Spiel 2014 Rückblick: Conan

Der Redakteur dieses Blogs hat sich von einem postspielokalyptischen Zombie wieder in jemanden verwandelt, der ansatzweise drei Gedanken in sinnvoller Reihenfolge aneinander reihen kann.
Deshalb geht es jetzt endlich los, mit meinen Berichten zu den Spielen der diesjährigen Internationalen Spieltage, die ich anspielen konnte.

Der Anfang mach direkt ein Kraftpaket: Conan von Monolith Games.
Das Spiel befindet sich noch im Prototypenstatus und soll Anfang 2015 über eine Kickstarterkampagne finanziert werden. Deshalb waren die Spielelemente noch nicht in der endgültigen Form in Essen zu sehen.

Unser Team vom Brückenkopf und Tabletop Insider bekam eine extra Runde des Spiels spendiert. Zusammen mit dem Illustrator Florian Stitz, der auch immer mal wieder für den TTI zuständig ist, fanden wir uns zu viert ein, um ein Piktendorf mal ordentlich auf den Kopf zu stellen.

Spiel_2014_Conan

Die Rollen verteilten sich wie folgt: Christian durfte mit Conan die Muskeln spielen lassen, Marcel schlich sich mit dem Diebescharakter Shevata durch die Schatten und ich durfte mit der agilen Valeria beweisen, dass es im Kampf nicht nur auf reine Muskelkraft ankommt.
Florian übernahm die Rolle des bösen Overlords und schickte uns die Pikten auf den Hals.

Für die Helden war das Ziel des Szenarios eine entführte Prinzessin aus dem Dorf zu retten, die Florian geheim in einer der Hütten versteckt hatte, und den Anführer der Pikten zu töten und als Beweis seinen Kopf mit nach Hause zu bringen. Der Overlord wollte das natürlich verhindern.

Jeder Spieler hatte einen Charakterbogen vor sich, auf dem die Grundeigenschaften vermerkt waren, währen der Overlord unsere Feinde in einer Reihe vor sich ausliegen hatte.

Die Helden mussten sich von draussen ins Dorf schleichen und die Hütten durchsuchen, bis sie die Hütte mit der Prinzessin gefunden hatten. Dabei trafen Conan, Valeria und Shevata natürlich auf ungemütliche Pikten, die bekämpft werden wollten.

Um beim Conan-Spiel Würfel für einen Kampf zu generieren oder um weiter als die Grundbewegung zu laufen müssen die Spieler Ausdauerpunkte, hier durch Glassteine dargestellt, auf die entsprechenden Aufgaben auf dem Charakterbogen verteilen. Je nach Eigenschaft gibt es ein unterschiedliches Limit für die Ausdauerpunkte, die man für eine Aktion ausgeben kann. Man sollte nicht alle auf einmal verpulvern, da die Helden auch noch Ausdauer zum Verteidigen brauchen.
Florian als Overlord musste ebenfalls Ausdauer ausgeben, um seine Krieger zu aktivieren. Dabei ist die Einheit, dessen Karte links vor dem Overlord liegt am günstigsten. Wurde sie aktiviert wandert sie ans Ende der Reihe und ist damit die teuerste Karte. Karten können auch mehrmals in einem Zug aktiviert werden, kosten dann natürlich entsprechend Ausdauerpunkte.

Spiel_2014_Conan_Veleria

Conan prügelte sich mit mächtigen Rundum-Schlägen direkt durch mehrere Feinde gleichzeitig, während Valeria sich flink einen nach dem anderen vornahm und ihre Geschwindigkeit ausnutzte.
Der leise und verschlagene Shevata schlüpfte währenddessen unbemerkt an den Feinden vorbei und spähte schnell eine Hütte nach der anderen aus.

Spiel_2014_Conan_Veleria_2

Am Ende des Zuges mussten wir uns entscheiden, ob wir unsere Charaktere aktiv lassen oder denen eine Runde Pause gönnen. Aktive Charaktere regenerieren weniger Ausdauerpunkte, deaktivierte regenerieren mehr, können dafür allerdings nur auf Attacken der Feinde reagieren und nicht aktiv das Spielgeschehen beeinflussen. Der Overlord regeneriert konstant seine Ausdauerpunkte.
Erleidet ein Held Schaden verliert er dauerhaft Ausdauerpunkte und wird dadurch schwächer, bis keine Punkte mehr übrig sind und der Held damit tot oder einfach nur handlungsunfähig ist.

Spiel_2014_Conan_ConanMiniatur

Bald war die Prinzessin von Shetava gefunden und wurde von ihm aus dem Dorf getragen. Damit Shetava nicht unter der Last zusammen brach musste er einen Großteil seiner vorher zusammen gelooteten Ausrüstung zurücklassen. Conan und Valeria entledigten sich noch der restlichen Pikten, besonders den Blockern, die einen Helden auf einem Feld festhalten und erst besiegt werden müssen, bevor man weiterzieht.
So machte Valeria kurz für Conan den Weg frei, der dann mit dem erstrittenen Kopf des Piktenanführers das Dorf verlassen konnte.
Damit war das Szenario für die Helden gewonnen.

Spiel_2014_Conan_RettungPrinzessin

Das Einführungsszenario spielte sich wie eine typische Conan Geschichte. Ins Dorf schleichen, Feinde umbringen, mit der Prinzessin abhauen und noch schnell ein Kopfgeld kassieren. Was so einfach und banal klingt wurde durch das Ausdauersystem ziemlich spannend. Wir mussten uns immer wieder überlegen, ob es sinnvol ist alles auf eine Karte zu setzen und sich komplett zu verausgaben oder doch lieber die Puste für spätere Runden zu sparen.

Obwohl die Spielmaterialien auf der Messe noch einfache Ausdrucke waren und der Overlord seine Kreaturenkarten auf einem Holztablett hin und her schob (welches trotz seiner Laubsägeoptik perfekt für das Spiel geeignet war.) machten die Grafiken ordentlich was her und transportierten das Feeling des Hyborischen Zeitalters.
Die Miniaturen bestanden auf der Messe noch aus Resin und waren sehr Detailreich. In der Kaufversion sollen die Figuren aus hochwertigem Kunststoff gefertigt werden. Die Figur von Conan soll noch einmal komplett neu modelliert werden, damit sie besser zu den Artwors von Illsutrator Adrian Smith passt. Ich hoffe, dass durch das einfachere Material nicht zu viele der tollen details hinterher absaufen.

Wenn ihr das Testspiel aus Sicht von Christian sehen wollt empfehle ich euch den entsprechenden Artikel auf der Seite des Brückenkopfes. (externer Link in neuem Tab)

Link zu Monolith Games auf Facebook (externer Link in neuem Tab)

In den kommenden Tagen werden noch weitere Rückblicke zu Spielen von der „Spiel“ 2014 folgen.
Den Einführungsartikel zu der Reihe findet ihr hier. (klick mich)

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