Spiel 2013 Sa. & So.

Dieses Jahr habe ich drei von vier Tagen der SPIEL besucht.
Den Donnerstag habe ich bereits in einem anderen Artikel zusammengefasst.
Hier nun ein kurzer Überblick über Samstag und Sonntag.

(Die Fotos sind leider nicht so toll geworden, da ich nur mit dem Smartphone unterwegs war.)

Halle3

Samstag war ich hauptsächlich als Helfer für den Stand des Verlag Martin Ellermeier auf der SPIEL.
Dort gab es neben der neusten Ausgabe des Tabletop Insider vor allem Dropzone Commander zu sehen. Neben einem tollen Diorama mit beleuchteten Hochhausmodellen gab es einen Tisch mit dem Cityscape-Pappgelände für Testspiele.
Da wir genug Leute waren hatte ich trotzdem viel Zeit über die Messe zu wandern und Spiele anzutesten.
Sonntag war ich dann nocheinmal privat dort und half beim Verlag Martin Ellermeier noch beim Abbau.

TTIRollUp

DZCDiorama

DZC

Unter anderem konnte ich Admirals Order probespielen.
Admirals Order ist eine, in liebevoller Handrbeit hergsetellte Seeschlacht-Simmulation in der Zeit Napoleons. Ein Spieler steuert die französischen Schiffe, der Gegner die Engländer.
Um über die Hexfelder zu navigieren benötigt man die passenden Handkarten, die einem erlauben sich in oder aus dem Wind zu drehen, mehr Segel zu setzen oder im Kampf besondere Geschütze abzufeuern.
Bei dem Design des Spiels wurde viel Wert auf die Historie gelegt. Die Flotten sind nach den historischen Vorlagen zusammengestellt und die einzelnen Schiffe tragen die Namen ihrer großen Vorbilder. Die kleinen Holzmodelle tragen tatsächlich die Namen auf den Seiten eingebrannt. Die Szenarios richten sich nach tatsächlich stattgefundenen Auseinandersetzungen. Im Testspiel wurde ein französisches Schiff, dass sich angeschlagen von Irland aus in die Heimat bewegte, von zwei kleinen britischen Schiffen gestellt. Ziel des Franzosen war es über eine festgelegte Spielfeldkannte zu entkommen während die Briten ihn daran hindern mussten. Der Franzose entkam in dieser Partie, da die britischen Seeleute nicht schnell genug wenden konnten um ihm nachzusetzen.
Das Spielmaterial verdient bei diesem Spiel besonderes Augenmerk. Die kleinen Schiffchen werden in einer korkgepolsterten Holzschatulle aufbewahrt. Wenn die Masten der Schiffe zerstört werden nimmt man sie eifnach aus den Rümpfen. Auch der Rest des Spiels wirkt sehr hochwertig.
Mit der Trafalgar Erweiterung lässt sich auch diese berühmte Seeschlacht nachstellen. Dafür soll man aber dann schon ein Wochenende einplanen.
Soviel Holz und Handarbeit in Deutschland hat allerdings auch einen Preis. Das Grundspiel kostet 148€ die „Trafalgar Edition“ Erweiterung 98€.
Derzeit ist das Spiel ausverkauft und muss vorbestellt werden.

AdmiralsOrder

Rampage ist ein Familienspiel bei dem es nicht um große Strategie sondern eher um Fingerfertigkeit geht.
Jeder der bis zu vier Spieler steuert ein hölzernes Monster über das Spielfeld, dessen Ziel es ist möglichst viele Punkte zu sammeln. Dies macht man, indem man Gebäude einreißt, Meepel (die Spielfigürchen) frisst oder anderen Monster die Zähne ausschlägt.
Die Monster werden über das Spielfeld gesteuert indem man die Holscheibe, die die Füße des Monster symbolisieren, über das Spilfeld schnippt. Bleiben diese auf dem Bürgersteig um eines der Häuser stehen, darf man sein Monster auf das Haus fallen lassen. Jede Etage auf der dann nichts mehr steht wandert in den Besitz des Spielers. Weitere Möglichkeiten Zerstörung zu säen sind das Umpusten der Gebäude oder Gegner. Dafür legt der Spieler sein Kinn auf den Kopf des Monsters und pustet einfach. Die Monster dürfen auch Autos gegen Häuser oder andere Monster werfen. Am Ende des Zuges darf das Monster so viele Meepel fressen, wie in seinem Bereich des Spielfeldes liegen und wie es noch Zähne hat. Über Aktionskarten, die zu Beginn des Spiels ausgeteilt werden, kommen noch mehr Optionen hinzu.
Das Spiel endet, wenn alle Gebäude eingerissen sind und jeder Spieler noch einmal an der Reihe war.
Das Spiel macht Spaß ist aber leider nur für bis zu vier Spieler. Fraglich ist auch, wie lange die Spielmaterialien durchhalten.

Rampage
Auf dem Bild ist die extra große Demo-Version des Spiels zu sehen

Das Brettspiel Escape ist im Tabletop-Universum von Eden angesiedelt. Die Charaktere die man in Eden per Maßband über das postapokalyptische Tabletop-Gelände schickt müssen in diesem Brettspiel über Spielfelder aus einem Forschungsbunker entkommen. Das Spiel spielt sich recht einfach. Jeder Charakter hat bestimmte Werte und Fähigkeiten, die ihm im Kampf Vor- und Nachteile bringen. Die Miniaturen sind typische Tabletop-Modelle, die man selber anmalen kann.
Das Spiel wurde über Kickstarter finanziert und befindet sich teilweise noch in der Entwicklungsphase. Die modellierten Türen auf dem Bild sind Teil der Kickstarter Kampagne gewesen und werden so nicht im Einzelhandel im Spiel enthalten sein.

Escape

Warteschlange ist ein polnisches Spiel, dass im Polen der 80er Jahre zur Zeit der Planwirtschaft spielt. Jeder darf die Waren kaufen, die er zum Leben braucht, allerdings gibt es immer zu wenig. Deshalb hat sich eine Kultur des Schlange-Stehens ausgebildet. Jeder Spieler hat eine Einkaufsliste und fünf Familienmiglieder, die sich durch Aktionskarten einen guten Platz in den Schlangen vor den Läden erkämpfen müssen. Werden zu wenig Waren geliefert oder steht man zu weit hinten bleibt einem immer noch die Möglichkeit auf dem Schwarzmarkt an die benötigten Sachen zu kommen. Das Spielprinzip wirkt simpel aber unterhaltsam. Die Aufmachung und Verpackung ist wirklich gut. Dem Spiel liegen Regelhefte in mehreren Sprachen bei. In den Heften finden sich auch Aufkleber in der entsprechenden Sprache, die man über die Textfelder der Aktionskarten kleben kann. In dem Regelheft sind zudem historische Fotos der polnischen Zustände und Informationen zur Realität in der kommunistischen Planwirtschaft der 80er Jahre. Die Grundstimmung des Spiels wirkt eher heiter-zynisch als bedrückend, wie die Realität vermutlich war.

Warteschlange

Dieses Jahr war leider die Zahl der LARP Händler weiter gesunken. Gerade kleinere Handwerker wie Rüstungs- und Waffenbauer waren so gut wie nicht vertreten. Groß war nur der Stand von Mytholon. Dazu kamen Händler die Fantasy-Zubehör verkauften, etwa Kleidung, Schreibfedern usw. nicht alles unbedingt auf LARP beschränkt.

In der Zeichnerallee traf ich einige Bekannte und kaufte Comics, die ich mir direkt signieren ließ.

Auf diesem Bild seht ihr meine Ausbeute der SPIEL 2013. Teils gekauft, teils geschenkt bekommen, teils gewonnen.

Ausbeute

Ich hatte dieses Jahr eine wirklich tolle SPIEL. Nur die Hallen fand ich nicht so schön. Ich hoffe nächstes Jahr findet die MEsse wieder in den anderen Hallen statt.

Was waren eure Highlights, was habt ihr euch gekauft, was fandet ihr nicht so gut? Teilt eure Meinung in den Kommentaren.

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