Archiv für den Monat November 2014

Herbstliche Feuerpower für MiniFigs

BrickArms hat sein Herbstprogramm an Fuerwaffen für LEGO Figuren vorgestellt.
Darunter sowohl schwere Dinger wie den Mk19 Grenade Launcher und die RPD Machine Gun als auch Science-Fiction Bleipusten wie den Mk44 Heavy Revolver oder den DC-15S Carbine.

BrickArms FallPreview

Preislich liegen die Kunststoff-Knarren zwischen 1$ und 7$ für den mehrteiligen Granatwerfer.

Quelle: BrickArms (externer Link in neuem Tab)

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Neue Roboter von 3A

Im 3A Blog wurde eine neu Figurenreihe für World War Robot (WWR) angeteasert.
Laut dem Teaser wird der Dezember ein WWR Monat. Mitten in die besinnliche Zeit krachen also KI gesteuerte Kampfroboter. Alldieweil kommt mir da grade eine Zeile aus Simpsons in den Sinn: „Kauft mir Bonestorm oder fahrt zur Hölle!“

Wie dem auch sein, für 3A und Roboterfans dürfte es ein interessanter Monat werden.

3A WWR

Auch Mythbuster und Special Effects Mann Adam Savage entdeckt 3a, wie man in dem Show and Tell Video des Internetmagazins Tested sehen kann.

Quelle: 3A Blog (externer Link in neuem Tab)

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LEGO Big Bang Theory

Nach Back to the Future und Ghost Busters nun die dritte Umsetzung eines TV/Kino Themas bei LEGO Ideas: Big Bang Theory!
Das Big Bang Theory Set von Alatariel und BenBricker wurde von den Fans unterstützt und bekam von LEGO grünes Licht um als offizielles LEGO Set produziert zu werden. Derzeit läuft die Entwicklung des verkaufsfertigen Produkts. Bisher ist noch nicht bekannt, wie das Endprodukt tatsächlich umgesetzt wird, noch wann es in den Läden stehen oder wie viel es kosten wird.

TheBigBangTheoryLEGO

Für Alatariel ist dies schon der zweite Erfolg bei LEGO Ideas. Derzeit ist das „Forschungsinstitut“ von Alatariel im LEGO Shop erhältlich. Das Institut besteht aus drei einzelnen Vignetten mit einer Paleontologin, einer Astronomin und einer Chemikerin bei der Arbeit.

Forscherinen

Die beiden Bilder zeigen noch die Computersimulationen der Sets. Die endgültige Umsetzung weicht davon noch teils mehr, teils weniger ab.

LEGO Ideas, vormals LEGO cuusoo, ermöglicht es der LEGO Community eigene Ideen einzureichen. Aus den Ideen, die genügend Unterstützer finden, wählt LEGO dann Sets aus, die als vollwertige LEGO Boxen in den Handel kommen.

Quelle: LEGO Ideas (externer Link in neuem Tab)

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Zep! – Ein kleines Spiel über Luftschlachten

Aktuell laufen die letzten Stundes des Crowdfundings für Zep! in der Spieleschmiede von „Spiele-Offensive“.
Zep! entstammt der Spielereihe „Die Kleinen Feinen“, deren Spiele bewusst mit wenig Material auskommen und besteht daher nur aus neun Karten.

Zep! Print and Play

Kartenvorder- und rückseiten der Print&Play Version

In dem Spiel von Till Meyer und Nicole Stiehl treten zwei Luftschiffflotten mit je vier Schiffen gegeneinander an und wollen sich vom Himmel holen.
Dazu platzieren die Spieler ihre Flotte vor sich auf dem Tisch und bewegen sie anhand der Bewegungsschablone, die auf die neunte Karte gedruckt ist, über das Schlachtfeld.
Will man einen Schuss abfeuern platziert der Luftschiffkapitän einen W20 auf einer der Breitseitengeschütze und schnippt diesen in Richtung des gegnerischen Schiffs.
Bleibt der W20 auf der Karte des Feindschiffes liegen, kassiert dieses einen Treffer.
Jeder Spieler hat in seinem Zug sechs Aktionspunkte zur Verfügung. Diese kann er beliebig auf seine Schiffe aufteilen, wobei jedes Schiff pro Zug nur so viele Einsetzen darf, wie das größte, sichtbare Zahnrad auf ihm anzeigt. Für jeden Treffer wird eines der Zahnräder mit einem Token abgedeckt. Sind alle Zahnräder verdeckt ist das Schiff handlungsunfähig und wird mit dem nächsten Treffer vom Himmel geholt. Für drei Aktionspunkte kann die Crew allerdings einen Treffer aufheben und den Zeppelin wieder fit machen.
Entermanöver sind auch möglich. Kommt ein Zeppelin in Kontakt mit einem Schiff des Gegners machen beide eine Würfelprobe mit einem W6, wobei die Trefferpunkte negativ für den jeweiligen Kapitän angerechnet werden. Wurde das Schiff geentert wird die Karte umgedreht und das Schiff wechselt den Besitzer.
Es verliert der Spieler, der als erster keine eigenen Schiffe mehr im Spiel hat.

Zep! Luftkampf

Ich habe von der Spieleschmiede die Print and Play Version vor Ende des Fundingzeitraums schonmal zum ausprobieren per E-Mail erhalten.
Mein persönlicher Eindruck ist, dass Zep! sich am besten dann spielt, wenn man am Spieleabend noch auf die anderen Mitspieler wartet. Als vollwertiges Spiel kann ich Zep! nicht ganz ernst nehmen. Das liegt wohl daran, dass man hier Würfel über den Tisch schnipsen muss und die Regeln ein paar Fälle offen lassen. So ist nicht geregelt, was passiert, wenn zwei Luftschiffe kollidieren. Für mich als Vollblut-Tabletopspieler natürlich eine Unmöglichkeit. 😀 „keine Tabellen, auf denen man würfelt, keine Rammwerte, ts ts ts…“
Da das Spiel aber recht kompakt ist, kann man es einfach in einen anderen Spielkarton packen und hat es dann als Lückenfüller dabei – ein Gaudi-Spiel eben.
Die Preis-Leistung ist auch super, siehe unten.

Zep! Zeppeline

Wie üblich bei „Die Kleinen Feinen“ enthält das Spiel nur die Karten und Regeln. Alle anderen Materialien, wie Würfel und Token, müssen die Spieler ihrer eigenen Spielesammlung entnehmen.
Das Spiel kann ab 1 € über das Crowdfunding in der Spieleschmiede vorbestellt werden. Für einen Euro gibt es die Print and Play Version. Diese enthält PDFs mit den Regeln und Karten zum selber ausdrucken.
Beim Testspiel hat sich gezeigt, dass man nicht am Kartenmaterial sparen sollte. Bei unserem Spiel wellten sich die Ecken der Karten etwas nach oben, wodurch der W20 nicht immer ganz sauber auf die Karte rollen konnte. Ich habe für die Karten bereits dünnen Karton verwendet.
Für drei Euro erhält man die gedruckten Spielkarten zum Selbstkostenpreis und eine PDF Anleitung, für fünf Euro dann auch die Anleitung gedruckt und die Entwickler verdienen was dran.
Darüberhinaus können auch zusätzliche Upgrades dazgekauft werden. Etwa Token und Würfel oder Aufbewahrungsschachteln, wenn man diese nicht zu Hause hat.
(siehe auch meine Rezension zu „Die Krieger vom Jein“)

Die Reihe „Die Kleinen Feinen“ soll in der kommenden Zeit weiter im 14 Tage Rhythmus mit neuen Spielen fortgesetzt werden.

Link: Zep! in der Spieleschmide (externer Link in neuem Tab)

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Neues von The Dreamlands

Erinnert ihr euch noch an die Kampagne zur Finanzierung der H.P. Lovecraft Verfilmung „The Dreamlands“ von Huan Vu?
Nicht? dann hier ein kleiner Reminder:

Das Projekt wurde erfolgreich über die Crowdfundingplattform IndieGoGo finanziert. Doch mit dem erreichen des Fundingziels von 40.000€ war die Sache natürlich noch nicht abgeschlossen. Per Crowdinvestment sammelte Vu zusätzlich fast 100.000€, hinzu kommen 45.000€ vom Film und Fernseh Labor (FFL), die mit dem Betrag die Kosten für die Belohnungen aus der IndieGoGo Kampagne übernommen haben, sodass vom IndieGoGo-Geld mehr für den Film übrig bleibt.

TheDreamlands_Vu

Regisseur Huan Vu arbeitet derzeit hinter den Kulissen am Film und versucht weitere Investoren ins Boot zu holen um den Film möglichst nah an seiner Vorstellung umsetzen zu können und nicht am Ende aufgrund von Budgetknappheit auf einen Teil seiner Vision verzichten zu müssen.
Um weiter an Geld zu kommen ist die IndieGoGo Kampagen in das Forever Funding Pilotprojekt aufgenommen worden.
Dies ermöglicht auch weiterhin per IndieGoGo Geld für das Projekt zu spenden und somit sich auch jetzt noch die Belohnungen zu sichern.

Für diejenigen, die sich nicht an die Kampagne binden wollen, trotzdem aber dem Projekt weiterhelfen und sich Merchandise ins Haus holen möchten wurde unlängst ein Webshop zu „The Dreamlands“ ins Leben gerufen. In diesem können bereits produzierte Merchandise-Artikel, wie die T-Shirts und Kalender, erworben werden – derzeit noch zum günstigeren IndieGoGo-Preis.

Genug vom Geld.
Die Pre-Production läuft natürlich in vollen Zügen. So besichtigt Vu Locations und sucht Schauspieler.
Eine seiner Location-Touren nach Florenz hat er in einem kurzen Video Update festgehalten.

Links: (alle Links sind extern und öffnen sich in neuen Tabs)
The Dreamlands auf IndieGoGo
The Dreamlands Homepage
The Dreamlands auf Facebook

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3A: HALO Masterchief vorbestellbar

Die Hong Kong-er Figurenmanufaktur 3A hat heute den HALO Master Chief im Spartan Mark VI Anzug zum Vorbestellen freigegeben.
Die Figur im Maßstab 1:6 ist voll beweglich, sogar die einzelnen Fingerglieder lassen sich krümmen. Helm und Light Rifle sind mit LEDs ausgestattet.
Die Waffen lassen sich magnetisch am Rucksack fixieren.

3A HALO Masterchief

Die ca. 34cm große Figur hat allerdings auch ihren Preis: 240$ muss man dafür zahlen, damit der Masterchief aus dem Onlineshop von 3A zu einem nach Hause kommt.
Die Auslieferung ist für das zweite Quartal 2015 geplant. Im Preis ist der internationale Versand schon enthalten.

Für mehr Bilder möchte ich auf das 3A Lookbook verweisen, in dem zusätzliche Detailaufnahmen des Chiefs zu sehen sind. (externer Link in neuem Tab)

Link: 3A Production Blog (externer Link in neuem Tab)

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Terrakami Container Review

Oh man, noch ein Review… 😀
Ich hab das Gefühl, ich bin grad nur noch dabei irgendwelche Sachen auszuprobieren und darüber zu schreiben.
Macht natürlich Spaß und ich mach’s gerne, sonst würde ich das ja nicht in meiner Freizeit tun.

Brueckenkopf-Logo

Nach einigen Brett und Kartenspielen war ich wieder für den Brückenkopf aktiv und habe MDF Tabletop Gelände von Terrakami rezensiert.

Terrakami-Container-NummerEins

Das komplette Review zum Terrakami Sci-Fi Container könnt ihr euch unter dem Link durchlesen.

Link: Terrakami Review auf Brückenkopf-Online (externer Link in neuem Tab)

Review: Nord

Derzeit läuft auf der Spieleschmiede Crowdfunding-Plattform die Finanzierung des Strategiespiels „Nord“, von Kronberger Spiele.
Ich bekam von der Spiele-Offensive die Möglichkeit, einen Prototyp des Spiels zu testen.

Nord_Spielaufbau

Unser Startaufbau

Nord ist ein Strategiespiel für 2-4 Spieler. Die Spieler tummeln sich auf der Insel Vestvågøy und ringen um Ruhmespunkte. Jeder Spieler startet in seiner Siedlung und dehnt sich über die Insel aus. Dabei bilden die Spieler miteinander Bündnisse oder lösen Konflikte aus. Zwischendurch wird auch mal ein fremder Jarl umgebracht.
Auf den ersten Blick fühlte ich mich an Carcassone erinnert, wo man ebenfalls eine große Menge Meepel auf quadratische Felder stellt um Punkte zu generieren.
Das war natürlich nur der erste Eindruck.

Nord_ErsteExpansion

Die ersten Arbeiter ziehen aus.

Das Spiel spielt sich überraschend flüssig. Überraschend deshalb, weil die Regeln so umständlich formuliert sind, dass wir mit fünf Mann darüber saßen und uns den Kopf zerbrachen wie die Beschreibungen der Situationen wohl gemeint sind. Am Ende stellten wir Schritt für Schritt die Beispiele in den Regeln auf dem Feld nach und verstanden so, was gemeint ist.
Ich hoffe sehr, dass sich bis zum fertigen Produkt hin noch etwas an den Regeln tut. Nicht an den Mechanismen sondern an den Formulierungen.

Nord_Spieltisch

Typischer Spieltisch

Was steht nun drin, in den Regeln?
Bei Nord ist das zentrale Element das Platzieren von eigenen Gefolgsleuten. Pro Zug kann man zwischen 1-3 Landarbeiter oder 1-2 Seearbeiter ausgehend von der eigenen Siedlung platzieren. Trifft ein eigener Arbeiter auf einen gegnerischen, bildet sich ein Bündnis. Bündnisse können aus mehreren Fraktionen bestehen. Kommt der aktive Spieler durch das Bündniss nun mit einer Siedlung in Berührung, in der er noch keinen eigenen Krieger platziert hat, entsteht ein Konflikt. Die eigenen Meepel, die zwischen ausgehender und neuer Siedlung stehen schmeißen sich in den Kampf. Ein Teil der Krieger stirbt und kommt in das große Drachenboot, ein Teil kommt in die neue Siedlung und ein Teil in das Heimatdorf. Der Rest wandert wieder in den Meepelvorrat des Spielers. Alternativ kann der Spieler im Zug auch einen fremden Jarl bezwingen. Dazu muss er Krieger im Dorf des Jarls haben und eine Verbindung zum kleinen Drachenboot ziehen können. Der Jarl wandert dann ebenfalls ins Drachenboot und bringt Punkte in der Höhe der Nummer, die auf dem niedrigsten freien Platz steht. Das bedeutet, dass der Jarl mehr Punkte bringt, wenn vorher mehr Krieger gestorben sind.

Nord_GroßesDrachenboot

Die ersten toten Krieger im Drachenboot

Kann ein Spieler weder einen Meepel platzieren, einen Jarl bekämpfen oder das große Drachenboot ist voll, dann kommt es zu einer von vier Wertungen im Spiel. Die erste und dritte Wertung sind Rohstoff-Wertungen. Die Spieler schauen, von welchen Rohstofffeldern sie Verbindungen zu ihren Siedlungen ziehen können. Jede Siedlung, in der ein Spieler nicht die wenigsten Krieger hat erhält für jedes Bergfeld und jedes Waldgebiet einen Punkt. Beliefert ein Bergfeld zwei Siedlungen erhält der Spieler dafür auch zwei Punkte. Die zweite und vierte Wertung sind Nahrungswertungen. In ihnen schaut man, dass man die Krieger in einer Siedlung versorgen kann. Die acht Felder, die um eine Siedlung liegen haben das Potential diese mit Nahrung zu versorgen. Jedes Waldgebiet, jedes Fischerboot und die Siedlung selber liefern je einen Nahrungspunkt an die Siedlung. Dabei ist es egal, ob die Arbeiter von einem selber oder vom Gegner stammen. Jeder Nahrungspunkt versorgt je einen Kämpfer jeder Fraktion in der Siedlung. Alle Kämpfer, die nicht mit Nahrung versorgt werden können wandern zurück in den Vorrat des Besitzers. Die übrig gebliebenen Meepel bringen ihrem Spieler Punkte und zwar in Anzahl versorgter Meepel zum Quadrat.

In den ersten Runden bleibt das Feld noch recht frei, da es zu vielen Konflikten kommt und die Arbeiter auf dem Feld nach einem Konflikt auf die Siedlungen, das Drachenboot und den Vorrat aufgeteilt werden. Erst, wenn sich die Krieger auf die Siedlungen verteilt haben und es nicht mehr zu Konflikten kommt, beginnt sich der Spielplan zu füllen.

Nord_Spielverlauf

Vorne die Fischerboote, in der Mitte das kleine Drachenboot.

Das Spiel endet nach der vierten Wertung. Während des Spiels können die Spieler auch Schätze einsammeln. Die Schätze gewähren Sonderaktionen. Ungenutzte Schätze bringen zum Spieleende zusätzliche Punkte.

Nord_gegenSpielende

Kurz vor der vierte Wertung

Fazit:
Hat man sich ersteinmal durch die umständlich geschriebene Spielanleitung gearbeitet erweist sich Nord als schnelles Taktikspiel, in dem es darauf ankommt, geschickt seine Meepel zu platzieren und seinem Gegner die ertragreichen Flächen auf der Insel wegzuschnappen. Gerade wenn das Spielfeld voller wird muss man ein gutes Auge dafür haben, wo sich noch Konflikte entwickeln können und wie man dem Gegner in den Karren fahren kann. Bei unserer Partie gab es die Situaion, dass einem Spieler absichtlich alle Fischerboote vor der Nase weggeschnappt wurden, wodurch er keine Seefelder neben seiner reich bevölkerten Siedlung belegen konnte und ihm dadurch bei der Wertung viele Krieger verloren gingen, da seine Siedlung unterversorgt war.

Nord_volleDoerfer

Die Siedlungen füllen sich. Vorne Fischer auf Seefeldern.

Der variable Spielaufbau sorgt dafür, dass man das Spiel gut an die Spielerzahl anpassen kann. Die einzelnen Inselteile haben noch eine zweite Seite, die das Spiel etwas anspruchsvoller machen soll.

Das Wikingerthema wirkt hier leider etwas aufgesetzt. Es wird zwar gekämpft aber nach einem Konflikt gegben sich die Wikinger in Nord recht diplomatisch. Die Jarle gehen hier nicht als große Kämpfer umher sondern warten in ihren Siedlungen darauf, dass sie von Invasoren umgebracht werden, dies dann mit Hilfe eines unbeweglichen Drachenbootes. Das Wikinger und andere historische/mystische Themen sind zwar schon seit Jahren populär, hier passt der thematische Mantel nicht 100% zum Spiel.

Die Grafiken sind stimmig. Dass hier der Illustrator von Carcassone am Werk war erklärt wohl auch zum Teil meine erste Assoziation zum Klassiker.
Der Prototyp besteht noch aus handgemachten Spielfeldteilen, die fertige Version soll aus hochwertigen Papp-Stanzteilen bestehen.

Nord ist ein Spiel für Vielspieler. Dadurch, dass es hier nicht auf Glück ankommt sollten die Spieler ein ähnliches Spielniveau haben, um den Spielverlauf spannend zu halten. Für altersmäßig stark gemischte Spielgruppen, besonders mit Kindern, dürfte Nord weniger geeignet sein.

Das Crowdfunding auf Spieleschmiede läuft noch bis zum 23. November. Während der Kampagne kostet das Grundspiel 39€, es fehlen aber noch circa 2500€ zum erfolgreichen Abschluss der Kampagne.

In der Kampagne kann auch schon die Jarl Erweiterung gekauft werden. Durch die Erweiterung können neutrale Jarle, also die Jarle, die beim Spielaufbau in Siedlungen gestzt werden, die nicht von Spielern besetzt sind, ersetzen. Solange ein besonderer Jarl lebt ist seine Siedlung interessante. So versorgt ein Waldfeld an Flokis Siedlung das Dorf mit 3 statt 1 Nahrung. Die Erweiterung kostet 8€.

Link: Nord in der Spieleschmiede (externer Link im neuen Tab)

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Spiel 2014 Rückblick: Die Comics, der Stempel und der ganze andere Rest

Ah, nun endlich neigt sich meine Nachberichterstattung zur diesjährigen „Spiel“ in Essen dem Ende.

(Alle Links dieses Beitrags sind extern und öffnen sich in neuen Tabs, außer die ganz unten, da stehts dann aber auch nochmal. Bekommt ihr hin, oder? Habt doch alle einen Internet Führerschein. 😉 )

Oft im Nachsatz genannt aber doch nicht zu verachten und erst recht nicht zu vergessen ist natürlich die „Comic Action“, die zeitgleich in den Hallen der Spiel stattfindet.
Die Comic Action brachte wieder einmal die Zeichner Allee mit sich, wo sich Comiczeichnerinnen und Zeichner mit ihren Werken präsentieren konnten, Zeichnungen verkauften und Auftragsskizzen anfertigten. Für Zeichner und Illustratoren bietet diese Zusammenkunft von Spieleverlagen und Zeichnerallee auch die Möglichkeit sich mit Auftraggebern zu treffen und neue Kontakte zu knüpfen.
Neben Comic-Händlern waren auch Splitter, Cross Cult und der Panini-Comics Verlag vertreten. Panini hatte ein paar Hochklasse-Zeichner von US Serien im Gepäck (ich hab keine Ahnung von US Serien und deren Zeichnern, ein paar meiner Leute waren aber echt am ab-geeken) und Sterne der deutschen Webcomic-Szene: Marvin Clifford (Schisslaweng), Sarah Burrini (Das Leben ist kein Ponyhof) und Johanna „Schlogger“ Baumann (schlogger.de). Schlogger verkaufte den Fuck Jeah! 2015 Kalender und SPASS WARS 2. Beides ließ ich mir natürlich bekritzeln und signieren. Der Ewok mit dem JarJar Bings Kopf war mein Wunsch, die Pasta Party entstand etwa so: „Und was soll ich dir hierein zeichnen?“ „Äh, öh, cool, du zeichnest mir nochwas?! Ähh, Äääh..“ (Bei Schlogger setzt vermutlich gerade im Kopf „Kindern und Geeks Dinge aus der Nase ziehen um schnell fertig zu werden – Grundkurs I“ ein) „Ok, was isst du den gern?“ -„Äh, Nudeln – glaub ich…“ „Ok, gut.“

Schlogger Signaturen

Kurz vor der Spiel hatte ich auf der Facebook-Seite des Steampunk Web-Serien Projekts Aetherangelegenheiten in einer Verlosung einen Stempel des Amt für Aetherangelgenheiten gewonnen. Dieser Stempel wurde mir dann prompt von Anja Bagus, der Autorin der Aetherwelt Romane auf denen die Serie basiert, überreicht. Damit bin ich nun schon ein halber Beamter. Ich werde künftig alle Schriftverkehre damit Stempeln. 😀
Das Amt sucht übrigens noch Manpower in Form von Statisten, Requisitenbauern und Autoren.

Stempeluebergabe-Spie-2014

Aetherangelegenheiten Stempel

Ich möchte noch das Spiel Ancient Terrible Things von Pleasant Company Games erwähnen. Zum einen, weil mich das Design sehr anspricht. Dieser grob gezeichnete düstere Stil, in dem die Sumpflandschaft illustriert ist, erinnerte mich direkt an die alten Swamp Thing Comics – ich finde das super.

Spiel_2014_AncientTerribleThings

Zum anderen, weil mir der Autor statt einer Visitenkarte einfach mal die komplette Spielanleitung mitgegeben hat.
Es war kurz vor Schluss und kein Platz zum Spielen mehr frei. Er erklärte mir das Spiel, notierte dann die Webadresse auf dem Regelheft und gab es mir mit.

AncientTerribleThingsRegelbuch

Das Spiel ist ein Würfelspiel. Am Sumpffluss entlang tuen sich düstere und geheimnisvolle Dinge auf, die bewältigt werden müssen. Dafür setzt man seinen Charakter auf das Feld und würfelt. Die Würfelergebnisse können dazu genutzt werden die Aufgabe dort zu erledigen oder Token zu sammeln, die einem Boni gewähren, etwa Re-Rolls. Ancient Terrible Things ist im Grunde ein sehr aufwändiges Würfelspiel, das dadurch sehr glücksabhängig ist. Etwas geschicktes wirtschaften mit Würfelergebnissen und Token gehört auch noch dazu. Wie sich das Spiel gespielt anfühlt kann ich leider nicht sagen und möchte deshalb hier auch kein Fazit dazu abgeben.
Demnächst soll zu dem Spiel auch eine kleine Erweiterung per Crowdfunding finanziert werden.
Mehr Infos findet ihr auf der Verlagswebsite von Pleasant Company Games

Spiel_2014_AncientTerribleThings_close

Das war’s für dieses Jahr von der Spiel. Es hat mir wieder viel Spaß gemacht, ich konnte einige tolle Spiele testen, hab eine Menge Leute (wieder)getroffen und soviel Geld ausgegeben, dass ich fünfmal meinen Erstgeborenen verpfänden musste. Was ich schade finde ist, dass der Anteil an Liverollenspiel immer weiter abnimmt und auch kleine Rollenspiel-Verlage augenscheinlich immer weniger vertreten sind. Ich denke, die Standpreise auf der Spiel lohnen sich für viele nicht mehr. Wer nicht verkaufen kann oder viele gewinnbringende Kontakte mit nach Hause nimmt, zahlt kräftig drauf. Vermutlich wird sich in den kommenden Jahren der Rollenspielanteil mehr und mehr auf die Role Play Convention verlagern.

(Ab hier sind die Links wieder intern.)
Falls ihr die restlichen Artikel zur Spiel 2014 noch nicht gesehen habt:
Den Einführungsartikel zu der Reihe findet ihr hier. (klick mich)
Den Artikel zum Conan Brettspiel gibts hier. (klick me like one of your hyborian girls)
Einen kurzen Überblick zum Spiel Armymals findet ihr hier. (klick mich, wenn du Eicheln magst)
Ein kleiner Bericht zu Funkenschlag Deluxe ist hier zu finden (klick mich, dass die Funken sprühen)
Das Double Feature zu Go Goblin Go und Boss Monster könnt ihr hier lesen. (click me like one of your pixel girls)
Einen kleinen Abstecher in die Mythologie Chinas findet ihr im Journey Rückblick. (klicken Sie bitte hier)
Das TextUp zu Smash Up gibts hier. (KlickUp)

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Spiel 2014 Rückblick: Smash Up

Das Kartenspiel Smash Up ist nicht brandneu aber es kommt immer wieder etwas dazu, zuletzt die Geek Edition. Für mich ein Grund das Spiel endlich mal in die Finger zu bekommen.

Smash Up ist ein Spiel für Geeks. Das Spielziel ist simpel: Mit euren Handkarten, die aus Kreaturen und Aktionen bestehen, greift ihr Stationen an und fügt diesen Schaden zu, bis ihr Basis-Wert erreicht ist. Dann gilt die Basis als zerstört und die drei Spieler, die am meisten Stärkepunkte an der Basis versammelt haben, bekommen vom ersten in absteigender Reihenfolge die Punkte, die auf der Basis vermerkt sind.
Kreaturen bringen die Muskelpower auf und Aktionen können Kreaturen verstärken, andere Kreaturen zerstören oder an andere Basen versetzen oder sonstige Dinge verursachen, die einem selber helfen und die anderen nerven. Kreaturen bringen auch selber noch Sonderfähigkeiten mit ins Spiel und auch die Basen beeinflussen das Spielgeschehen.

Spiel_2014_SmashUp

Smash Up AEG-Version

Klingt erstmal schon gut aber das Beste kommt noch:
Jeder Spieler sucht sich zwei Völker aus dem extrem geekigen Sortiement an Völkern aus. Und dank insgesamt einem Grundspiel und vier Erweiterungen (bisher) gibt es unglaublich viele Völker.
Zum Beispiel: Vampire, Roboter, Dinosaurier (mit Kanonen), Killerpflanzen, Zeitreisende, Untote, Ninjas, Geheimagenten, äh, äh, Cthulhu!, Steampunks, puh, mir geht die Puste aus… und mehr!
Jedes Deck hat seine eigenen Besonderheiten. Beispielsweise sind die Dinosaurier wahre Kraftpackete, die mächtig auf die Basen eindreschen, während die Untoten sich fröhlich am Friedhof bedienen und längst abgelegte Karten wieder ins Spiel holen können. Die beiden gewählten Völker (erwähnte ich die Aliens?) werden gut zusammengemischt und auf die Basen losgelassen. Das Spiel dauert, bis jemand 15 Siegpunkte gesammelt hat. Bei einem Gleichstand geht das Spiel weiter, bis es einen Sieger gibt. Bei meiner letzten Partie kloppten sich die beiden Führenden so lange weiter, bis ich aufholen konnte und den Sieg noch für mich entschied. Die Spieler können sich nicht direkt angreifen, stattdessen wird versucht die Kreaturen so zu dezimieren, dass man selber an einer Basis die Oberhand behält.
Dies geschieht nicht im direkten Kampf Kreatur gegen Kreatur, wie etwa bei Magic oder anderen TCGs, sondern durch Sonderfähigkeiten und Aktionskarten.
Da es inzwischen so viele Erweiterungen gibt und anscheinend schon neue in der Mache sind, erschien nun auch eine große Sammelbox, die Geek-Box. Diese beinhaltet „nur“ (ja, das nur steht in Anführugszeichen) die Fraktion „Geeks“ mit Will Wheaton, Felicia Dey und anderen Anspielungen auf Will und Felicias Web-Show „Tabletop„. Dazu gibt es in der Box noch fünf stabile Pappkarten, auf die nun die Basen gelegt werden können und die mit Markern das Punktezählen vereinfachen, sodass nicht ständig nachgerechnet werden muss.

Smash-Up

Alles von Smash Up

Das Spiel ist für 2-4 Spieler ausgelegt, mit den Erweiterungen sollte das Spiel aber auch ohne größere Schwierigkeiten mit mehr Spielern spielbar sein.
Smash Up dürfte all jene erreichen, die auf Spiele wie King of Tokyo oder Munchkin stehen oder die einfach nur mal alle möglichen Fantasy und Science-Fiction Generes aufeinander loslassen wollen (hab ich schon gesagt, dass es Bärenkavallarie gibt?).

Ein paar Worte zu den Versionen:
Das Original stammt von AEG, den Vertrieb der deutschen Version hat Pegasus (externe Links in neuen Tabs) übernommen.
Die englischen Karten und Kartons von AEG sind größer und dadurch sind die Sets teurer als die von Pegasus. Das lässt leider auch nicht zu, dass man beide Versionen miteinander mischt.
Die Geek-Box unterscheidet sich auch vom Inhalt und der Aufmachung. Als reine Aufbewahrungslösung ist die AEG Box besser gemacht. Die Karten stehen stabil im Karton und die Fraktionen sind von passenden Karten aus Kunststoff, die sich wie größere Kreditkarten anfühlen, getrennt. Die Pegasus Box ist einfacher gestaltet und dadurch auch wieder günstiger. Die Trenner sind aus der gleichen Pappe wie die Karten, nur etwas größer. Im Gegensatz zur AEG Box sind hier zusätzlich die Papp-Unterlagen für die Basen samt Zählsteinen enthalten. Das Inlay der Box ist leider nur aus dünnem Tiefzieh-Kunststoff. Mit allen derzeit erhältlichen Karten ist der Karton nur bis zur Hälfte gefüllt, was zwar Raum für weitere Sets lässt, jedoch rutschen die Karten stark hin und her, auch gibt es keine vorgesehenen Plätze für die Basen-Unterlagen, die dadurch etwas unglücklich in der Box liegen.
Wer keine Probleme mit dem recht einfachen Englisch der Regeln und Karten von AEG hat und etwas mehr ausgeben möchte, bekommt mit der AEG Version das hochwertiger verarbeitete Spiel. Die Pegasusvariante ist allerdings deutlich günstiger. Der Messepreis für „Einmal mit allem, bitte!“ lag bei AEG bei 80€, bei Pegasus bei 60€. Die Basen-Unterlagen der Pegasusversion sind auch nicht zu verachten. Ich denke, da muss jeder selber entscheiden, was ihm da wichtig ist.

Smash Up Geek Edition

Geek Edition mit allen bisherigen Karten

Mit diesem Beitrag hab ich dann meine Spiel 2014 fast abgearbeitet. Ein kleines Fazit kommt aber noch. Falls ihr die restlichen Artikel noch nicht kennt:
Den Einführungsartikel zu der Reihe findet ihr hier. (klick mich)
Den Artikel zum Conan Brettspiel gibts hier. (klick me like one of your hyborian girls)
Einen kurzen Überblick zum Spiel Armymals findet ihr hier. (klick mich, wenn du Eicheln magst)
Ein kleiner Bericht zu Funkenschlag Deluxe ist hier zu finden (klick mich, dass die Funken sprühen)
Das Double Feature zu Go Goblin Go und Boss Monster könnt ihr hier lesen. (click me like one of your pixel girls)
Einen kleinen Abstecher in die Mythologie Chinas findet ihr im Journey Rückblick. (klicken Sie bitte hier)

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