges Bestehen. Von den ersten Anfängen in Münster hat sich die Veranstaltung ordentlich gemausert und ihr Angebot deutlich Ausgebaut. Neben Spielrunden, Händlern, dem Mittelaltermarkt, Leserunden, Workshops und und und gibt es in jüngster Zeit auch Stargäste, die Autogramme geben. Insgesamt ist die Veranstaltung zu einem großen Szenetreff gewachsen und läuft damit seit einigen Jahren der SPIEL in Essen in der Beziehung den Rang ab. Bis vor rund fünf Jahren war die Halle 6 der SPIEL noch der Treff für gewandete Liverollenspieler. Seit die Händlerdichte dort abnimmt, schwinden auch die Gewandeten.
Zu den gewandeten LARPern gesellten sich auf der RPC auch schon immer Cosplayer hinzu. Seit ein paar Cons haben sie ihre eigene Künstlermeile. So sind nicht nur Zeichner mit ihren Werken vertreten sondern eben auch die Cosplayer. Live führen sie ihre Arbeit mit Stoff, Worlba und anderen Materialien vor und geben Tipps für Neugierige.
Obwohl die Bandbreite an Themen zunimmt, scheint die Fläche und die Zahl der Aussteller allerdings zu stagnieren. Neue Händler tauchen eher selten auf und auch die Gruppen, die sich dort präsentieren scheinen zu schwinden. Der Anteil an Künstlern hat hingegen deutlich zugenommen, während der Tabletop-Bereich von der Fläche her stabil geblieben ist. Ich persönlich würde mir für nächstes Jahr aber mehr Hobby-Spielplatten statt Händler-Demotische wünschen. Ein Niveau wie auf der Tactica wird eine so bunte Veranstaltung wohl eher nicht erreichen, ein bisschen mehr wäre aber toll.
Unglücklich war meiner Meinung nach auch die Teilung in zwei übereinander liegende Hallen. Während in der oberen Halle noch relativ große Freiflächen waren, wirkte die untere Halle sehr homöopathisch besetzt. Wenn die Besucher nicht explizit nach der unteren Ebene Ausschau hielten, konnte diese auch leicht übersehen werden. Vor allem für die Wasteland Warriors mit ihrem großen Endzeit-LARP-Stand war das sehr ärgerlich. Der üppig ausgestatte Stand samt Bar mit Getränkeausschank wurden für die Warriors nur unzureichend frequentiert. Das die Main Stage da unten war, scheint mir auch nicht so glücklich gelöst. Am Samstag entging mir das total. Die Stargäste drückten sich auch dort unten rum. Die Halle wirkte irgendwie, als wenn dort rein kam, was irgendwie hinten raus fiel. Die großen Flächen, die von Blaster- und LaserTag-Gelände eingenommen wurden, verstärkten den Eindruck der Leere zusätzlich.
So Laber-Rhabarber, natürlich gibt es auch positives zu berichten. Die Stimmung war wirklich gut. Samstag schoben sich die Massen in die Halle. Der Mittelaltermarkt, der wieder außerhalb der Halle lag, war gut bestückt. Es liefen fantastisch gewandete Leute herum. Und, was mir besonders gefiel, die Lautsprecher in den Workshop- und Lesungs-Bereichen waren wesentlich besser als im Vorjahr.
Sehr cool war der BlasterBattle-Rekordversuch am Samstag. Die Veranstalter hatten 1000 kleine Nerf-Blaster verschenkt und mit den schwer gerüsteten Nerf-Pros ging dann das Geballer los. Und ja, obwohl ich unten bei dem Battle war, habe ich in der großen Halle die Main Stage und die anderen Stände übersehen.
Eine tolle Aktion war, den Besuchern des Vortrags zum College of Wizardry: Nibelungen (externer Link in neuem Tab) das Dokumentationsbuch zu der LARP-Reihe zu schenken, das am Stand für 40 € verkauft wurde.
Ich selbst war als Standpersonal für Bückenkopf-Online (externer Link in neuem Tab) auf der Veranstaltung und habe unsere Platte, die wir für das Tabletop-Spiel Frostgrave gebaut hatten, betreut. Meine Mitbauer und ich wurden von dem vielen Lob für die Platte sehr geschmeichelt. Danke an alle, die bei uns waren. Schön war es auch, meinen Blogger Kollegen Matthis von arts-and-more (externer Link in neuem Tab) mal wieder zu treffen. Er hatte eine vorzügliche Jedi-Robe an.

Bilder-mäßig war ich nicht so stark unterwegs. Für ein paar Eindrücke hat die Smartphone-Kamera dann doch gereicht.

Am Samstag, nach einem ersten harten Messetag, hat mich Franz von Freebooters Miniatures noch vor die Kamera für ein kleines Feature für sein Plattenprojekt bekommen. Der Ton ist grausam aber sonst eine meine Sternstunden vor der Kamera.

Abschließend bleibt zu sagen, dass die RPC wieder einmal mächtig Spaß gemacht hat. Leider gibt es immer noch ein paar Kleinigkeiten, die Ausgebügelt werden müssen. Doch zehn Jahre in Deutschland mit so einer Veranstaltung die Fantastik- und Rollenspiel-Kultur zu fördern ist an sich schon toll.

Link: RPC-Germany (externer Link in neuem Tab)

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