Review: ThreeA Supreme Nom

Im Frühling habe ich um drei Uhr in der Nacht wach gelegen um mir eine Supreme Nom von ThreeA zu sichern. Meine zweite World War Robot Figur, meine zweite ThreeA Figur überhaupt.
Anfang September lag sie dann im Zollamt. Voller Aufregung öffnete ich zu Hause den Karton. Die Gefühle, die mich dann überkamen, waren gemischter Natur. Zu meiner Begeisterung mischte sich auch schnell ein Teil Ernüchterung.
Was begeistert mich und was stört mich an dieser 120 $ Action-Sammelfigur? Lest das gesamte, bebilderte Review und begleitet mich bei meinen Entdeckungen.

Ganzer Artikel…

Nach Andy, dem MK2 Square ist die Supreme Nom meine erste menschliche WWR Figur, also die erste mit textiler Kleidung und einem menschlichen Körper mit entsprechenden Gelenken. Dementsprechend gespannt war ich auf die Figur.
Aber fangen wir vorne an.

Der Karton ist aus stabiler Pappe. Außen ein verschwommenes Bild der Supreme Nom, ThreeA Logo, WWR Logo und ein Hinweis, dass das kein Spielzeug ist und „Small Parts“ und „Choking Hazard“ (Erstickungsgefahr) besteht. Von innen ist der Karton schlicht Pappe-Braun. Eingebettet in Kunststoff liegt die ca. 33cm große Figur. Unter ihr befinden sich noch ein Ständer und Ersatzgelenke. Sonst befindet sich nichts im Karton.

Natürlich wird die Nom direkt vorsichtig herausgenommen und versucht hinzustellen. Dabei die erste Ernüchterung: Ohne den Ständer ist es scheinbar unmöglich die Supreme Nom zum stehen zu bekommen. Die Ballerina-High Heels bieten einfach zu wenig Standfläche.
Also der Versuch sie mithilfe des Ständers aufzustellen. Leider war das auch eine Geduldsprobe. Durch die Größe, sie steht ja auf den Zehenspitzen, und die gerade Haltung rutscht die Figur oft weg. Die Flaschen auf dem Rücken verlagern den Schwerpunkt so weit nach hinten, dass ihr die Beine nach vorne rutschen. Der Schlauch zwischen den Beinen stört ebenfalls die Befestigung im Ständer.

Dadurch, dass der Stoff des Anzugs bis zu den Schuhsohlen geht, sollte man auch darauf verzichten dem Stand mit Pattafix nachzuhelfen. Die Klebemasse könnte in den Stoff gelangen und dort für immer kleben bleiben. Durch die Probleme mit dem Aufstellen ist bereits etwas Farbe an den Schuhen abgegangen. Und das ist ziemlich ärgerlich.

Der Anzug fühlt sich an wie eine Leggins. Also was elastisches aus Kunstfasern, schwarz und leicht glänzend. Ausziehen kann man ihn erst mal nicht, da der Reißverschluss mit einem Faden unter dem Zipper gesichert ist. Was leider bedeutet, dass man den Faden erst mal auftrennen müsste, um die Ersatzgelenke einzusetzen.
Die Gurte lassen sich noch nachjustieren, wenn einem die Position der Flaschen nicht gefällt. Die Lage der Flaschen wird aber hauptsächlich von den Gummischläuchen bestimmt. Die Maske lässt sich leider nicht abnehmen. Bis zum Schluss hoffte ich auf eine Überraschung, dass man doch der Supreme Nom ins Antlitz blicken kann.

Die Maske hat leider auch keine Gläser in der Brille. Die Gucklöcher sind einfach schwarz lackiert. Eine zusätzliche Plexiglasscheibe auf dem Schwarz hätte viel zur Optik der Nom beigetragen, zumal die Lackierung dort nicht sehr sauber ist und sich kleine Farb-Pickel gebildet haben.

Apropos Farbe, die Bemalung der Kunststoffteile war leider auch etwas ernüchternd. Maske und Flasche sind schwarz grundiert und haben dann ein paar rostrot und Silber farbene Sprenkel bekommen. Anschließend wurde anscheinend noch ein Wash aufgetragen. Aus einiger Entfernung sieht es recht gut aus, aus der Nähe betrachtet aber etwas einfach.

Sehr gut gefällt mir die Beweglichkeit der Action-Figur. Auch wenn diese durch den Anzug etwas eingeschränkt ist, kann man die Supreme Nom in viele Posen biegen. Zum Hinstellen eigenen sich leider dann wiederum nur die, in denen man den Ständer gut anbringen kann oder man einen MK2 Square zu Hilfe nimmt. Durch die Suit kann man die Gelenke leider nicht sehen, was das Posing manchmal zu einem Fühlspiel macht. Dabei sind mir schon zwei Gelenke rausgesprungen. Die ließen sich aber leicht wieder zurückdrücken.
Die Finger sind nicht beweglich. Gefahr, dass sie abbrechen besteht, aber nicht, da sie aus glänzendem Gummi und damit flexibel sind.

Bei einigen Details, die mich ärgern, bleibt die Frage, was ich jetzt hier vor mir habe. Ein überteuertes Produkt oder eine top Action-Figur?

Der Preis ist mit 120 $ wirklich hoch. Andere Hersteller produzieren Figuren im selben Maßstab zu ähnlichen Preisen. Diese Figuren haben aber teilweise eine viel umfangreichere Ausstattung. So gibt es zum Beispiel Navy Seal Figuren mit voller Kampfausrüstung und zerlegbaren Gewehren im Maßstab 1/6. Es geht aber auch wesentlich teurer.
ThreeA Figuren sind Designer Spielzeuge, die oft nur in begrenzten Mengen verkauft werden. Das zahlt man dann natürlich mit.
Die Supreme Nom ist auf jeden Fall ein Blickfang in Figuren Sammlungen. Die negativen Punkte sind natürlich ärgerlich, für mich aber nicht so ärgerlich, dass ich mich über den ganzen Kauf ärgere.

Bleibt die Frage, ob ich mir noch einmal eine Figur von ThreeA kaufen würde.
Ich denke ja. Aber das nächste Mal werde ich mir den Kauf gut überlegen und vorher überlegen welche Probleme auftauchen könnten.

Ich hoffe dieses Review hat euch ein wenig geholfen und unterhalten. Wenn ihr noch Fragen habt, könnt ihr die gerne per E-Mail an olafsons[at]gmx.de, als Kommentar oder über Twitter an @LutherOlafson stellen.

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2 Gedanken zu „Review: ThreeA Supreme Nom

  1. […] ich das ThreeA Wiki (externer Link in neuem Tab) Ein Review der Supreme Nom von ThreeA könnt ihr hier […]

  2. […] dieser Größe überzeugt mich ThreeA mehr als im 1/6 Maßstab, in dem ich die Supreme NOM besitze (siehe das Review hier). Der Preis von 45$ plus Versand ist natürlich viel, für eine kleine Spielzeugfigur. Sammler […]

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