Archiv für den Monat September 2015

Heldenwanderung

Seventh_Hero_Box

Mit Seventh Hero schließe ich meinen Pegasus-Kompacktspiel-Trippel. Nach Die Zwerge – Das Duell und Empire Engine liegt mit Seventh Hero ein fast schon klassisches Kartenspiel vor.

Pegasus_Spiele_Trippel

Der Pegasus-Trippel



Links zu Die Zwerge und Empire Engine

Pegasus Spiele haben mir auch für dieses Spiel ein Rezensionsexemplar zur Verfügung gestellt.

Kurzübersicht:
Titel: Seventh Hero – Legendäre Krieger
Autor: Yasushui „Kuro“ Kuroda
Spieler: 3 bis 5
Dauer (laut Herstellerangabe): 20 bis 30 Minuten
UVP: 9,95 €
Inhalt: 77 Spielkarten, 5 Übersichtskarten und 1 Anleitung

Seventh_Hero_Inhalt

Boxinhalt

Laut der Prophezeiung von Kear droht die Erde unter der Macht von Maedoc zerstört zu werden. Dieses übermenschliche Wesen ist aus seinem tausendjährigen Schlaf erwacht und versucht nun den Willen der Menschheit zu brechen. Doch sieben Helden sollen sich ihm entgegen stellen und Maedoc vernichten. Dummerweise befinden sich auch die Schergen des Bösen unter der Schar derer, die sich als Helden auszeichnen wollen.

Spielweise
Ziel des Spieles ist es, als erster sechs der sieben unterschiedlichen Helden zu versammeln.

Seventh_Hero_Spielaufbau

Spielaufbau mit vier Spielern.

Es gibt sieben verschiedene Heldentypen, alle mit einem Wert von 1 bis 7 und einer Sonderfähigkeit ausgestattet.
In dem Spiel melden sich diese leider nicht einfach auf eine Zeitungsannounce, sie gehen auf eine Heldenreise. Dabei kommen sie an den Spielern vorbei, die sich entscheiden können, die Helden bei sich aufzunehmen.
Zu Beginn hat jeder Spieler bereits zwei unterschiedliche Helden in seiner Truppe. Der aktive Spieler legt dann eine seiner Handkarten verdeckt vor sich ab und schiebt sie zu seinem linken Nachbarn. Dieser muss sich nun entscheiden, ob er den inkognito reisenden Anwärter bei sich aufnimmt oder weiterschickt. Entscheidet sich der Spieler zur Aufnahme, deckt er die Karte auf und fügt sie seiner Heldengruppe hinzu. Stimmt der verdeckte Held mit einem Helden aus der Truppe des Spielers überein, handelt es sich bei einem der beiden um einen Agenten Maedocs. Beide Charaktere stürzen sich aufeinander und eliminieren sich gegenseitig – der Spieler verliert also einen Helden.
Jedoch kann der aktive Spieler seine Handkarten-Helden nicht einfach random auf die Reise schicken. Die oberste Heldenkarte des Nachziehstapels gibt das Abenteuer vor, auf das sich der Held begibt. So dürfen beispielsweise nur Helden mit einem geraden Wert oder einer Zahl von 1 bis 3 losziehen. Dies gibt den Spielern einen groben Hinweis auf die Identität des Wanderers. Ist sich ein Spieler dennoch unsicher, kann er verdeckt eine seiner Handkarten opfern, um den aktiven Spieler zu fragen, ob deren Identität mit der reisenden Karte übereinstimmt.
Zusätzlich können die Spieler einmal im Spiel die Fähigkeiten ihrer ausgelegten Helden nutzen. Dies erlaubt ihnen beispielsweise andere Spieler daran zu hindern Karten aufzunehmen oder selber einen Blick auf den wandernden Helden zu werfen.

Beispielzug 1:

Beispielzug 2:

Das Design
Seventh Hero schlägt mit dem Design voll in die aktuell trendende Fantasy-Action-Bresche. Das Spielprinzip hätte sich auch mit einem abstrakten Design wie Phase 10 umsetzen lassen. Die Illustrationen sind jedoch sehr gelungen und transportieren eine schöne Fantasystimmung, die irgendwie an Filme wie King Arthur erinnert. Auch, dass jeder Held noch mal einen kurzen Vorstellungstext im Regelheft bekommt, trägt zur Stimmung bei.

Fazit
Seventh Hero besteht aus Bluff, Taktik und ein klein wenig Glück. Eine vorrausschauende Planung ist genauso wichtig, wie zur rechten Zeit ein Risiko einzugehen. Die kurze Spieldauer sorgt dafür, dass das Kartenspiel auch öfters an einem Spieleabend gespielt werden kann. Das Spielprinzip dürfte vor allem denen gefallen, die gerne Wizard und Love Letter spielen.
Die Regeln sind verständlich geschrieben und leicht zu beherrschen. Laut Pegasus ist das Spiel ab Zwölf Jahren geeignet. Familienspiel-tauglich ist es, dank der eingängigen Mechanik, jedenfalls. Die Übersichtskarten helfen allen Spielern, schnell mit dem Rundenablauf zurecht zu kommen.

Weitere Informationen: Pegasus Spiele (externer Link in neuem Tab)

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Lasst die Maschinen rotieren!

Es herrscht Krieg, im Spiel Empire Enginge. Die vier dampfbetriebenen Imperien Kestrel-Dominion, Nova Centralis, Sylphanischer Staatenbund und Gralsprälatur kämpfen darum, die große Maschine, die die Welt zusammen hält, wieder in Gang zu setzen.
Jeder Spieler steuert dabei die Geschicke seines Imperiums mit Hilfe zweier Maschinen, die mit Zahnrädern angetrieben werden.

EmpireEngine_Box

Pegasus Spiele hat mir ein Exemplar von Empire Engine zum Anspielen zur Verfügung gestellt.

Kurzübersicht:
Titel: Empire Engine
Autoren: Chris Marling und Matthew Dunstan
Spieler: 2 bis 4
Dauer (laut Herstellerangabe): 20 bis 40 Minuten
UVP: 9,95 €
Inhalt: 22 Karten, 56 kleine Holzwürfel und 1 Anleitung

EmpireEngine_Inhalt

Empire Enginge ist ein Taktikspiel. Es gilt, im Laufe des Spiels, die meisten Rohstoffe in seinen Vorrat zu sichern. Gespielt wird über acht – bei zwei oder vier Spielern – oder neun – bei drei Spielern – Runden.
Jeder Spieler hat vor sich zwei Maschinen liegen, sie bestimmen, welche Aktionen er diese Runde ausführen darf. Jeweils die oberste Aktion wird in der laufenden Runde von allen Spielern in der gleichen Phase ausgeführt. Um die Maschinen bewegen zu können, stehen den Spielern Zahnräder zur Verfügung. Jedes Zahnrad verfügt über zwei Werte. Die Zahnräder werden verdeckt den Maschinen zugeordnet. Welchen der beiden Werte man dem Rad zuordnet zeigt ein Rohstoffmarker an. Nur dieser gibt den Mitspielern einen groben Hinweis darauf, welche Aktion der Gegner gewählt haben könnte. Die Zahlen reichen von 0 bis 3 und erlauben jeweils eine 90° Drehung im Uhrzeigersinn.

Alle Hobby-Imperialisten decken gleichzeitig ihre Karten auf und führen gleichzeitig die neu eingestellten Aktionen durch. Diese gliedern sich in drei Phasen: 1. Bewaffnung, Produktion und Erfindung, 2. Angriff und Verteidigung sowie 3. Export und Bergung.
In der ersten Phase können Waren und Soldaten aus dem Vorrat in den eigenen Aktionsbereich verschoben oder eine Erfindung direkt in den Wertungsbereich transportiert werden. In der zweiten Phase werden die Kampfaktionen ausgelöst. Hier setzen die Kontrahenten ihre Soldaten aus dem Aktionsbereich ein, um ihre Nachbarn zu attackieren und Rohstoffe zu stehlen. Wer bereits während der Planung einen Angriff befürchtet, kann Verteidigung wählen und damit einen Angriff abwehren.
Die Aktionen in der letzten Phase transferieren Soldaten oder Waren in den Wertungsbereich. Der Wertungsbereich ist vor Angriffen sicher, kann aber auch nicht mehr für eigene Aktionen genutzt werden. Die dort liegenden Rohstoffe zählen während der Schlusswertung.

Die Regeln sind schnell gelesen und verinnerlicht. Übersichtskarten helfen, während des Spiels den Überblick zu behalten. Die vier Spieler starten alle mit den gleichen Bedingungen. Zusätzlich können aber auch die Sonderfähigkeiten der Imperien genutzt werden. Diese stehen auf den Rückseiten der Übersichtskarten und sollen zufällig verteilt werden. Die Fähigkeiten geben jedem Imperium eine einzigartige Sonderfähigkeit und verändern ein wenig die taktische Ausrichtung der Spieler.

Fazit:
Bei Empire Engine kommt es darauf an, seine Gegner richtig einzuschätzen. Dabei muss der eigene Aktionsbereich richtig verwaltet werden. Wer alle Rohstoffe schnell in den Wertungsbereich holt, kann später vielleicht nicht mehr die richtigen Aktionen durchführen oder die Zahnräder mit Rohstoffen markieren, um die alternative Zahl zu nutzen. Ein Spieler mit einem prall gefüllten Aktionsbereich ist allerdings ein beliebtes Opfer für Kriegshandlungen.
Empire Engine ist damit ein Spiel für Taktiker und Bluffer, die mehrere Züge im Voraus planen können. Von Inhalt, Preis und Umfang ist Empire Engine ein typisches Spiel für zwischendurch oder wenn beim Spieleabend noch auf den fünften Mitspieler gewartet wird.

Weitere Informationen zum Spiel und den Bezugsmöglichkeiten findet ihr auf der Website von Pegasus Spiele (externer Link in neuem Tab)

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