Review: Upstairs

Die Bombe im Keller ist platziert, die Zeit drängt, jetzt schnell aufs Dach zum wartenden Hubschrauber. Doch im Hubschrauber ist nur Platz für einen Agenten und die Wachen sind auch auf dem Plan. Welchem Agenten gelingt es als erster, den Hubschrauber zu erreichen, ohne sich von den Wachen ausschalten zu lassen?

Das ist der Hintergrund zum Spiel Upstairs aus der Reihe „Die kleinen Feinen“, welches derzeit in der Spieleschmiede gecrowdfundet wird.
Typisch für „Die kleinen Feinen“ ist, dass sie mit maximal zehn Karten auskomme und alle weiteren Spielmaterialien von den Spielern selbst mitgebracht werden müssen. Zumeist sind das aber Dinge wie Würfel und Zählchips, die in vielen Spieler-Haushalten eh zur Genüge vorhanden sind. Typischerweise sind die Spiele dieser Reihe für zwei bis vier Spieler ausgelegt. So auch Upstairs.

Für dieses Review hat mir die Spieleschmiede vorab schon mal die Print & Play Version von Upstairs zu Verfügung gestellt.
Die Print & Play Version besteht aus einem PDF mit Vorder- und Rückseiten der Spielkarten und einer dreiseitigen Anleitung.
Die Druckqualität ist meinem Drucker geschuldet.

Upstairs-PrintundPlay

Für Upstairs sind zusätzlich noch sechs W6, pro Spieler eine Spielfigur und sechs Figuren für die Wächter.
Aus den neun Karten wird ein Hochhaus gelegt. Jede Karte ist vier Felder breit und sechs Etagen hoch.
Ziel ist es, als erster Spieler eines der obersten vier Felder zu erreichen.

Upstairs-Spielaufbau

Startaufstellung

Um hinauf zu gelangen, müssen die Spieler Treppen, Fahrstühle und Rolltreppen benutzen. Fahrstühle und Treppen funktionieren bidirektional, Rolltreppen nur in Pfeilrichtung. Dafür sind Rolltreppen auch das schnellste Fortbewegungsmittel, da nur für das Betreten und Verlassen am Ende je ein Bewegungspunkt ausgegeben wird.
Die Wächter bewegen sich wie die Agenten und versuchen diese zu stoppen. Ein Agent kann zwar andere Agenten überspringen, nicht jedoch die Wächter. Ist ein Agent so eingekesselt, dass er nicht mehr seine volle Bewegung laufen kann, gilt er als gefangen. Vermutlich wird er dann auf eine Platte aus Gold geschnallt und ein Laser wandert langsam in Richtung seiner edelsten Stücke.

Upstairs-Zug1

Rot beginnt, wählt die 6, bewegt sich 6 Felder weit und einen Agenten 5 Felder weit (11-6=5)

Bei der Bewegung ist Taktik gefragt.
Der Startspieler würfelt mit allen sechs Würfeln. Die Würfel teilen sich in zwei Wächter- und vier Agenten-Würfel. Bei weniger Agenten auch weniger Agenten-Würfel.
Aus den Agenten-Würfeln wählt dann der Startspieler einen Würfel und muss seinen Agenten die volle Augenzahl bewegen. Die Summe der Wächter-Würfel minus der Bewegung des Agenten ist der Wert, den der aktive Spieler nun einen Wächter bewegt.
Der zweite Spieler wählt sich nun aus den verbliebenen Würfeln einen aus und bewegt seinen Agenten und den Wächter wie der Startspieler.

Upstairs-RotinBedraengnis

Rot bleiben nur die 5 und 6 zur Wahl. Alle Wege sind zu kurz um 5 oder 6 Felder weit zu gehen. Rot scheidet aus. (Andere Agenten blockieren die Aufzüge)

Trotz der vielen Möglichkeiten die Etagen zu wechseln muss sehr taktisch gehandelt werden, um nicht am Ende doch umzingelt zu sein. Ist ein Agent schon sehr umzingelt und er hat nur noch Fünfen und Sechsen zur Auswahl, kann es schnell um den Mann vom Secret Service geschehen sein. Grundsätzlich besteht die Wahl, ob ein Agent weit kommt und der Wächter nur ein paar Schritte oder gar nicht laufen darf oder ob der Spieler lieber nur ein paar Schritte geht und dafür lieber einen Wächter weit weg schickt.

Upstairs ist ein spannendes Taktikspiel für zwischendurch. Durch den geringen Materialaufwand lässt sich das Spiel Starter oder Back-Up zu einem Spielertreffen mitgebracht werden. Idealerweise sind dort schon die zusätzlichen Spielelemente vorhanden.
Der Nachteil am Spielaufbau ist, dass sich der Spielplan leicht verschiebt, wenn jemand an die Karten stößt.

 

Upstairs-Durcheinander

Der Plan gerät leicht durcheinander.

Ich weiß nicht, ob es nur mir so geht, bisher hatte ich bei allen Print & Play Versionen von „Die kleinen Feinen“ das Problem, dass bei doppelseitigem Druck Vorder- und Rückseite der Karten nie exakt übereinander lagen. Bei Upstairs ist das nicht so dramatisch, da nur die Vorderseiten benötigt werden.

Upstairs-Rueckseiten

Das Crowdfunding zu Upstairs ist gerade angelaufen und dauert noch 23 Tage. Für einen Euro gibt es die Print & Play Version, für drei Euro gedruckte Karten. Wer etwas mehr ausgeben möchte kann direkt Pakete aus mehren Spielen bestellen und hat etwas zum Verschenken.

Link: Upstairs in der Spieleschmiede. (externer Link in neuem Tab)

Noch mehr Reviews dieser und ähnlicher Art findet ihr hier (klick mich) oder oben unter „Reviews“.

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4 Gedanken zu „Review: Upstairs

  1. Till sagt:

    Hey, Olafson,
    danke für die schöne Rezension unseres Spiels.
    Zu deiner Beurteilung will ich nichts mehr hinzufügen, dazu bin ich einfach zu subjektiv, hehe.
    Das Problem der nicht ganz passenden Ausdrucke hingegen….. jaaaa, das nervt, da hast du recht. Aber immerhin… die professionell gedruckte Version der feinen Kleinen werden dieses Problem natürlich nicht mehr haben, und die Leute, die die PnP-Version fördern, wissen ja, daß fehlende Maßhaltigkeit nicht an Christians Arbeit liegt, sondern an ihrem Drucker.
    Viele Grüße
    Till

    • Hallo Till,
      schön direkt Feedback von der Entwickler Seite zu bekommen.
      Ich fänd eine Druckanleitung gut. Also etwa, ob ich mein Programm das Blatt zentrieren lassen muss oder nicht. Ich hatte teilweise einen Versatz von einem Zentimeter. Soviel kann das Papier garnicht im Drucker hin und her rutschen.
      Beste Grüße

      • Till sagt:

        Moin,
        tja, ich habe die Sachen so von Christian bekommen. Ich bespreche das mal mit ihm, ob es eine Möglichkeit gibt, die Maßhaltigkeit der ausdrucke sicher zu stellen.
        Viele Grüße
        Till

      • Bei Upstairs war es jetzt auch nicht schlimm. Nervig ist das dann, wenn beide Kartenseiten zum Spiel benötigt werden. Etwa bei Zep! oder Elf Elfen helfen.

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